Kunsttheorie im 20. Jahrhundert

kunsttheorie
Eingabedatum: 29.05.2003

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Künstlerschriften, Kunstkritik, Kunstphilosophie, Manifeste, Statements, Interviews
Das »Standardwerk der Standardtexte« - jetzt als broschierte Studienausgabe zu einem sensationell günstigen Preis.
Diese bis heute umfassendste, zweibändig angelegte Quellensammlung zieht ein enzyklopädisches Resümee der modernen Kunsttheorie in Europa und Amerika. Allen an Kunst, Kunstphilosophie und Kunstkritik interessierten Lesern stellt sie eine repräsentative Auswahl relevanter Texte zur Verfügung, die bisher nur schwer aufzufinden oder verstreut veröffentlicht waren. Die gebundene Ausgabe, die 1998 bei Hatje Cantz erschienen ist, wurde schnell zum »Standardwerk der Standardtexte«, das wir Ihnen nun als broschierte Studienausgabe zu einem sensationell günstigen Preis anbieten können.
Die annähernd 400 Beiträge von Künstlern, Kunsttheoretikern, Philosophen, Soziologen, Politikern und Schriftstellern - Manifeste, Aufsätze, Briefe, Essays, Buchkapitel, Interviews, Vortragstexte von 1895 bis 1991 - wurden in acht Hauptkapitel chronologisch und thematisch geordnet und mit editorischen Einführungen versehen; ein Personen- und Sachregister dient der bequemen Erschließung. Gegenüber dem äußerst erfolgreichen englischen Original mit dem Titel Art in Theory von 1992 ist die deutsche Ausgabe um rund 75 Beiträge erweitert worden und macht zudem viele fremdsprachige Texte - von Kasimir Malewitsch bis Jeff Koonss, von Georges Bataille bis Gajatri Spivak - erstmals in übersetzter Form zugänglich.


Kunsttheorie im 20. Jahrhundert
Künstlerschriften, Kunstkritik, Kunstphilosophie, Manifeste, Statements, Interviews
Hrsg. Charles Harrison, Paul Wood, Ergänzt für die deutsche Ausgabe von Sebastian Zeidler Deutsch
1500 S.
17,00 cm x 24,00 cm
Broschur
Erscheinungstermin Juni 2003
EUR 39,95 SFR 66,00
ISBN 3-7757-1325-5

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Weiteres zum Thema: Kunsttheorie



Portikus (03 / 02)


Der Portikus ist die mittlerweile legendäre «Kunstkiste» - eine Ausstellungshalle für zeitgenössische Kunst, die 1987 von Kasper König initiiert wurde und dessen Namen man mit dieser Institution verbindet.
Der Portikus ist Teil der Kunstakademie, zu der auch die Städelschule gehört. Hier unterrichtete König Kunsttheorie und wollte als Pendant zu den Ateliers der anderen Lehrer der Schule, die beispielsweise Malerei unterrichten, auch eine Art Atelier schaffen – den Portikus. Den Namen erhielt die Kunsthalle von der erhaltenen klassizistischen Fassade der im zweiten Weltkrieg zerstörten Stadtbibliothek von 1825. Außen blieb diese Frontfassade erhalten und innen schufen die der Architekten Marie-Theres Deutsch und Klaus Dreißigacker einen Raum hinter der Fassade, der als Ausstellungsraum optimale Bedingungen bietet, als Gebäude jedoch anonym sein soll. Die Kiste lässt das Rudiment unangetastet und schiebt sich nur zwischen die rückwärtigen Stützmauern. Mit einem Trapezblech als Außenbe-kleidung stellt sich der Bau wie ein Industriebau dar, anonym und ohne seinen Inhalt preis-geben zu wollen. Die Container – normale Bausteinkontainer – die in der Seitenansicht des Gebäudes zu erkennen sind, ordnen sich dieser Geste unter. Sie sind einfach abgestellt.
Der Innenraum ist nicht anonym, sondern betont seine Neutralität als Ausstellungsraum, indem alle funktionalen Notwendigkeiten zugunsten der Einfachheit und Klarheit des Raumes zurücktreten. Um gleichmäßige Lichtverteilung und einen fensterlosen Raum zu schaffen, erhält die Halle von oben durch eine Opalglasdecke Tageslicht. Die Nebenfunktionen, wie Büroräume werden in Containern untergebracht, die auch räumlich von der Halle abgesetzt sind.

Neben aktuellen Arbeiten bekannter Künstler werden bedeutsame junge Positionen präsentiert. In enger Kooperation mit den Beteiligten werden die Projekte in Bezug zum Ausstellungsort realisiert und erfahren in dessen klarer und sachlicher Architektur volle Konzentration. Damit existiert der Portikus nicht im institutionellen Sinne per se, sondern definiert sich über die jeweilige Ausstellung immer wieder überraschend neu.
Im November 2000 wurde Prof. Dr. Daniel Birnbaum neuer Direktor der Kunstakademie – und damit auch des Portikus. Zusammen mit Jochen Volz, der als Kurator tätig ist, setzten sie die Arbeit von Kasper König fort.


Adresse: Portikus
Schöne Aussicht 2
60311 Frankfurt am Main


Tel.: +49 (0)69 - 219 987 60
Fax: +49 (0)69 - 219 987 61
Internet: portikus.de

Ausstellung: Gilbert & George
NINE DARK PICTURES
23. März - 28. April 2002

Gilbert & George lernten sich 1967 als Studenten in London kennen und arbeiten seither gemeinsam. In den späten Sechziger Jahren sind sie als living sculpture oder singing sculpture im öffentlichen Raum und in Ausstellungsräumen in Erscheinung getreten. Seit diesen frühen Performances entwickeln Gilbert & George ihre Bilder ausgehend vom Abbild der eigenen Körper bzw. vom eigenen Portrait.
Im Portikus zeigen Gilbert & George eine neue Serie photographischer Arbeiten unter dem Titel Nine Dark Pictures, die sich inhaltlich sehr stark auf das Verhältnis des Individuums zu religiösen, sozialen und politischen Konflikten konzentrieren. Die Bilder bedienen sich einer populären Symbolik des politischen und religiösen Protests, zeigen Architektur als Ausdruck sozialer Unterschiede und sind damit Bekenntnis eines radikalen Verständnisses von Demokratie.


Öffnungszeiten: Di–So 11-18 h
Mi 11-20 h

Barock im Vatikan - Kunst und Kultur im Rom der Päpste II, KAH Bonn (25.11.05-19.3.06)


Eine Ausstellung der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland, Bonn, in Kooperation mit den Musei Vaticani, der Fabrica di San Pietro, der Biblioteca Apostolica Vaticana, dem Martin-Gropius-Bau und den Berliner Festspielen, Berlin

Barock im Vatikan setzt die erfolgreiche Vorgängerausstellung Hochrenaissance im Vatikan fort. Gezeigt werden über 350 Objekte: Die teilweise erstmals ausgeliehenen Kunstwerke der Kooperationspartner im Vatikan, der Biblioteca Apostolica Vaticana, der Fabbrica di San Pietro und der Musei Vaticani werden ergänzt durch Leihgaben aus zahlreichen europäischen Sammlungen.

Zentrum der Ausstellung ist das große, ca. 5 Meter hohe Holzmodell der Kuppel der Peterskirche von Michelangelo und Giacomo della Porta. Mit Michelangelos Kuppel entsteht nicht nur das Emblem des barocken Roms: die nach über hundertjähriger Baugeschichte vollendete Kirche mit Kuppel und Platzanlage versinnbildlicht wie kein anderes Kunstwerk den Anspruch der gegenreformatorischen Kirche auf Weltgeltung: ein Anspruch, der seinen Ausdruck - bei schwindender politischer Bedeutung - vor allem in einem geistigen und künstlerischen Führungsanspruch des päpstlichen Roms mit europäischer Ausstrahlung fand. Entsprechend zieht sich die Bau- und Ausstattungsgeschichte von St. Peter wie ein roter Faden durch die einzelnen Sektionen. Beteiligt waren die berühmtesten Künstler der Epoche, darunter nach Michelangelo Bernini, Borromini, Sacchi, Guercino und Reni.

Im päpstlichen Rom des späten 16. und 17. Jahrhunderts bündeln sich wie in einem Brennglas die religiösen, künstlerischen und wissenschaftlichen Strömungen der Epoche. Auf diesem ‚Markplatz der Welt’ fand Kunst, finden aber auch die neuesten geistigen und wissenschaftlichen Errungenschaften das entsprechende Publikum. Daher nutzen die Päpste und ihre Kardinäle, die großen Ordensgemeinschaften, aber auch die römischen Adelsfamilien Kunst und Wissenschaft mit Konsequenz und Erfolg zur Verherrlichung der in der katholischen Reform erneuerten Kirche und zur Inszenierung ihrer jenseitigen und diesseitigen Repräsentanten.

Barocke Kunst wirkt im Zusammenspiel von Architektur, Malerei und Skulptur, im wohlüberlegten Zusammenwirken von Licht, Material und Farbigkeit. Die Ausstellung unternimmt es, dies durch die Einbeziehung unterschiedlicher Medien wie Gemälde, Skulpturen, Bildteppiche, Paramente, Bücher, Stiche und Zeichnungen für den Besucher erlebbar zu machen. Dabei werden die großen Aufgaben päpstlichen Mäzenatentums, aber auch die Auftraggeberschaft von Kardinälen und Orden, konzentriert auf die wichtigsten (und schönsten) Beispiele, vorgestellt: Dazu zählte etwa der Bau und die Ausstattung von Familienpalast und Villa, die Errichtung einer Familienkapelle und vor allem auch die Errichtung und Ausstattung großer Ordenskirchen.

Nicht nur römische Kunst fand europaweit Beachtung. Rom und der Vatikan waren, nicht zuletzt durch die weltweiten Beziehungen der Missionsorden, auch als Wissenschaftszentrum von Bedeutung. Die Biblioteca Apostolica Vaticana und der Kreis um Kardinal Cesar Baronius waren entscheidend für die Begründung der kritischen Kirchengeschichte und die Herausbildung der christlichen Archäologie. Eine Vorreiterrolle bei der Heranbildung unseres modernen Weltbildes hatte die römische Accademia dei Lincei, Vorbild aller modernen Wissenschaftsakademien. Benannt nach dem scharfäugigen Luchs (ital. lince) hatte sich die Accademia kein geringeres Ziel gesetzt als das Studium des theatrum totius naturae, der bildlichen Erfassung aller Naturerscheinungen. Den ‚Luchsäugigen’ ist die erste, mit Hilfe eines Mikroskops entstandene Abbildung zu verdanken: Dargestellt sind bezeichnenderweise die Wappentiere Papst Urbans VIII., die Bienen.

Die in diesem Zusammenhang mit dem Hermann von Helmholtz-Zentrum für Kulturtechnik der Humboldt-Universität Berlin konzipierte Ausstellungssektion zeigt nicht nur zeitgenössische Dokumente, Instrumente und ‚Wundermaschinen’: Nachbauten der wichtigsten Instrumente ermöglichen einen ungewöhnlichen und oft erstaunlichen Einblick in die Wissenskultur des Barock in Rom, ganz im Sinne der Zeit. Getreu der Kunsttheorie der Epoche wirken Wissenschaften und Kunst ähnlich: Sie sollten bei dem Betrachter stupore, Erstaunen und meraviglia, Verwunderung, erzeugen. So werde die Neugierde angeregt, der Erkenntnisprozess ausgelöst und gleichzeitig das Vergnügen gewahrt: Dies hat sich auch die Ausstellung Barock im Vatikan zum Ziel gesetzt.

Abbildung: Pietro da Cortona, Porträt Urban VIII, Pinacoteca Capitolina, Rom © Pinacoteca Capitolina, Rom

Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland, Friedrich-Ebert-Allee 4, 53113 Bonn, Telefon 0228-9171-204/5/6





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