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Erich Kuithan - Kunsthaus Stade (25.5. bis 15.9.2019)

25.05.2019


bilder

Erich Kuithan, Am Strand, 1906 © Kunstsammlung Jena

Erich Kuithan lebte und arbeitete in bewegten Zeiten: Geboren 1875 in Bielefeld, wird sein bildnerisches Schaffen von Anbeginn durch Aufbrüche in der Kunst geprägt. Sein Werk ist eng mit dem Jugendstil verbunden, auch ist er Grenzgänger zwischen deutschem Impressionismus und Expressionismus.

Facettenreich zeugt Kuithans Œuvre vom Aufbruchsgeist zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Bereits als junger Künstler interessiert er sich für Freiluftmalerei, eine Italienreise im Jahr 1900 führt hierbei zu einer wichtigen Veränderung seines Stils: der dargestellte Mensch ist bei ihm von nun an nicht länger Statist in einer Landschaft, sondern wird zum Ausdrucksträger. Hierdurch rückt Kuithan das Moment der Empfindung ins Zentrum seiner Werke. Inspiriert von humanistischen Ideen und sozialpolitischen Reformen entstehen bald auch idealistische Darstellungen. Wie Allegorien erscheinen seine Figuren und verkörpern den Aufbruch in eine befreite, naturnahe Zukunft. Der Mensch bleibt Zeit seines Lebens das Hauptmotiv in Kuithans Werk.

Auf drei Etagen zeigt das Kunsthaus Stade eine repräsentative Auswahl von rund 60 Arbeiten aus allen Schaffensphasen des Künstlers. Mit Gemälden, Zeichnungen, Druckgrafik sowie Porzellan ermöglicht die Ausstellung einen Überblick über das Werk eines wieder zu entdeckenden Künstlers des frühen 20. Jahrhunderts. Die Schau entsteht in enger Zusammenarbeit mit der Kunstsammlung Jena, die über den größten Werkkomplex des Künstlers verfügt. Begleitet wird die Ausstellung von einem umfangreichen Katalog und einem Angebot der Bildung und Vermittlung.


Erich Kuithan
Erich Kuithan (1875-1917) war ein renommierter Kunstschaffender seiner Zeit. Nach dem Studium an der Akademie der Bildenden Künste München, arbeitet er als Illustrator für Zeitschriften und Kinderbücher, ist als Maler, Grafiker und Gestalter, aber auch als Kunstlehrer tätig. Im Anschluss an einige Jahre in Berlin zieht es Kuithan 1903 nach Jena, um die dortige freie Zeichenschule zu leiten. Hier avanciert er zu einem angesehenen Künstler und Mitglied der kulturellen Gesellschaft. Er erhält Aufträge im In- und Ausland für die bildnerische Ausgestaltung öffentlicher und privater Räume. Kuithan folgt 1911 einem Ruf an die Königliche Kunstschule und zieht wieder nach Berlin. Bereits 1916 kehrt er, unheilbar erkrankt, zurück nach Jena, wo er im Alter von nur 42 Jahren stirbt.

Museen Stade | Wasser West 39 | 21682 Stade
T+49. (0) 4141 79 773 0 |
www.museen-stade.de

Presse



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