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Herlinde Koelbl - Haare

Herlinde-Koelbl
Eingabedatum: 30.08.2007

bilder



Haare und der intime Kontakt mit Haaren begleiten den Menschen von der Geburt bis in den Tod, sie sind immer auch Teil unserer ganz persönlichen sinnlichen Welt. Herlinde Koelbl gelingt in ihrem jüngsten Werk Haare eine assoziative Studie über dieses essenzielle Identitätsmerkmal. In dem wunderbaren, subjektiven Fotoessay hebt sie die Äußerlichkeit dieses Körperausdrucks auf: Haare werden zu Schutzschildern und Schamgrenzen, sie sind Verlockung, Verführung und Bedrohung oder sie werden zu toter Materie in Seifenlauge. Mit ihrer präzisen Beobachtungsgabe für gesellschaftliche Prozesse – wie schon in den Bestsellern Spuren der Macht, Das deutsche Wohnzimmer und Jüdische Porträts – schickt uns Herlinde Koelbl auch mit diesem neuen Projekt, an dem sie über sechs Jahre lang auf vier Kontinenten gearbeitet hat, auf eine provokative Innenschau menschlicher Befindlichkeiten. (Englische Ausgabe ISBN 978-3-7757-2029-8)

Ausstellungen: Museum für Kunst und Gewerbe, Hamburg 31.8.–18.11.2007 · Museum Villa Stuck, München 13.3.–15.6.2008


Herlinde Koelbl
Haare
Vorwort von Herlinde Koelbl, Text von Gabriele Betancourt Nuñez, Bernhard Schlink, Silke Andrea Schuemmer
Deutsch
2007. 176 Seiten, 159 Abb., davon 84 farbig, 75 in Duplex
24,80 x 30,50 cm
gebunden mit Schutzumschlag
Lieferbar
EUR 39,80 / CHF 69,-
ISBN 978-3-7757-2028-1



hatje-cantz.de






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David Goldblatt - Camera Austria, Graz (26.11. - 26.02.06)


David Goldblatt (geb. 1931 Randfontein (RSA), lebt in Johannesburg ) hat in seiner Arbeit die sozialen und politischen Strukturen sowie die gesellschaftlichen Spannungen Südafrikas vom Beginn der Apartheid bis in die Gegenwart als Fotograf und Autor dokumentiert und analysiert. Dabei entstand ein beeindruckendes fotografisches Zeugnis der südafrikanischen Kultur, gleichzeitig ein überzeugender Korpus an Arbeiten, die David Goldblatt zu einem der bedeutendsten dokumentarischen Fotografen der Gegenwart machen.

In seinem Buch The Structures of Things Then, 1998, das auf eine sich über 15 Jahre erstreckende fotografische Arbeit zurückgeht und Ausdruck und Nachweis des weißen, christlichen Nationalismus und der Apartheid ist, hat David Goldblatt bereits die gesellschaftsformenden Kräfte in Südafrika umfassend dokumentiert. Seine Aufnahmen von Fabriken, Wohnanlagen, Amtsgebäuden, Friedhöfen, Kirchen, Denkmälern, von architektonischen Versatzstücken wie Beleuchtungskörpern oder Türen zeugen von einem Land, das bis in die alltäglichsten Dinge hinein von der Ideologie der Apartheid geprägt war: "The smell and taste and touch, and the social weight of things here", schreibt Nadine Gordimer.
Zahlreiche Architekturen - Barracken, Läden, Häuser, Schulen, Moscheen, Kirchen, Friedhöfe, Parks, Denkmäler,Schilder und nicht wenige Ruinen - zeugen aber gleichzeitig vom Überlebens- und Widerstandskampf der schwarzen Bevölkerung, von ihren Anstrengungen, diese Ideologien zu überwinden.

Mit der aktuellen Werkgruppe der "Intersections" verlässt David Goldblatt einerseits die SW-Fotografie, andererseits führt er die Untersuchung darüber fort, in welcher Weise die Ideologie der Apartheid nachhaltig die Städte und besonders die Landschaft Südafrikas überformt hat: aufgelassene Asbestminen, die Einzäunungen der riesigen Grundbesitze, jene infrastrukturellen Merkmale, die die Grundlage der Eroberung der Natur und der Untedrückung der First Nations waren.
Gegenwärtig werden diese Zeugnisse der weißen Herrschaft, Zeugnisse einer tragischen Geschichte von Eingriffen, verändert, doch stehen diese nach wie vor in einem engen Zusammenhang mit der Ära der Apartheid: neue Denkmäler, die Rückeroberung der Städte durch schwarze Billiglohn-Dienstleister, der Prozess der Landrückgabe und die AIDS Problematik schreiben allgegenwärtig ihre Spuren in die Städte und Landschaften ein. Die "Intersections" stellen mitunter verblüffende visuelle Beweise der sozialen, ökonomischen und politischen Interventionen dar, und bilden mit den Resten der Apartheid eine widersprüchliche Geologie des südafrikanischen Lebens, dem David Goldblatt seine Arbeit widmet.

David Goldblatts Arbeiten wurden in den letzten Jahren auf der "documenta XI", im Museum of Modern Art, New York, im Museu d'Art Contemporani de Barcelona sowie in der South African National Gallery gezeigt. Camera Austria verbindet mit David Goldblatt eine besondere Beziehung: 1994 und 1995 publizierte er "The Structures of Things Here" und "Das Archiv eines Südafrikaners" in unserer Zeitschrift, 1995 erhielt David Goldblatt den "Camera Austria-Preis der Stadt Graz für zeitgenössische Fotografie".

Das Projekt wird in Kooperation mit dem museum kunst palast, Düsseldorf durchgeführt.
Kurator: Christoph Danelzik-Brüggemann, museum kunst palast, Düsseldorf. (Presse | Camera Austria)

Abbildung: Haare flechten auf der Bree Street. Johannesburg, 7. September 2002, Courtesy: Camera Austria, Graz.


CAMERA AUSTRIA
Lendkai 1, 8020 Graz, Austria
T. +43 / (0) 316 / 81 55 500
F. +43 / (0) 316 / 81 55 509
office@camera-austria.at
http://www.camera-austria.at

Jan Christensen. Written on the wall - Lenbachhaus, München


Mit dem norwegischen Künstler Jan Christensen (geb. 1977, lebt in Berlin) eröffnet das Lenbachhaus München seine Reihe "Written on the wall", in der Arbeiten auf der Wand im Vordergrund stehen sollen.

Christensen beschäftigt sich in seinen Werken vorrangig mit dem Wesen der Kunst selbst. In seinen Wandarbeiten "Titles for Which I don’t Know What to Make" trug er Titel für mögliche Kunstwerke zusammen, die noch nicht realisiert wurden. In der Überlagerung der verschiedenen Schriftarten und -größen der potentiellen Werke entsteht wiederum ein eigenes "Gemälde". Bei der Serie "Painting Myself into a Corner" malt er in einer Ecke stehend nur die drei Flächen mit einem Farbroller an, die er mit seinen Armen erreichen kann. Die Arbeit mit dem überlangen Titel "What Could Possibly be Missing from an Artwork with Complex References, Conceptual Considerations and Universal Poetic Impact?" steht im Kontrast zum eigentlichen Werk: einem Knäuel aus Staub, Haaren und Dreck, welches auf einem Sockel ausgestellt wird: "Das Kunstwerk ist ähnlich verstrickt in ein Geflecht aus Ikonografie und Referenzen wie Staub und Haare in dem kleinen Fusselballen" (Pressetext).

Öffnungszeiten:
Di-So und Feiertage, 10 - 18 Uhr
24. und 31.12.09 geschlossen
25.12.09 und 1.1.10 ab 12 Uhr geöffnet

Städtische Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau München
Luisenstraße 33
80333 München

lenbachhaus.de





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