History Will Repeat Itself - PHOENIX Halle Dortmund (9.6.-23.9.07 )

performance
Eingabedatum: 24.05.2007



bilder

History will repeat itself. Strategien des Reenactment in der zeitgenössischen (Medien-)Kunst und Performance
...
Als Reenactment (dt. Nachstellung, Wiederaufführung) bezeichnet man ganz allgemein die historisch korrekte Nachstellung vergangener gesellschaftlich relevanter Ereignisse, wie bedeutende Schlachten oder andere historische Ereignisse. In einem "Reenactment" werden Zuschauer zu unmittelbaren Zeugen - manchmal sogar zu Teilnehmern - eines wiederholten historischen Geschehens, das sich vor ihren Augen abspielt.

In der zeitgenössischen bildenden Kunst - hier vor allem der Medienkunst und Performance - findet sich in den letzten Jahren die Strategie des Reenactment zunehmend Verwendung. So ließ beispielsweise der britische Künstler Jeremy Deller, Turner-Preisträger 2004, für seine Arbeit "The Battle of Orgreave" (2001) eine gewaltsame Auseinandersetzung zwischen Bergarbeitern und Polizisten aus dem Jahr 1984 von ehemaligen Teilnehmern und Laien-Darstellern nachstellen.

"History will repeat itself" stellt die Positionen und Strategien von 23 internationalen Künstlerinnen und Künstlern vor. Im Unterschied zu populärkulturellen Reenactments, wie z.B. der Nachstellung historischer Schlachten, sind künstlerische Reenactments jedoch keine performativen Re-Inszenierungen weit zurückliegender Situationen und Ereignisse, sondern es werden solche (durchaus traumatischen) Ereignisse wiederholt, die als bedeutsam für die Gegenwart erachtet werden. Künstlerische Reenactments sind keine affirmative Bestätigung der Vergangenheit, sondern vielmehr Befragungen der Gegenwart mittels des Rückgriffs auf historische Ereignisse, die sich dem kollektiven Gedächtnis unwiderruflich eingeschrieben haben. Reenactments sind künstlerische Hinterfragungen medialer Bilder, die sich der Realität der Bilder zu versichern versuchen, gleichzeitig jedoch auf die Medienbasiertheit des kollektiven Gedächtnisses verweisen.

In Dortmund wird die Ausstellung parallel zur Documenta 12 (Kassel) und den skulptur.projekten münster in der PHOENIX Halle Dortmund stattfinden (9. Juni - 23. September 2007) und ab dem 18. November 2007 in den KW Institute for Contemporary Art, Berlin, zu sehen sein (bis einschließlich 13. Januar 2008).

Teilnehmende KünstlerInnen: Guy Ben-Ner (IL/D), Walter Benjamin (US), Irina Botea (RO), C-Level (US), Daniela Comani (IT/D), Jeremy Deller (GB), Rod Dickinson (GB), Nikolai Evreinov (RUS), Omer Fast (IL/D), Iain Forsyth & Jane Pollard (GB), Heike Gallmeier (D), Felix Gmelin (SE), Pierre Huyghe (F), Evil Knievel (US), Korpys/Löffler (D), Zbigniew Libera (PL), Robert Longo (US), Tom McCarthy (GB), Frederic Moser / Philippe Schwinger (CH), Collier Schorr (US), Kerry Tribe (US), T.R. Uthco & Ant Farm (US) und Artur Zmijewski (PL).

Konzept: Inke Arns
Kuratiert von Inke Arns und Gabriele Horn
Co-Kuratorin: Katharina Fichtner

PHOENIX Halle Dortmund
Hochofenstraße / Ecke Rombergstraße, DO-Hörde

Hartware MedienKunstVerein
Güntherstraße 65
44143 Dortmund
Telefon (0231) 823 106

hmkv.de

ch










Auf der Karte finden Sie folgende Standorte:






    Anzeige
    beuys


    Anzeige



    Anzeige



    Anzeige
    Burg Halle


    Anzeige




    Digitale Wasserspiele 2016

    In diesem Sommer schaffen zwei temporäre technisch wie künstlerisch avancierte begehbare Wasser-Installationen für die Karlsruher BürgerInnen und BesucherInnen der Stadt neue Kunsterlebnisräume weiter


    Abstract Loop

    Mit Abstract Loop zeigt das Wilhelm-Hack-Museum vom 16. Juli bis 23. Oktober 2016 eine thematische Ausstellung, die sich der Entwicklung der kinetischen, optischen und konkreten Kunst seit den 1950er Jahren widmet. weiter


    Wael Shawky

    Der ägyptische Künstler Wael Shawky (geb. 1971) erzählt die Geschichte der Kreuzzüge als verfilmtes Marionetten-theater. weiter


    Yarisal & Kublitz. Surfing the web without getting wet

    Ronnie Yarisal und Katja Kublitz haben sich zu einer intensiven Forschungsreise ins Internet aufgemacht. weiter


    Karl Schmidt-Rottluff Stipendium. Die Ausstellung 2016

    Seit 1989 und mittlerweile alle vier Jahre richtet die Kunsthalle Düsseldorf in Kooperation mit der Studienstiftung des deutschen Volkes die Preisträger-Ausstellung zum renommierten Karl Schmidt-Rottluff Stipendium aus. weiter

    Holger Liebs wird Programmdirektor bei Hatje Cantz

    Verlegerin Dr. Cristina Steingräber gewinnt den Kunsthistoriker und Journalisten Holger Liebs als Programmdirektor für Hatje Cantz. Liebs war Chefredakteur der Kunstzeitschrift Monopol ... weiter


    Ulrich Wüst - In der Stadt

    Das Cottbuser Kunstmuseum beherbergt ein größeres Konvolut an Fotografien von Ulrich Wüst (Jahrgang 1949), die bisher nur selten gezeigt wurden weiter


    Nathalie Du Pasquier

    Mit BIG OBJECTS NOT ALWAYS SILENT hat die Künstlerin und Designerin Nathalie Du Pasquier einen vielsagenden Titel für ihre erste Einzelausstellung in Österreich gewählt. weiter


    Max Regenberg: Urban Decorations – Die dekorierte Stadt

    Urban Decorations – Die dekorierte Stadt bringt uns Stadtbilder näher, mit denen wir im Grunde tagtäglich konfrontiert sind. weiter


    Gotthard Graubner. CHROMA

    Farbe ist mir Thema genug. weiter

    Rundgänge und Abolventenausstellungen an den Kunsthochschulen

    Das Semesterende naht und viele Kunsthochschulen öffnen ihre Türen. Wer sehen will, was Neues passiert, hat jetzt die Gelegenheit. Hier eine Auswahl ... weiter


    Regine Petersen. Find a Fallen Star

    Das Museum für Photographie Braunschweig präsentiert Regine Petersens Zyklus Find a Fallen Star in einer ersten musealen Einzelausstellung in Deutschland. weiter

    TOP 16 — MEISTERSCHÜLER/INNEN DER STAATLICHEN AKADEMIE DER BILDENDEN KÜNSTE KARLSRUHE

    Die insgesamt 25 aktuellen Meisterschülerinnen und Meisterschüler der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste sind von 12. Juli bis 21. August 2016 mit ihrer Ausstellung TOP 16 im Mannheimer Kunstverein zu Gast. weiter

    Catharine Czudej

    Mit SHHHHH präsentiert der Kölnische Kunstverein die erste Einzelausstellung von Catharine Czudej in Deutschland. weiter


    The Dark Side of the Moon

    There is no dark side of the moon, really. Matter of fact, its all dark. weiter