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Gustave Caillebotte - Alte Nationalgalerie, Berlin (17.5. – 15.9.2019)

17.05.2019


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Gustave Caillebotte
Rue de Paris, temps de pluie (Straße in Paris, Regenwetter), 1877
Öl auf Leinwand, 212,2 × 276,2 cm
Art Institute of Chicago
© Charles H. and Mary F. S. Worcester Collection

Gustave Caillebotte (1848–1894) war einer der zentralen Akteure des französischen Impressionismus und gehört dennoch zu jenen Künstlern, die heute noch zu entdecken sind. Sein Ruhm gründete sich zunächst auf seine Rolle als Mäzen, während er als Maler erst spät volle Anerkennung fand.

Mit Caillebottes 1877 vollendetem Gemälde „Straße in Paris, Regenwetter“ („Rue de Paris, temps de pluie“) zieht nun eine Ikone des Impressionismus in die Alte Nationalgalerie ein. Es gilt als Hauptwerk des Künstlers und ist eines der Aushängeschilder des Art Institute of Chicago. Selten reiste das monumentale Gemälde bislang nach Europa, in Berlin ist es zum ersten Mal überhaupt zu sehen. Dass „Straße in Paris, Regenwetter“ nun hier gezeigt wird, kann als Sensation bezeichnet werden und basiert auf einer einmaligen internationalen Kooperation: Während das Art Institute of Chicago Edouard Manets „Im Wintergarten“ für eine große monographische Ausstellung ausgeliehen bekommt, erhält die Alte Nationalgalerie im Gegenzug das Meisterwerk eines Künstlers, der selbst nicht in ihrer Sammlung vertreten ist. Damit kommt das deutsche wie das US-amerikanische Publikum jeweils in den Genuss einer Ausstellung mit Seltenheitswert.

Caillebottes zukunftsweisendes Werk mit seinen nahezu lebensgroßen Figuren und der unkonventionellen Perspektive wurde 1877 auf der dritten Impressionisten-Ausstellung präsentiert und hat bis heute nichts von seiner suggestiven Anziehungskraft eingebüßt. „Rue de Paris, temps de pluie“ steht für das Neue Sehen der Impressionisten wie auch für Caillebottes Aneignung moderner urbaner Motive. Gezielt ausgewählte Studien und Vorarbeiten zu seinem Hauptwerk lassen den Werkprozess dieses untypischen Impressionisten in der Ausstellung nachvollziehbar werden.

In der Betrachtung der Malerei Caillebottes eröffnen sich neue Zugänge zum französischen Impressionismus. Nicht die rein malerische Erscheinung steht bei ihm im Vordergrund, seine Bilder bestechen durch ihre kühnen Perspektiven und konstruierten Bildräume. Insbesondere der wie zufällig wirkende Bildausschnitt und die frappierende Unmittelbarkeit der Darstellung unterstreichen hier die Modernität.

Die fokussierte Ausstellung in der Alten Nationalgalerie beleuchtet zugleich das Mäzenatentum Caillebottes. Der 1877 erst 29-Jährige war nicht nur das jüngste Mitglied der Impressionisten, sondern auch das aktivste dieser Gruppe. Als Mann von beträchtlichem Reichtum spielte er eine führende Rolle bei der Finanzierung und Organisation der ersten Gruppenausstellungen. Nicht selten verlieh er zu diesem Anlass Werke von Malerkollegen wie Renoir, Manet, Degas, Cezanne und Monet aus seiner eigenen Sammlung. Das intensive Netzwerk der Impressionisten, in dessen Mitte sich Caillebotte als Freund und Förderer befand, wird in der Ausstellung der Alten Nationalgalerie sichtbar. Die besondere Leihgabe aus Chicago lässt die hiesige Sammlung französischer Impressionisten neu lesbar werden, indem die zahlreichen Bezüge zwischen Caillebotte und seinen Mitstreitern aufgezeigt werden.

Caillebottes Schenkung seiner bedeutenden Sammlung an den französischen Staat verhalf dem Impressionismus trotz einiger Widerstände letztlich zur bis dahin ausgebliebenen Anerkennung durch öffentliche Sammlungen. In Caillebottes Wirken zeigt sich eine Parallele zu dem Hugo von Tschudis, des damaligen Direktors der Nationalgalerie, der eben dies zeitgleich durch seine Ankaufspolitik in Berlin realisierte.
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Museumsinsel Berlin, Alte Nationalgalerie
Bodestr. 1-3, 10178 Berlin-Mitte
www.smb.museum

Öffnungszeiten: Di – So 10 – 18 Uhr, Do 10 – 20 Uhr

Gustave Caillebotte. Maler und Mäzen der Impressionisten
17. Mai 2019 – 15. September 2019
Eine Sonderausstellung der Nationalgalerie – Staatliche Museen zu Berlin

Presse



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