Loretta Lux »... auf dem Sprung zum Shooting Star der Szene.« Handelsblatt

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Eingabedatum: 27.04.2005

bilder

»Meine Fotografien handeln von Kindheit und Verlorenheit in der Welt als existenzielle Grunderfahrung des Menschen«, so kommentiert Loretta Lux selbst ihre Porträts, mit denen sie zuletzt in New York und Amsterdam vielbeachtete Auftritte hatte. Für die New York Times gehören ihre Aufnahmen »zu den eigentümlichsten, überaus raffiniert manipulierten Bildern« unserer Zeit.
Die digital nachbearbeiteten Porträts der 1969 in Dresden geborenen Künstlerin irritieren den Betrachter in ihrer Unbestimmtheit zwischen Fotografie und Malerei, zwischen Traum und Realität: Die Dargestellten, meist Kinder mit Porzellanteint und manierierten Gesten, blicken uns traumwandlerisch entrückt an. Sie posieren vor schlichten Interieurs, kargen oder romantischen Landschaften, die an Ansichten alter Meister, etwa an Gemälde von Velázquez oder Runge, erinnern.
In einem aufwändigen Arbeitsprozess - von der Auswahl der Modelle und deren Kleidung, den oft selbst gemalten, farblich abgestimmten Hintergründen bis zur Nachbearbeitung am Computer - entstehen die subtil inszenierten Porträts von Loretta Lux, die in diesem Bildband erstmals in einer breiten Auswahl gezeigt werden.

Zur Künstlerin:

Loretta Lux *1969 in Dresden. 1989 Übersiedlung nach München, wenige Monate vor dem Fall der Berliner Mauer. 1990-1996 Studium der Malerei an der Akademie der Bildenden Künste, München bei Gerd Winner. Verschiedene Stipendien und Preise, darunter 2002 Bayerischer Staatsförderpreis für junge Künstler. Lebt und arbeitet in Irland.

Loretta Lux
Hrsg. Nancy Grubb, Text von Francine Prose
Deutsch
2005. 96 Seiten, 45 farbige Abb.
25,00 x 28,50 cm
gebunden
Lieferbar
€ 35,00, SFR 58,00
ISBN 3-7757-1591-6

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Daten zu Loretta Lux:

- Fondation Frances

- Hartware MedienKunstVerein (HMKV)

- Museo Reina Sofía Collection

- Solomon R. Guggenheim Collection

Weiteres zum Thema: Loretta Lux



Contenance. Fassung bewahren - Württembergischer Kunstverein Stuttgart (17.9.-13.11.05)


Die Ausstellung "Contenance. Fassung Bewahren" zeigt Fotografien und Videoinstallationen, die um die Verfassung des modernen Subjektes kreisen: um seine Verhaltensregeln, sein Begehren, seine Ängste, Konflikte und Verdrängungsleistungen. Es geht um das Modell eines bürgerlichen Selbst, dass sich im Wesentlichen über Oppositionen formiert: Zivilisation versus Wildnis, Ordnung versus Chaos, Ratio versus Emotion. Ein Modell, dem die Kontrolle über Leidenschaften gleichermaßen innewohnt wie der Ausbruch aus den Konventionen und die Regulierung der Verhältnisse, sobald sie aus den Fugen geraten sind.

Die KünstlerInnen der Ausstellung greifen die Widersprüche innerhalb dieser gesellschaftlichen Regularien auf. Sie untersuchen die Rituale und Beziehungsmuster, wie sie die Familie und andere soziale Gefüge ausprägen. Sie gehen den Effekten der Domestizierung und Disziplinierung von Natur, Mensch und Tier nach: und dies immer an den Schwellen zwischen "Fassung bewahren" und "Fassung verlieren".

Selbstbeherrschung und Kontrollverlust werden von den KünstlerInnen dabei gleichermaßen überzeichnet. Sie übertragen das Wirkliche auf das Feld des Theatralischen, Künstlichen und Konstruierten, um darin die psychischen Tiefenräume des Selbst in seinen Beziehungen zum Anderen auszuloten. Ironie und Schrecken, das Unheimliche und Vertraute, Bewusstsein und Unbewusstes durchziehen die Erzählungen der KünstlerInnen. Es ist das Widerständige, Tragische und Komische innerhalb der gesellschaftlichen Ordnung, das darüber freigesetzt wird.

Marina Abramovic / Ulay, NL
Valérie Belin, FR
Gary Carsley, AUS
Daniel Herskowitz, USA
Teresa Hubbard / Alexander Birchler, USA
Lee Se-jung, ROK
Loretta Lux, D
Frédéric Moser / Philippe Schwinger, CH
Shahryar Nashat, CH/FR
Carolina Saquel, RCH/FR

KuratorInnen: Hans D. Christ, Iris Dressler (Presse / Württembergischer Kunstverein Stuttgart)

Abbildung: Teresa Hubbard/ Alexander Birchler, House with Pool, 2004, Still

Öffnungszeiten: Di, Do-So: 11-18 Uhr; Mi: 11-20 Uhr

Württembergischen Kunstvereins Stuttgart, Schlossplatz 2,70173 Stuttgart, T: +49 (0)711-22 33 711

wkv-stuttgart.de





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