Internationaler Folkwang-Preis 2017 an Okwui Enwezor


Eingabedatum: 03.04.2017

Werkabbildung


Foto/ Photo: Okwui Enwezor, Foto: Andreas Gebert, 2011fullscreenbilder

Der Kurator, Kritiker und Wissenschaftler Okwui Enwezor (*1963) erhält den Internationalen Folkwang-Preis 2017. Enwezor, Künstlerischer Leiter und Geschäftsführer des Haus der Kunst in München, gehört zu den produktivsten Kuratoren und Theoretikern moderner und zeitgenössischer Kunst. Enwezor war Leiter zahlreicher wichtiger internationaler Großausstellungen wie der documenta 11 in Kassel (2002) oder der Biennale in Venedig (2015).

Dr. Ulrich Blank, Vorsitzender des Folkwang-Museumsvereins: „Sein größter Erfolg ist es, zeitgenössische Kunst jenseits des euro-amerikanischen Kanons ins internationale Bewusstsein zu bringen. Das macht ihn zu einem der weltweit einflussreichsten Kunstvermittler der letzten Jahrzehnte. Ganz im Sinne Karl Ernst Osthaus‘ “
Die Verleihung findet am 9. Oktober 2017 in festlichem Rahmen statt.

Mit dem mit 25.000 Euro dotierten Internationalen Folkwang-Preis zeichnet der Folkwang-Museumsverein e.V. seit 2010 Personen und Institutionen aus, die sich im Sinne des Museumsgründers Karl Ernst Osthaus (1874 – 1921) in besonderer Weise für die Förderung und Vermittlung von Kunst an eine breite Öffentlichkeit verdient gemacht haben.

Erstmals wurde er im Herbst 2010 an Neil MacGregor, damaliger Direktor des British Museum in London vergeben. Im Oktober 2013 erhielt ihn der Mäzen und Unternehmer Reinhold Würth und in 2015 der Kurator Hans Ulrich Obrist.

Museum Folkwang
Museumsplatz 1
45128 Essen

museum-folkwang.de

Presse










Weiteres zum Thema: Okwui Enwezor



Alle offiziellen Publikationen zur Documenta11 im Hatje Cantz Verlag


Der Hatje Cantz Verlag ist Verlagspartner der Documenta. Nachdem bereits zur documenta IX unter der Leitung von Jan Hoet und zur documenta X von Catherine David alle Begleitpublikationen im Hatje Cantz Verlag erschienen, wurden auch zur Documenta11 alle offiziellen Publikationen bei Hatje Cantz herausgegeben.

Okwui Enwezor, künstlerischer Leiter der Documenta11, hat die bedeutendste Ausstellung zeitgenössischer Kunst in fünf Plattformen unterteilt: Die ersten vier diskutieren spezifische Themen an unterschiedlichen Orten. Die fünfte Plattform ist die Ausstellung in Kassel (8. Juni - 15. September 2002). Die Publikationen der Plattformen 1 bis 4 werden Essays, Vorträge und Diskussionsbeiträge zu den jeweiligen Themen wiedergeben. Zusätzlich gibt es einen weiteren Band zum Thema "Urbane Vorstellungswelten in Lateinamerika".
Der eigentliche Ausstellungskatalog dokumentiert die vielschichtigen Recherchen für die Plattform 5, die Ausstellung in Kassel. Neben einem Essay von Okwui Enwezor gibt es Textbeiträge der Teammitglieder der Documenta11 (Ute Meta Bauer, Carlos Basualdo, Sarat Maharaj, Mark Nash, Angelika Nollert) sowie weiterer AutorInnen. Werke aller KünstlerInnen werden in zahlreichen Abbildungen dokumentiert und beschrieben. Der Kurzführer stellt in alphabetischer Reihenfolge alle beteiligten KünstlerInnen und deren Projekte vor. Darüber hinaus ist nach der Eröffnung ein Bildband zur Ausstellung geplant.


Documenta11_Plattform5
Katalog / Catalogue
620 Seiten, 600-700 größtenteils farbige Abbildungen,
25 x 30 cm, gebunden
EUR 55,-, sFr 94,-
deutscheAusgabe
ISBN 3-7757-9085-3
Titel bestellen
(englische Ausgabe
ISBN 3-7757-9086-1)


Documenta11_Plattform 5
Kurzführer / Short Guide
deutsch/englisch
260 Seiten, 153 Abb., davon 135 farbig
15,5 x 23 cm, Broschur
EUR 15,-, sFr 28,-
ISBN 3-7757-9087-X
Titel bestellen

Mehr Informationen zur Documenta11:
hatjecantz.de
documenta.de

DOCUMENTA11


Hessens Ministerin für Wissenschaft und Kunst, Ruth Wagner, hat heute anlässlich der Eröffnungspressekonferenz in Kassel die Bedeutung der Documenta11 als wichtigste Ausstellung zeitgenössischer Kunst weltweit hervorgehoben. Im Namen der Hessischen Landesregierung begrüßte die Kunstministerin mehr als 1000 Journalisten aus aller Welt, die als erste Besucher die Werke von über 100 Künstlerinnen und Künstlern in Kassel betrachten konnten. Die Ausstellung wird ab Samstag, den 8. Juni 2002, allen interessierten Besucherinnen und Besuchern offen stehen.

Kassel sei nun für 100 Tage der Ort, sich mit aktueller Kunst zu beschäftigen, sagte die Ministerin. "Künstler sind immer auch Seismographen für gesellschaftliche Entwicklungen. Deshalb wird es interessant sein zu sehen, welche Anstöße die neue documenta liefern, welche Debatten sie in Gang setzen und welche Kontroversen sie auslösen wird. Die Positionen der Kunst von heute, aber auch die Perspektiven für die Zukunft werden in den nächsten 100 Tagen in Kassel im Zentrum der Diskussion stehen." In Kassel werde nicht nur Kunst ausgestellt und dargestellt, es werde auch einen intensiven Diskurs zwischen Künstlern, Machern und Publikum geben.
Okwui Enwezor habe als Künstlerischer Leiter zusammen mit seinem Team an Co-Kuratoren die große Herausforderung angenommen, die weltweit wichtigste Ausstellung zeitgenössischer Kunst zu gestalten. Mit hohem Engagement habe er für die Kunst Maßstäbe gesetzt, die außergewöhnlich seien. Ruth Wagner gratulierte Enwezor und dem gesamten Team zu dieser documenta.



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