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Verbaute Biographien - Deutsches Hutmuseum Lindenberg (19.7.-27.10.2019)

Eingabedatum: 19.07.2019


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Franz Marc (1880-1916): Original Grafik aus dem Almanach Blaue Reiter von 1914
Fotograf: Thomas Gretler
Copyright: Deutsches Hutmuseum Lindenberg


Das Deutsche Hutmuseum zeigt ab Freitag, 19. Juli 2019 die Ausstellung „Verbaute Biographien – Künstler in der NS-Zeit“. Die Ausstellung präsentiert mehr als 40 Zeichnungen, Gouachen, Graphiken und Lithografien von Künstlern wie Franz Marc, Wassily Kandinsky, Otto Dix und Werke der „Brücke“-Maler Erich Heckel, Max Pechstein und Karl-Schmidt-Rottluff. Darüber hinaus sind Arbeiten von Oskar Kokoschka, Otto Pankok, Max Kraus und Anton Kerschbaumer zu sehen. Mit der Ausstellung „Verbaute Biographien – Künstler in der NS-Zeit“ thematisiert das Deutsche Hutmuseum die Schicksale hinter den Bildern, zeichnet den Lebensweg der Künstler nach und lässt dabei die berühmten Vertreter, aber auch die Vergessenen zu Wort kommen. Die Ausstellung kommt dank Leihgabe einer hochkarätigen Privatsammlung zustande.

Die Verfemten
Wer heute Namen wie Wassily Kandinsky, Franz Marc, Käthe Kollwitz oder Otto Dix hört, hat Bilder großartiger Künstler des 19. und 20. Jahrhunderts vor Augen. Gemein ist ihnen, dass sie Vertreter oder gar Begründer wichtiger Kunstströmungen sind. In der NS-Zeit jedoch wurden sie zu den sogenannten „entarteten“ Künstlern gezählt. Expressionistische Malerei, Dadaismus, Kubismus – eigentlich jede Form moderner Kunst – wurde durch die menschenverachtende nationalsozialistische Ideologie als „entartete“ Kunst diffamiert. Neben „undeutschen“ Merkmalen in der Malweise, wurden ebenso persönliche Charakteristika gebrandmarkt oder politische oppositionelle Haltungen bestraft. Aber auch rein wirtschaftliche Faktoren konnten zur Beschlagnahmung führen; oft wurden die Bilder gewinnbringend ins Ausland verkauft. Ein Teil der Werke wurde öffentlichkeitswirksam zerstört und in Femeschauen gezeigt. Viele Werke der in der Ausstellung gezeigten Künstler waren auch Bestandteil der Ausstellung „Entartete Kunst“ von 1937 in München.

Westallgäuer Künstler in der NS-Zeit
Unter den Verfemten waren auch Westallgäuer Künstler, denen ebenfalls ein Bereich in der Ausstellung gewidmet ist. Künstler wie Netzband, Jacob und Websky stehen neben Künstlern der Blauen Reiter wie Marc und Kandinsky und „Brücke“-Maler wie Pechstein oder Erich Heckel. Gleichberechtigt daneben steht Hans Gassebner aus Blaubeuren, der zur „verschollenen Generation“ zählt: Sein künstlerischer Weg hatte gerade erst begonnen und wurde durch den nationalsozialistischen Terror gegen die freie Kunst jäh gestoppt. Nach der NS-Zeit konnten die Künstler häufig nicht mehr an Erfolge von früher anknüpfen. Diesen Biografien setzt das Deutsche Hutmuseum mit der Ausstellung „Verbaute Biographien – Künstler in der NS-Zeit“ ein Denkmal.
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Öffnungszeiten:
Di – So, 9.30 Uhr bis 17 Uhr​

Deutsches Hutmuseum Lindenberg
Museumsplatz 1
88161 Lindenberg
www.lindenberg.de


Presse



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