Heinrich Riebesehl - Fotografische Serien 1963-2001/Sprengel Museum Hannover noch bis 03.10.04

heinrich-riebesehl
Eingabedatum: 30.08.2004

bilder

Heinrich Riebesehl - Fotografische Serien 1963-2001
Ausstellung im Sprengel Museum Hannover noch bis zum 3.10.2004

Heinrich Riebesehl (*1938 in Lathen/Ems) hat mit seinem fotografischen Werk in den vergangenen 25 Jahren maßgeblich zu einer Erneuerung der Dokumentarfotografie in Deutschland beigetragen. Bekannt wurde er vor allem mit seiner Serie Agrarlandschaften: nüchterne, detailgenaue Schwarzweißfotografien von Getreidesilos, Bauernhöfen oder Rübenfeldern, in denen er den Blick auf die typischen Erscheinungsformen der norddeutschen Landschaft lenkt. Diese »lakonischen Fotografien einer lakonischen Gegend« (Peter Sager) bilden den Auftakt für seine intensive künstlerische Auseinandersetzung mit der norddeutschen Kulturlandschaft, für die der Fotograf mit dem Niedersächsischen Kunstpreis 2000 ausgezeichnet wurde.
Die Monografie gibt erstmals einen Überblick über Riebesehls vielfältiges fotografisches Werk und sein konsequentes Arbeiten in Serien - angefangen mit seinen frühen Aufnahmen von Joseph Beuys aus der Serie Happenings über konzeptionelle Bildfolgen wie Menschen im Fahrstuhl oder Fotografische Selbstdarstellungen bis hin zu aktuellen Farbfotografien, die in der Publikation erstmals vorgestellt werden.

Ausstellungen: Sprengel Museum Hannover 6.6.-3.10.2004 · Kunstverein Lingen Kunsthalle 12.6.-14.8.2005

Heinrich Riebesehl
Fotografische Serien 1963-2001
Hrsg. Ulrike Schneider, Sprengel Museum Hannover, Kunstverein Lingen Kunsthalle, Text von Ulf Erdmann Ziegler, Rolf Sachsse, Ulrike Schneider, Inka Schube
Deutsch
2004. ca. 232 Seiten, ca. 170 Abb., davon ca. 8 farbig, ca. 162 in Duplex
28,00 x 23,50 cm
gebunden mit Schutzumschlag
Lieferbar
€ 28,00, SFR 48,00
ISBN 3-7757-1466-9

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Hatje Cantz






Daten zu Heinrich Riebesehl:

- art basel miami beach, 2014

- MoMA Collection

- Sammlung DZ Bank, Frankfurt

Weiteres zum Thema: Heinrich Riebesehl



Sammlung Bernd F. Künne in der Kunsthalle Nürnberg (13.5.-4.7.04)


"Mit rund 130 fotografischen Werken und Serien von 22 Künstlerinnen und Künstlern gibt die Ausstellung Yet Untitled in der Kunsthalle Nürnberg einen konzentrierten Einblick in die Sammlung von Bernd F. Künne. Der in Hannover lebende Sammler hat seit Mitte der neunziger Jahre eine inzwischen mehr als 700 Werke umfassende Sammlung zeitgenössischer Fotografie aufgebaut. Zentrale Genres und Themen, die den Charakter der Sammlung von Bernd F. Künne prägen, sind Porträt und Menschenbild sowie Urbanität und Landschaft.

Einen Schwerpunkt bildet die Fotografie in Deutschland, der markante Positionen europäischer und amerikanischer Fotografie gegenüberstehen. Die Ausstellung in der Kunsthalle Nürnberg fächert ein breites und differenziertes Spektrum zeitgenössischer Fotografie auf, das von der sachlich-dokumentarischen Wiedergabe bis hin zur Poetisierung des Alltäglichen, von der Straßenfotografie bis zum inszenierten Porträt reicht. . . ." (Quelle: Kunsthalle Nürnberg / Presse)

Künstlerliste: Miriam Bäckström, Boris Becker, Laurenz Berges, Philip-Lorca diCorcia, Bernhard Fuchs, Jean-Louis Garnell, Jitka Hanzlovà, Matthias Hoch, Axel Hütte, Valérie Jouve, Helen Levitt, Walter Niedermayr, Simone Nieweg, Bettina Rheims, Heinrich Riebesehl, Thomas Ruff, Michael Schmidt, Stephen Shore, Hannah Starkey, Annelies Strba, Beat Streuli, Albrecht Tübke

Foto: Kunsthalle Nürnberg: Beat Streuli, Sydney Melbourne, 1997/98

Ausstellungsdauer: 13.5. - 4.7.04

Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 10.00 - 18.00 Uhr | Mittwoch bis 20.00 Uhr | Montag geschlossen.

Kunsthalle Nürnberg | Lorenzer Straße 32 | D- 90402 Nürnberg | Tel.: 0911 - 231 2853
nuernberg.de

Die Idee der Landschaft


In der aktuellen Ausstellung der DZ BANK Kunstsammlung „Die Idee der Landschaft“, die vom 26. Juni bis 5. September 2015 im Rahmen von RAY 2015 im ART FOYER gezeigt wird, geht es nicht um die reale Abbildung der Natur, sondern um die Verbildlichung von Gedankenwelten und eine Wirklichkeit, die durch artifizielle Mittel geschaffen wird.

Landschaft ist in den rund 80 Arbeiten von 18 zeitgenössischen Fotokünstlern aus acht Ländern zwar stets Referent des fotografischen Prozesses, doch das bildnerische Ergebnis lässt den vermeintlichen Realitätsbezug der Fotografie hinter sich und verweist darauf, dass jede Abbildung der Realität Abstraktion und Interpretation derselben ist.

Zu sehen sind im ART FOYER Arbeiten von Künstlern der Sammlung sowie Neuerwerbungen von David Armstrong, Olivo Barbieri, Lothar Baumgarten, Caroline Dlugos, Elger Esser, Luigi Ghirri, Rodney Graham, Beate Gütschow, Dan Holdsworth, Andrej Krementschouk, Andreas Mühe, Simone Nieweg, Detlef Orlopp, Jorma Puranen, Heinrich Riebesehl, Adrian Sauer, Stephan Schenk und Anna Vogel.

Das Triptychon „La Gran Sabana” von Lothar Baumgarten (*1944 in Rheinsberg) zeigt die wilde Landschaft der Jahrmillionen alten Hochfläche in Venezuela mit einem tafelförmigen Bergmassiv im Zentrum. Entscheidend für die Arbeiten des Beuys-Schülers und viermaligen Documenta-Teilnehmers sind die diskursive Einlassung auf einen Ort und der Bezug auf dessen Ethnologie.

Wie gemalt wirkt die direkt auf Aluminium gedruckte und mit Shellack versiegelte Fotografie der historischen Gartenanlage von Ninfa. Der in Rom aufgewachsenen Becher-Schüler Elger Esser (*1967 in Stuttgart) beschwört die mythische Szenerie der Nymphen herauf, jenen Flussgottheiten aus der griechischen Mythologie, denen die ursprüngliche Tempelanlage gewidmet war.

Rodney Graham (*1949 in Matsqui/British Columbia) hat seine Arbeiten von auf den Kopf gestellten Eichen wie Auftragsporträts von einem Fotografen anfertigen lassen. Eigenschaften wie Verwurzelung, Standhaftigkeit, Unerschütterlichkeit, die der Mensch der Eiche zuschreibt, werden von Graham sinnbildlich auf den Kopf gestellt. Mit der Ähnlichkeit der Äste und seiner Wurzeln verweist der Künstler auch darauf, dass es Eindeutigkeiten der Wahrnehmung nicht gibt.

Die Bilder, die Beate Gütschow (*1970 in Mainz) konstruiert, wirken wie Landschaftsmalerei des 17. und 18. Jahrhunderts. Tatsächlich sind die den idealen Landschaften nachempfundenen Kompositionen aus bis zu hundert Einzelaufnahmen am Computer entstanden. „Sampling” nennt Gütschow ihr Verfahren analog zum Zusammenmischen musikalischer Versatzstücke, mit dem sie die Authentizität fotografischer Reproduktionen hinterfragt.

Detlef Orlopp (*1937 in Elbing/Westpreußen) verwandelt die Oberflächen von Landschaft in reduzierte, aber keineswegs abstrakte Bilder. Seine Fotografien stellen den Betrachter vor die Frage, was genau man eigentlich sieht. Wasser, Gletscher oder Gestein? Die gewohnte Wahrnehmung, die neue Bilder inneren Bildermodellen zuordnet, funktioniert hier nicht mehr.

Die konzeptuellen Fotoarbeiten von Adrian Sauer (*1976 in Berlin) analysieren die Fotografie des digitalen Zeitalters. Der Meisterschüler von Timm Rautert erforscht dabei mit besonderer Raffinesse alle Aspekte, Verwertungs- und Herstellungsweisen des digitalen Bildes.

Der in der Schweiz lebende Stephan Schenk (*1962 in Stuttgart) dokumentiert in seinen Arbeiten die Schlachtfelder des Ersten Weltkriegs. Seine Arbeiten zeigen in wörtlichem Sinne in der Größe eines Soldatengrabes einen kleinen Ausschnitt des Bodens. Der fragmentarische Blick und die Vogelperspektive lassen die Aufnahmen abstrakt wirken und erzeugen zugleich eine starke physische Präsenz. Diese Präsenz wird zusätzlich dadurch verstärkt, dass die Aufnahmen zu monumentalen Tapisserien verwoben sind.

Anna Vogel (*1981 in Herdecke), Meisterschülerin von Andreas Gursky, collagiert am Computer eigene Fotoaufnahmen oder im Internet Gefundenes. Diese übermalt sie digital, schneidet Aussparungen und Linien hinein, retuschiert sie oder arrangiert sie neu. Die Landschaften kommen einem irgendwie vertraut vor, aber gleichzeitig irritieren sie durch fast surrealistische Mittel.




DZ BANK Kunstsammlung - ART FOYER
Platz der Republik, 60325 Frankfurt/Main
Öffentlicher Zugang: Friedrich-Ebert-Anlage / Cityhaus I
Öffentliches Parkhaus „Westend“
dzbank-kunstsammlung.de







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