Man Ray. Magier auf Papier - Horst-Janssen-Museum Oldenburg (27.5.-26.8.18)

27.05.2018


bilder

Man Ray, Selbstporträt, 1932, Silbergelatine Reprint, Griffelkunst © Man Ray
Trust Paris/VG Bild-Kunst, Bonn 2018

Das Horst-Janssen-Museum Oldenburg zeigt vom 27. Mai bis 26. August die neue Sonderausstellung „Man Ray. Magier auf Papier“. Man Ray, ein amerikanischer Künstler mit osteuropäischen Wurzeln, fand in Paris seine Inspiration und seine Wirkungsstätte und gelangte zu Weltruhm. Als Maler, Fotograf, Filmemacher und Objektkünstler gilt er als einer der wichtigsten Vertreter des Dadaismus und Surrealismus. „Die Ausstellung umfasst etwa 140 Werke Man Rays: Neben rund vierzig Fotografien zeigen wir auch einige seiner weniger bekannten Zeichnungen, dazu eine Auswahl druckgrafischer Arbeiten, drei grafische Folgen, sowie sechs seiner Objekte“, sagt Antje Tietken, die Kuratorin der Ausstellung.

Eine der eng mit Man Ray verbundenen Techniken – die nach ihm benannte „Rayographie“ – wird auf besondere Weise veranschaulicht, so Tietken weiter: „In einem eigens dafür gestalteten ‚Raum im Raum‘ können die Museumsgäste das Prinzip der Rayografie nachvollziehen und selbst Belichtungen vornehmen.“ Bei dieser Technik werden Gegenstände auf lichtempfindliches Fotopapier gelegt und verschiedenen Lichtquellen ausgesetzt. Die unscharfen Konturen dieser „Fotos ohne Kamera“ fanden bei den Dadaisten und später bei den Surrealisten großen Anklang. Der Dichter Jean Cocteau bezeichnete Man Ray gar als „Poeten der Dunkelkammer“. Eine weitere häufig verwendete Technik Man Rays ist die Solarisation, bei der die Fotos während des Entwicklungsprozesses ein zweites Mal belichtet werden. So entstehen suggestive Lichtränder um die einzelnen Motive.

Man Ray, geboren als Emmanuel Radnitzky, gab sich bereits 1909 seinen programmatischen Künstlernamen – eine Kombination aus „Mann/Mensch“ und „(Licht)Strahl“. Schließlich wurde er mit seinen Fotoexperimenten berühmt und wegweisend. „Man Rays Arbeiten hatten wesentlichen Einfluss auf die moderne Fotografie und die Filmgeschichte“, erklärt Dr. Jutta Moster-Hoos, Leiterin des Horst-Janssen-Museums. „In der Ausstellung werden die beiden wichtigen Kunstströmungen am Anfang des 20. Jahrhunderts, der Dadaismus und der Surrealismus, mit ihren vielfältigen Vernetzungen veranschaulicht.“ Bekannt wurden vor allem Man Rays inszenierte Porträtfotografien der künstlerischen Avantgarde im Paris der 1920er und 30er Jahre: etwa André Breton, Marcel Duchamp, Meret Oppenheim oder seine Geliebte, das Model Kiki de Montparnasse, und Lee Miller, seine Schülerin und Assistentin.

Vor allem die lebenslange Freundschaft mit Marcel Duchamp zündete immer wieder neue Ideen in Man Rays kreativer Arbeit. Er nutzte den Zufall als künstlerisches Prinzip, stellte einmal gefundene Motive und Ideen in unterschiedlichen Medien dar und schuf auch Auflagenobjekte davon. Mit Ausbruch des 2. Weltkriegs ging Man Ray zurück in die USA, wo er vor allem für große Modezeitschriften fotografierte. 1951 kehrte er nach Paris zurück, wo er häufig Ideen und Motive aus seinem Frühwerk wieder aufgriff, Variationen und Auflagen davon schuf.

Horst-Janssen-Museum Oldenburg
Am Stadtmuseum 4-8
26121 Oldenburg
horst-janssen-museum.de

Presse



Daten zu Man Ray:

Man Ray
- Art Basel 2013;
- Art Basel 2016;
- Art Basel Hong Kong, 2016;
- Art Basel Miami Beach 2013;
- art basel miami beach, 2014;
- art berlin 2017;
- Biennale of Sydney 2008;
- Boijmans Post War Collection;
- CAFAM Biennale, 2014;
- documenta 13, 2012;
- Dopplereffekt. Bilder in Kunst und Wissenschaft - Kunsthalle zu Kiel;
- MACBA COLLECTION ;
- MoMA Collection;
- Museo Reina Sofía, Collection;
- onLine - MoMA 2010;
- Sammlung Deutsche Bank, Frankfurt;
- Sammlung, Kunstmuseum Liechtenstein ;
- Solomon R. Guggenheim Collection;
- ZKM Sammlung, Karlsruhe;

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