Duane Hanson - More than Reality

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Eingabedatum: 02.02.2002

bilder

Die Museumsaufsicht steht stumm, ein Footballspieler hockt auf dem Fußboden, und mit Fotoapparaten bewaffnete Touristen bummeln durch die Räume. Halluzination oder Panoptikum? Duane Hansons weltbekannte Skulpturen bestechen und irritieren durch ihre verblüffend »künstliche Echtheit«. Sie sind bis aufs feinste Härchen, jede Falte und Pore ihren lebendigen Vorbildern nachgebildet, die der Künstler seit den sechziger Jahren im amerikanischen Alltag fand. Egal ob alt oder jung, Reisende, Handwerker, Putzfrauen, Obdachlose - Hansons Fiberglasmenschen verkörpern auch die Schattenseite des amerikanischen Traums, die Einsamkeit, Langeweile und Tristesse eines Lebens jenseits allen Glamours.

Erstmals liegt mit dieser reich bebilderten Monografie ein vollständiges Werkverzeichnis zu Hansons Skulpturen und Editionen vor, das alle Phasen seines Schaffens dokumentiert.


»Meine Bilder treffen nicht annähernd die Realität. Die Welt ist so bemerkenswert, erstaunlich und überraschend, dass man nicht zu übertreiben braucht. Was da existiert, ist einfach irrsinnnig.«

»Das Hauptthema, um das es mir geht, betrifft die typischen Amerikaner der Unter- und Mittelschicht. Die Resignation, Leere und Einsamkeit zeigen für mich die wahre Realität des Lebens, das diese Menschen führen.«

»Das Wunderbare an einer menschlichen Gestalt ist, dass jeder Körper, jedes Gesicht anders ist. Unter Millionen von Menschen gibt es keine zwei, die sich gleichen, außer vielleicht eineiige Zwillinge. Wie konnte das passieren? Wir alle haben Nasen, Ohren und Mund, und sie sind alle unterschiedlich. Es gibt Millionen und Milliarden solcher Kombinationen.«

DUANE HANSON


»Duane Hanson transformiert die Realität des Lebens in den Realismus der Kunst. Seine falsche Echtwelt wird in der echten Kunstwelt des Museums wieder zum Alltag, der unseren Blick in die Zukunft schärft, unseren Blick auf die Welt, die Mitmenschen und auch auf unser eigenes Leben.«

THOMAS BUCHSTEINER


Ausstellungen: Schirn Kunsthalle, Frankfurt 1.2002, Galerie der Stadt Stuttgart 4.2002, Padiglione d'Arte contemporanea Milano 9.2002, Kunsthal Rotterdam 22.9.- 11.2002, National Galleries of Scotland, Edinburgh 12.2002- 02.2003
Duane Hanson - More than Reality
Hrsg. Thomas Buchsteiner, Otto Letze, Texte von Keith Hartley, Lucia Matino, Johann-Karl Schmidt
Deutsch
192 S., 219 Abb., davon 186 farbig
23,50 cm x 29,50 cm x 2,60 cm
gebunden
2001, lieferbar
Unverbindliche Preisempfehlung
EUR 39,80 SFR 70,00
ISBN 3-7757-9092-6


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Daten zu Duane Hanson:

- Biennale Venedig 2013

- daad Stipendiat

- Flick Collection

- Frieze LA 2019

- Galerie Perrotin

- Sammlung F.C. Flick

Weiteres zum Thema: Duane Hanson



Shopping - Kunst und Konsum im 20. Jahrhundert


»Shopping« meint mehr als bloßen Warenerwerb. Das Bummeln, Betrachten, Auswählen, Einkaufen und Konsumieren von Waren ist im 20. Jahrhundert längst zu einem wichtigen Teil urbanen Lebens geworden. Shopping ist ein wesentliches Ritual des öffentlichen Lebens, durch das Identität geschaffen und transformiert wird. Seit Walter Benjamins Beschreibung des Flaneurs in den Passagen von Paris im 19. Jahrhundert sind die komplexen Wechselwirkungen zwischen Warenpräsentation und Konsum zu einem Thema geworden. Der Band »Shopping« widmet sich zum ersten Mal umfassend dieser Thematik. Er dokumentiert und analysiert die Faszination bildender Künstler, Architekten und Filmemacher mit den immer raffinierteren Mitteln der Verführung zum Konsum in Schaufenstern, Warenhäusern und Einkaufspassagen.
Ausgiebig illustriert das Buch die Wechselwirkung zwischen Kunst und Konsum mit Werken von Eugène Atget, Berenice Abbott, Walker Evans, Claes Oldenburg, Andy Warhol, Roy Lichtenstein, Christo, Duane Hanson, Barbara Kruger, Jeff Koonss, Andreas Gursky und vielen anderen. Mit Beiträgen von international renommierten Autoren, legt das von Christoph Grunenberg und Max Hollein herausgegebene Buch eine facettenreiche Grundlage für die Diskussion über dieses uns allen so teure Thema. (Englische Ausgabe lieferbar ISBN 3-7757-1214-3)

Ausstellungen: Schirn Kunsthalle, Frankfurt/Main 24.9.-7.12.2002, Tate Liverpool 20.12.2002-23.3.2003



Shopping
Kunst und Konsum im 20. Jahrhundert
Hrsg. Christoph Grunenberg, Max Hollein
Deutsch
272 S., 330 farbige Abb.,
28,50 cm x 25,40 cm
gebunden
EUR 39,99 SFR 70,00
ISBN 3-7757-1213-5
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M Stadt - Europäische Stadtlandschaften, Kunsthaus Graz (01.10.05 - 08.01.06)


Wie auch das Programm des steirischen herbst 2005, ist die Herbstausstellung des Kunsthaus Graz dem Thema "Stadt" gewidmet. Unter dem Titel "M Stadt. Europäische Stadtlandschaften" eröffnen sich den Besucherinnen und Besuchern unterschiedliche Zugänge und Wahrnehmungsmöglichkeiten zum diesem komplexen Thema.

Stadt als Auslaufmodell
Die europäische Stadt ist auf dem besten Weg, ein Auslaufmodell zu werden. Die Veränderungsprozesse, die zuerst in den Weltmetropolen sichtbar wurden, sind nun auch in den historischen Städten des alten Kontinents eindeutig zu erkennen. Die europäische Stadt hat ihre Funktionen und Rollen neu thematisiert, indem sie als Teil eines komplexeren territorialen Systems die Funktionen politischer Selbstdarstellung, des kulturellen Konsums, des Tourismus, der Erziehung und Freizeit übernommen hat.

Diese zahlreichen urbanen Veränderungsprozesse stehen im Zentrum der Ausstellung und werden durch ein vielfältiges Repertoire künstlerischer Formen und die Zusammenarbeit von KünstlerInnen, ArchitektInnen, StadtplanerInnen, FotografInnen und DesignerInnen sichtbar und räumlich erfahrbar gemacht.

Ausstellung als Prozess
Die interdisziplinäre, intermediale Ausrichtung und daraus resultierende Pluralität machen "M Stadt" zu einem besonderen Experiment im urbanistischen Diskurs. So wie die Stadt, so entsteht auch die Ausstellung in einem kontinuierlichen Dialog-, Kommunikations- und Produktionsprozess: einerseits durch die eigens für die Ausstellung produzierten künstlerischen Arbeiten und urbanen Analysen, andererseits durch die Ausstellungsgestaltung und -architektur der spanischen Architektin Marta Malé-Alemany. Ausstellungsinhalt und -architektur stehen dabei im Verhältnis gegenseitiger Abhängigkeit, wodurch sich die Ausstellung im doppelten Sinn generiert: zum einen durch die Auswahl und Positionierung der Werke, zum anderen durch die "Übersetzung" der Werkinhalte in die Form der Ausstellungsarchitektur.

6 Städte als Protagonisten
Protagonisten der Ausstellung sind die Stadt Graz selbst und die mit ihr vergleichbaren europäischen Städte Basel, Krakau, Ruhrstadt, Triest und Ljubljana. Diese Städte sind als real existierende urbane Morphologien Ausgangspunkt für Foto- und Videoporträts, künstlerische und theoretische Texte sowie die Erstellung von alternativen Kartographien, die nicht allein geographisches und demographisches Material wiedergeben, sondern die räumlichen und sozialen Auswirkungen der Veränderungsprozesse zum Thema haben.

6 Begriffe als Interpretationsansätze
In den beiden großen Räumen des Kunsthaus Graz (Space01 und Space02) erwartet die BesucherInnen eine lose angeordnete topographische Struktur mit sechs großen thematischen Eckpfeilern: "Euro-Sprawl", "Shopping", "Natur und Landschaft", "Migration", "No-Visions" und "Mapping". Für jeden einzelnen Bereich fungieren ein/e Künstler/in oder Theoretiker/in als Ideenlieferant und Impulsgeber und liefert das Konzept.

Teilnehmende KünstlerInnen (Vorläufige Liste)
Thomas Baumann, Chris Burden, Hans-Peter Feldmann, Sylvie Fleury, Masaki Fujihata, Carlos Garaicoa, Dan Graham, Andreas Gursky, Duane Hanson, Deborah Ligorio, Werner von Mutzenbecher, Julian Opie, Kyon Park, Marjetica Potrc, Gerhard Richter, Wilhelm Sasnal, Osservatorio Nomade, Gavin Turk.

ArchitektInnen, DesignerInnen und StadtplanerInnen
Aldo Cibic, Vicente Guallart, Richard Ingersoll mit Citylab, Bart Lootsma, Stiletto, Paola Viganò mit Studio 05.

Kurator: Marco De Michelis
(Presse / Kunsthaus Graz)

Abbildung: Julian Opie, Escaped Animals, 2000 Aluminium, Farbe, Vinyl und Stahl; Dimensionen variabel, Courtesy of the Artist and Lisson Gallery, London

Öffnungszeiten: Di-So 10:00-18:00 Uhr, Do 10:00-20:00 Uhr

Kunsthaus Graz, Lendkai 1, 8020 Graz, www.kunsthausgraz.at





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