10 Mio. Euro für die Entwicklung digitaler Dialog- und Vermittlungsangebote im Kulturbereich

Januar 2021

Eingabedatum: 05.01.2021


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Neubau der Kulturstiftung des Bundes am Franckeplatz 2 in Halle (Saale) Foto: Falk Wenzel
68 Projekte werden bei der Entwicklung digitaler Dialog- und Vermittlungsangebote durch die Kulturstiftung des Bundes im Programm „dive in“ gefördert.
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Um Kultureinrichtungen [...] zu unterstützen und sie zu motivieren, mit innovativen digitalen Dialog- und Vermittlungsformaten auf die aktuelle Situation zu reagieren, hatte die Kulturstiftung des Bundes kurzfristig das antragsoffene Sonderhilfsprogramm dive in. Programm für digitale Interaktionen aus dem Programm NEUSTART KULTUR der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien Monika Grütters ausgelobt, mit dem bundesweit Kulturinstitutionen aller künstlerischen Sparten sowie Gedenkstätten, Bibliotheken, Soziokulturelle Zentren, Archive und Festivals mit Sitz in Deutschland eine Förderung von bis zu 200.000 Euro zur Entwicklung digitaler Dialog- und Vermittlungsangebote erhalten können.

Bis zum Antragsschluss am 30. September 2020 erreichten die Kulturstiftung des Bundes insgesamt 564 gültige Förderanträge. Angesichts dieser überwältigenden Antragslage stellt die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien zusätzliche Mittel in Höhe von 5 Mio. Euro aus dem Rettungs- und Zukunftspaket NEUSTART KULTUR bereit und unterstützt das Programm der Kulturstiftung des Bundes nun mit einer Gesamtfördersumme von 10 Mio. Euro.
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Auf Empfehlung einer unabhängigen Jury (Janine Burger, Leiterin Museumskommunikation, ZKM – Zentrum für Kunst und Medien Karlsruhe; Maxie Götze, Designerin, Vermittlerin und vormals Bauhaus Agentin in Weimar, David Weigend, Leiter Bildung und Partizipation, Futurium; Friedrich Kirschner, Prof. für Digitale Medien, Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch) wählte der Vorstand der Kulturstiftung des Bundes von den bis Antragsschluss eingereichten Anträgen 68 Projekte zur Förderung aus.

Bemerkenswert ist, dass die zur Förderung bewilligten Anträge nicht nur von großen Kulturinstitutionen, sondern auch von vielen mittleren und kleinen Einrichtungen wie soziokulturellen Zentren stammen, die diese Sondermittel aus dem Programm NEUSTART KULTUR nutzen möchten, um während der Pandemiezeit, aber auch danach digital den Kontakt mit dem Publikum zu gewährleisten oder zu intensivieren und neue Formate der Partizipation und Vermittlung zu erproben.

Zu den geförderten Institutionen gehören u.a. das Historische Museum in Frankfurt am Main, das Haus der Kulturen der Welt (HKW), die Galerie für Zeitgenössische Kunst in Leipzig, das NS-Dokumentationszentrum München, die Bücherhallen Hamburg sowie der Verein Second Attempt aus Görlitz, die Museen der Stadt Lüdenscheid, die KZ-Gedenkstätte Flossenbürg, die Thüringer Bachwochen, die Kleinkunstbühne K3 in Winterlingen, das Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR in Eisenhüttenstadt oder der Verein Aktion Musik / local heroes aus Salzwedel.

Nicht nur mit Blick auf die Größe und regionale Verteilung der Kultureinrichtungen, auch hinsichtlich der künstlerischen Sparten, Themenbereiche und Zielgruppen, die mit den zu entwickelnden Dialog- und Austauschformaten angesprochen sind, bezeugen die Förderprojekte eine enorme Vielfalt: So will bspw. das Krass Kultur Crash Festival / Kunstwerk e.V. aus Hamburg einen hybriden Escape Room schaffen, der es Jugendlichen ermöglicht, sich spielerisch und interaktiv mit antidiskriminierenden Haltungen auseinanderzusetzen; das Citizen Science and Arts-Projekt des BIOTOPIA-Naturkundemuseum München lädt weltweit dazu ein, Vogelstimmen aufzunehmen, die sowohl wissenschaftlichen Forschungsprojekten zur Biodiversitätsentwicklung zur Verfügung gestellt werden als auch Grundlage für interdisziplinäre künstlerische Projekte bilden sollen; der Verein Neuköllner Oper möchte mit „Opera Advantage“ die digital-experimentelle Teilhabe an einer Jahresoper in 4 Akten ermöglichen und das Deutsche Architekturmuseum in Frankfurt will gemeinsam mit verschiedenen Communities der Stadtgesellschaft, darunter Kinder und Jugendliche, basierend auf dem Spiel Minecraft eine Vision der Stadt der Zukunft entwerfen: Frankfurt 2099.

Eine Liste aller geförderten Projekte, unter:
www.kulturstiftung-des-bundes.de

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