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Piet Mondrian. Die Linie - Martin-Gropius-Bau (4. 09. - 6. 12. 2015)

03.09.2015


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Piet Mondrian (1872 – 1944): Tableau I (Gemälde I) 1921 Öl auf Leinwand, 103 x 100 cm © Gemeentemuseum Den Haag, Niederlande
Piet Mondrian (1872-1944) zählt mit seinem Werk zu den Begründern der abstrakten Malerei. Er ist ein Meister der Komposition von Farbflächen. Mit seiner strengen Reduktion auf die Grundelemente der Malerei schuf er Ikonen der klassischen Moderne. Doch Mondrian begann, was weniger bekannt ist, um 1900 im impressionistischen Stil der Haager Schule zu malen, probierte verschiedene Kunststile bis die Linie, die Organisation von Bildflächen sein künstlerisches Werk dominierte. Diese Entwicklung im Werk Mondrians will die vom Gemeentemuseum Den Haag gemeinsam mit dem Martin-Gropius-Bau entwickelte Ausstellung aufzeigen.

Mit rund 50 Gemälden und Zeichnungen entsteht ein Bild von Mondrians Suche nach dem eigenen künstlerischen Weg. Es ist die erste große Mondrian gewidmete Ausstellung in Berlin seit der Eröffnungsausstellung der Neuen Nationalgalerie 1968.

Die Ausstellung zeigt eine große Auswahl an Werken des Gemeentemuseum Den Haag, das die weltweit umfassendste Sammlung von Mondrians Werken besitzt. Benno Tempel, der Direktor des Gemeentemuseum Den Haag hat dieses Vorhaben ermöglicht. Der Mondrian-Experte, Hans Janssen, Kustos am Gemeentemuseum, hat die Ausstellung kuratiert.

„Das erste, was ich in meiner Malerei veränderte, war die Farbe“, notierte Mondrian 1941. Dabei überging er, dass er bereits zuvor drastisch reduzierende Schritte in seinen Zeichnungen vorgenommen hatte, indem er schrittweise die Beziehungen und rhythmischen Strukturen zwischen vertikalen und horizontalen Linien und Elementen hervorhob. Dies übertrug sich auf seinen Umgang mit Farbe. Er entwickelte sich vom Traditionalisten zum Protagonisten der Moderne.

Piet Mondrian wird am 7. März 1872 in der Stadt Amersfoort in der Provinz Utrecht in Holland als Sohn eines Volksschullehrers geboren. In der Familie wird ein strenger Calvinismus gepflegt. Mondrian studiert an der Rijksakademie van beeldende Kunsten in Amsterdam und interessiert sich für die Maler der Haager Schule und ihre Maltechnik.

Seine Motive sind vor allem Felder, Bauernhöfe, Windmühlen und immer wieder Bäume und Flusslandschaften. Um 1905 beginnt er zu experimentieren.
An seinen Motiven erprobt er wechselnde Malstile und Maltechniken je nach Lichtmodulation: Für eine Landschaft im Sonnenlicht wählt er einen
impressionistischen Malstil, für eine im Abendlicht einen fauvistischexpressionistischen.

Kritiker werden auf ihn aufmerksam. 1910 formiert sich die Gruppe „Moderne Kunst Kring“ (Zirkel der modernen Kunst) mit den Künstlern Jan
Toorop, Jan Sluyters und Piet Mondrian. 1911 stellen sie zusammen mit französischen Avantgardekünstlern, darunter Cézanne, Braque, Picasso in der Ausstellung „Moderne Kunst Kring“ im Amsterdamer Stedelijk Museum aus.

Im selben Jahr ist Mondrian mit einer Arbeit im „Salon des Indépendants“ in Paris beteiligt. 1912 zieht er nach Paris. Der Kubismus beeinflusst ihn, wobei sein künstlerisches Interesse eher der Struktur und Organisation von Bildflächen gilt. Mondrian formuliert sein Streben „nach der Harmonie durch die Gleichwertigkeit von Linien, Farben und Flächen“. Landschaften werden schematisiert. Das Naturmotiv wird zur abstrakten Komposition; dabei setzt er die Linie mehr und mehr als Vertikale und Horizontale ein. 1913 ist er in Berlin in Herwarth Waldens Ausstellung "Erster Deutscher Herbstsalon" vertreten. 1914 besucht Mondrian seinen kranken Vater und kehrt erst nach dem Ersten Weltkrieg wieder nach Paris zurück. Er betreibt weiter die Auflösung des Figurativen. Seine Werke bezeichnet er als „Komposition“, wendet sich der Theosophie zu und nennt später seinen Stil „Neoplastizismus“.

In den 1920er und 1930er Jahren stellt er an vielen Orten aus – in Den Haag, Amsterdam, Rotterdam, Stockholm, Paris, New York, Dresden, Berlin,
Potsdam, Wien. Doch der finanzielle Erfolg lässt auf sich warten. Um zu überleben, malt er weiterhin Blumenaquarelle und übernimmt andere Auftragsarbeiten. Als Kunsttheoretiker und Mitbegründer der Künstlervereinigung „De Stijl“, die 1917 niederländische Maler, Architekten, Designer, Grafiker und Dichter gegründet hatten, verfasst Mondrian unter anderem Le Néo-Plasticisme. 1925 erscheint die Schrift in deutscher Übersetzung als Bauhausbuch Nr. 5 unter dem Titel Neue Gestaltung. Neo-Plastizismus, Nieuwe Beelding.

Mondrian arbeitet weiter an seinen 'Kompositionen', indem er sein Linienspiel bis zum Äußersten vereinfacht oder zu einer komplexen Gitterstruktur rhythmisiert und durch wenige Farbflächen ergänzt. Seine Bilder werden in Deutschland nach 1933 als entartet diffamiert, einige seiner Werke werden auf der Ausstellung „Entartete Kunst“ in München des Jahres 1937 ausgestellt. Vor den Nazis und wegen des aufkommenden Zweiten Weltkriegs zieht er 1938 nach London und 1940 weiter nach New York.

In den USA, besonders in New York stößt seine Arbeit auf großes Interesse. Viele aus Europa geflüchtete Künstler leben in den 1940er Jahren in New York. Neu entstehende Werke lockerte Mondrian nun mosaikartig mit Primärfarben auf und überwand so seine früheren strengen Kompositionen zugunsten einer neuen, fast musikalisch zu bezeichnenden Rhythmisierung des Motivs. Mondrian stirbt in New York am 1. Februar 1944 an den Folgen einer Lungenentzündung. Die lakonische Struktur seiner späten Bilder fand und findet ihren Niederschlag noch heute in Architektur, Mode, Werbung und Populärkultur.


Biografie Piet Mondrian

1872 Piet Mondrian wird am 7. März im niederländischen Amersfoort geboren.

1889 Er erhält das Examen zum Zeichenlehrer für Volksschulen. In Den Haag zeigt er ein Jahr später zum ersten Mal zwei Werke auf der
„Triennale von Werken lebender Meister“.

1892-1896 Er wird Mitglied der Künstlervereinigung „Kunstliefde“ in Utrecht. Er erhält ein zweijähriges Stipendium für ein Studium in Amsterdam an der „Rijksakademie van beeldende kunsten“.

1897 Die Mitgliedschaften in den Künstlervereinigungen „St. Lucas“ und „Arti et Amicitiae“, letzterer er schon 1894 beigetreten war,
ermöglichen es Mondrian, seine Werke erstmals in Amsterdam auszustellen.

1899 Mondrian schließt Freundschaft mit Simon Maris, Sohn von Willem Maris, einem Hauptvertreter der Haager Schule. Zusammen malen sie in der ländlichen Umgebung Amsterdams. Mondrian hält sich 1904 über ein Jahr lang in Uden in der südlichen Provinz Brabant auf und verbringt neben dem Malen und Zeichnen Zeit mit seinem Freund Albert P. van den Briel.

1905-1907 Zurückgekehrt nach Amsterdam hält sich Mondrian auch in den nächsten zwei Jahren auf dem Land auf, um Motive für seine Landschaftsbilder zu finden.

1908 Im Mai werden in der Ausstellung der Amsterdamer Künstlervereinigung „St. Lucas“ neoimpressionistische Werke von Jan Toorop und Jan Sluijters zusammen mit vier Abendlandschaften von Mondrian gezeigt.

1909 Im Januar ist die erste große Retrospektive mit Werken von Cornelis Spoor, Jan Sluijters und Mondrian im Stedelijk Museum, Amsterdam, zu sehen. Mondrian erneuert die Inneneinrichtung seines Ateliers erstmals umfassend: er entfernt die Möbel und Dekoration im Stil des 19. Jahrhunderts und streicht den Fußboden und die Täfelung seines Ateliers schwarz, die Wände weiß.

1910 Im Juli wird Mondrian in die Pariser Künstlervereinigung „Société des Artistes Indépendants“ aufgenommen. Der „Moderne Kunstkring“ (Kreis Moderner Kunst) wird im November gemeinsam von dem Kritiker und Maler Conrad Kickert, Mondrian und Sluijters gegründet. Die jährlich geplanten Ausstellungen sollen Werke progressiver Künstler zeigen.

1911 Von April bis Juni werden zum ersten Mal Werke Mondrians im „Salon des Indépendants“ in Paris ausgestellt – gemeinsam mit kubistischen Künstlern. Er verlässt u. a. die Künstlervereinigungen „Arti et Amicitiae“ und „St. Lucas“ und trifft Vorbereitungen für seinen Umzug nach Paris. Seine kurzzeitige Verlobung mit Greta Heijbroek löst Mondrian, um sich ganz der Kunst zu widmen. Von Oktober bis November ist die erste Ausstellung des „Moderne Kunstkring“ im Stedelijk Museum, Amsterdam, zu sehen mit Werken u.a. von Paul Cézanne, Georges Braque, Pablo Picasso, André Derain, Raoul Dufy, Henri Le Fauconnier und Mondrian.

1912-1913 Mondrian verändert die Schreibweise seines Nachnamens von „Mondriaan“ zu „Mondrian“. Mit seinen Werken im „Salon des Indépendants“ hat er großen Erfolg; sogar Guillaume Apollinaire schreibt eine positive Kritik. Mondrian wird auch in Deutschland zunehmend bekannt und kann 1913 in der Münchner Galerie „Neue Kunst“ von Hans Goltz und in Berlin auf dem „Ersten Deutschen Herbstsalon“ von Herwarth Walden ausstellen.

1914 Der Kunstgelehrte und Kritiker H.P. Bremmer ermöglicht die erste Einzelausstellung im Kunsthandel Walrecht, Den Haag, auf der Mondrian 16 Werke zeigt. Nach dem Besuch beim Vater in den Niederlanden macht der Ausbruch des Ersten Weltkriegs die Rückkehr Mondrians nach Paris unmöglich.

1915-16 Im Künstlerdorf Laren, südöstlich von Amsterdam, wo Mondrian ab 1915 lebt, lernt er verschiedene Persönlichkeiten kennen. Mit dem
Amsterdamer Immobilienmakler Salomon B. Slijper, der Mondrians Werke zu sammeln beginnt, verbindet Mondrian eine lebenslange Freundschaft. Neben Theo van Doesburg, begegnet Mondrian Bart van der Leck, dessen Flächengestaltung und Farbgebung ihn nachhaltig beeinflussen. Bremmer lässt Mondrian bis ins Jahr 1919 im Tausch gegen Bilder eine monatliche Zuwendung zukommen. Mondrian beginnt mit dem Schreiben von ersten kunsttheoretischen Schriften.

1917 Drei gerade fertiggestellte Bilder werden auf der dritten Ausstellung des „Hollandsche Kunstenaarskring“ als Triptychon gezeigt. Van
Doesburg gründet zusammen mit Mondrian, Georges Vantongerloo, Robert van’t Hoff, Jacobus Johannes Pieter Oud, Jan Wils, Bart van der Leck, Vilmos Huszár und anderen die Künstlerbewegung „De Stijl“. In der gleichnamigen Zeitschrift veröffentlicht Mondrian kapitelweise seine Schrift „De Nieuwe Beelding in de Schilderkunst“, zu Deutsch „Die Neue Gestaltung in der Malerei“.

1919 Mondrian zieht zurück nach Paris. Der Freund und Förderer Mondrians, Salomon B. Slijper, baut im Laufe der Zeit eine umfangreiche Sammlung auf, die er nach seinem Tod 1971 dem Gemeentemuseum stiftet. Mondrians neues Atelier in der 5, Rue de Coulmiers gestaltet er nach den Grundsätzen der Neuen Gestaltung; er experimentiert mit Papieren in Primärfarben und Weiß und Grau, die er an die Wand heftet und streicht die Möbel entsprechend.
1920 Gemeinsam mit van Doesburg besucht Mondrian Dada-Soirées in Paris. Mondrian schreibt nun über Tanz, Dada und Texte in experimenteller Prosa. Er hört Jazz, lernt den Charleston und veröffentlicht Essays über die Verbindung von Musik und Neuer Gestaltung.

1921 Im Februar wird die Schrift „Le Néoplasticisme; Principe Général de l’Equivalence Plastique” als erste Monografie Mondrians von der Pariser Galerie L’Effort Moderne von Léonce Rosenberg herausgegeben. Dort findet zeitgleich die Gruppenausstellung „Lesmaîtres du cubisme“ mit Mondrian, Picasso, Braque, Gris, Léger, Severini u.a. statt. Der von Mondrian geprägte Begriff des Neoplastizismus sieht eine Konzentration auf die Primärfarben sowie auf Weiß, Grau und Schwarz und waagerechte und senkrechte Linien als universelle Gestaltungsmittel vor. Im Oktober bezieht
Mondrian sein ehemaliges Atelier in der Rue du Départ 26 und gestaltet es neu nach seinen Vorstellungen.

1922 Anlässlich seines 50. Geburtstags zeigt das Stedelijk Museum, Amsterdam, im Rahmen der jährlichen „Hollandsche Kunstenaarskring-Ausstellung“ eine Werkschau Mondrians, die von Slijper organisiert wird. Um seinen Lebensunterhalt zu finanzieren, malt er auf Anraten Slijpers Aquarelle von beispielsweise Rosen oder Chrysanthemen.

1923-1924 Im Mai nimmt Mondrian mit drei Werken an der Großen Berliner Kunstausstellung im Landesausstellungsgebäude am Lehrter Bahnhof, vermutlich auf Einladung der Novembergruppe, teil. Mondrian kommt in Kontakt u.a. mit Hannah Höch, Hans Arp, El Lissitzky und Sophie Küppers.

1925 Im holländischen Pavillon der „Exposition des Arts Décoratifs“ wird die Amsterdamer Schule für Architekturstil bevorzugt ausgestellt, De
Stijl jedoch benachteiligt, weshalb van Doesburg ein Protestschreiben verfasst, das Mondrian nicht unterzeichnet. Van Doesburg streicht daraufhin Mondrians Mitgliedschaft bei De Stijl. Sophie Küppers organisiert eine Doppelausstellung mit Mondrian und Man Ray in der Kunsthandlung Kühl und Kühn, Dresden. Die Ausstellung wird, erweitert um Werke von Lissitzky, 1926 auch in der Münchner Galerie von Hans Goltz gezeigt. Ende des Jahres erscheint als Band 5 der „Bauhausbücher“ Mondrians „Neue Gestaltung. Neoplastizismus. Nieuwe Beelding“, eine Ausgabe aller wichtigen Schriften ab 1920 in deutscher Übersetzung.

1926 Im Frühjahr fotografiert Paul Delbo das Atelier Mondrians, die Fotos werden unter anderem in der Schweizer Zeitschrift „Das Werk“ veröffentlicht (1926, Heft 7; Abb. 10). Die Fotografie des Ateliers in der Rue du Départ verdeutlicht Mondrians Ziel, malerische und architektonische Formen miteinander zu verschränken. Neben den Möbelstücken und dem Fußboden sind auch die Atelierwände in Schwarz und Weiß gehalten. Sie bilden den Hintergrund für Papiere in den Primärfarben, Spiegel und Gemälde an den Wänden, die Mondrian immer wieder neu arrangiert.

1929-1931 Mondrian versöhnt sich 1929 mit van Doesburg. Mondrian verkauft Werke an Sammler, Künstler und Architekten in Amerika und der Schweiz. Van Doesburg stirbt am 7. März 1931 in Folge eines Herzanfalls in Davos, Schweiz. Mondrian verfasst eine Hommage für die letzte Sonderausgabe der Zeitschrift De Stijl, die im Januar 1932 erscheint.

1932-1936 Anlässlich seines 60. Geburtstags haben befreundete Künstler und Architekten gemeinsam die Komposition mit gelben Linien, 1933, gekauft, um es dem neugegründeten Gemeentemuseum in Den Haag zu stiften. Alfred H. Barr, Gründungsdirektor des Museum of Modern Art, New York, trifft Mondrian 1935, um seine ein Jahr später stattfindende Ausstellung „Cubism and Abstract Art“ vorzubereiten.

1937 In Deutschland beschlagnahmen die Nationalsozialisten Kunstwerke aus privaten und öffentlichen Sammlungen, darunter fallen auch zwei Werke Mondrians. Die Münchner Ausstellung „Entartete Kunst“ diffamiert zwei Werke Mondrians: „Komposition mit Gelb, Zinnober, Schwarz, Blau und verschiedenen grauen und weißen Tönen“, 1923, aus dem Provinzialmuseum Hannover und „Farbige Aufteilung“, 1928, aus dem Museum Folkwang in Essen, beide gelten heute als verschollen.

1938-1939 Die zunehmende Kriegsbedrohung veranlasst Mondrian zur Emigration. Er zieht nach London. Als im September 1939 der Krieg ausbricht, wird er gedrängt nach New York zu kommen.

1940 Mondrian reist nach New York und integriert sich in das Gesellschaftsleben der New Yorker Künstlerszene. Auf Parties wie im Café Society Downtown in Greenwich Village oder auf Hans Richters Cocktailparties trifft Mondrian auf Künstlerfreunde wie Moholy-Nagy, Giedion, Hélion, Calder, Ernst, Glarner und Varèse. Mondrian lernt den Boogie-Woogie kennen und liebt es, dazu zu tanzen.

1941-1942 Mondrian entdeckt Klebeband in den Primärfarben und in Schwarz und verwendet es für seine Kompositionen. Er beteiligt sich an vielen
New Yorker Ausstellungen, u.a. in der neu eröffneten Museumsgalerie „Art of This Century“ von Peggy Guggenheim oder der Ausstellung „Masters of Abstract Art“ in Helena Rubinsteins New Art Center New York. Von Januar bis Februar 1942 stellt er in der New Yorker Galerie von Valentine Dudensing elf Werke aus den Jahren 1934 bis 1940 aus. Im März eröffnet die Ausstellung „Artists in Exile“ in der New Yorker Galerie von Pierre Matisse, die wegen des Krieges emigrierte europäische Künstler wie Tanguy, Ernst, Chagall, Léger, Breton, Masson, Lipchitz und Mondrian vereint.

1942-1943 Mondrian beginnt im Sommer 1942 die Arbeit an zwei großen Kompositionen mit farbigen Linien, einer Raute („Victory Boogie Woogie“, 1942-44) und einer breiten Komposition („Broadway Boogie Woogie“, 1942-43).

1944 Mondrian nimmt immer wieder Änderungen an seinem letzten Gemälde „Victory Boogie Woogie“ vor, er überklebt farbige Flächen mit Karton und Klebeband, dennoch bleibt es unvollendet. Er erkrankt an einer Lungenentzündung und verstirbt am 1. Februar in New York im Alter von 72 Jahren.


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