Susanne Paesler

28.1. - 5.6.2016 | Kunstmuseum Bonn, Bonn
Eingabedatum: 20.01.2016

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Ohne Titel, ca. 1994 Lack auf Aluminium 100 x 80 cm Nachlass Susanne Paeslerbilder

Zum 10. Mal jährt sich 2016 der Todestag von Susanne Paesler, der das Kunstmuseum Bonn seine erste Ausstellung des neuen Jahres widmet. Es ist zugleich die erste Überblicksausstellung der früh verstorbenen Künstlerin im Rheinland, in der gut 40 Arbeiten aus den Jahren 1991 bis 2006 zu sehen sein werden.

Susanne Paesler (1963 – 2006) gehört zu einer Künstlergeneration, der das modernistische Konzept des Bildes als Ort immer neuer, sich wechselseitig übertrumpfender Visionen fremd geworden ist. Mit nur 43 Jahren hinterließ die Berliner Malerin ein beeindruckend konzises Werk. Statt den Stilen der Vergangenheit eine weitere Ausdrucksform hinzuzufügen, diskutiert sie den Stellenwert des Kunstwerks in einer Welt bereits existierender Bilder und ästhetischer Strukturen.

Diese Haltung dokumentiert sich schon in ihren frühen Gemälden. Vordergründig kultivieren sie die geometrische Formensprache, doch weisen Muster und Farbwahl auf außerbildliche Zusammenhänge. So lassen die Bilder mal an billige Wolldecken, mal an Burlington Socken denken, also alltägliche Gebrauchsobjekte, die sie als Motiv nutzt. Statt den Stoff als Readymade auf den Keilrahmen zu spannen, kopiert sie die Muster händisch, so dass Kunst, Kunsthandwerk und Design in einen Austausch treten. Ausgehend von dieser bildkritischen Stoßrichtung ist es dann fast logisch, dass sich Paesler mit dem Motiv des Rahmens – als nun gemalter! Bildgrenze –, dem Trompe-l'OEil und der Bild-im-Bild Thematik beschäftigt. Denn ihre Gemälde sind Vexierbilder, die sich einer klaren Identität entziehen. Das zeigt sich nicht zuletzt in den Arbeiten der Jahrtausendwende, in denen sie den Stil eines Hartung oder eines Pollocks zitiert, sich Handschriften aneignet, die selber zu einem Muster der Moderne geworden sind.

Zur Ausstellung erscheint ein reich illustrierter Katalog im Snoeck-Verlag zum Preis von 20 Euro mit einem Text von Martina Dobbe und einem Interview, das Christoph Schreier mit der Hamburger Kunsthistorikerin und Paesler-Expertin Hanne Loreck geführt hat.

KUNSTMUSEUM BONN
Museumsmeile
Friedrich-Ebert-Allee 2
53113 Bonn

http://www.kunstmuseum-bonn.de

Presse





Daten zu Susanne Paesler:

- Art Basel 2013
- Galerie Barbara Weiss
- Sammlung Deutsche Bank, Frankfurt
- Sammlung zeitgenoessische Kunst der BRD

Weiteres zum Thema: Susanne Paesler



"deutsche malerei zweitausenddrei" im Frankfurter Kunstverein (15.1.-13.4.03)


Der erste Versuch einer Positionsbestimmung zur aktuellen Malerei im Jahre 2003: ab morgen, dem 13.1.03, beginnt im Frankfurter Kunstverein eine Ausstellung mit über 50 Künstlern, die sich mit Malerei auseinandersetzen. Ob die offensichtlich ungebrochene Kontinuität von Malerei und die fortdauernde Beschäftigung mit diesem Medium gesellschaftliche, ästhetische oder neue künstlerische Impulse zu geben vermag, wird die Ausstellung zeigen.

Presseerklärung / Auszug: "deutschemalereizweitausenddrei widmet sich dem in Deutschland nach wie vor populärsten Genre: der Malerei. "Was bedeutet Malerei heute?" ist eine der zentralen Fragestellungen der Ausstellung. Die verstärkte Hinwendung zur Malerei gerade auch der jüngeren Generation stellt zudem die Frage, welches Interesse jenseits formaler Kriterien sich mit diesem Medium verbindet. Gezeigt werden deshalb Positionen, die gewöhnlich in unterschiedlichen Diskursen und Ausstellungszusammenhängen verhandelt und gezeigt werden. Nicht nur figurative Positionen haben in den letzten Jahren eine "Politisierung" der Malerei vorangetrieben; auch abstraktere Positionen artikulieren eine Hinwendung zur Bestandsaufnahme des Jetzt.
...
Die Ausstellung präsentiert über 50 aktuelle Positionen vorwiegend jüngerer deutscher oder in Deutschland lebender Künstlerinnen und Künstler. Zahlreiche Arbeiten werden direkt vor Ort im Frankfurter Kunstverein als Wandmalerei realisiert.

Künstler/innen: Tomma Abts , Yesim Akdeniz Graf, Kai Althoff, Monika Baer, Frank Bauer, Dirk Bell, Ümit Bilgi, Henning Bohl, André Butzer, Thomas Eggerer, Tim Eitel, Jesko Fezer / Axel John Wieder, Lutz Fezer, Christian Flamm, Carsten Fock, Caroline von Grone, Katharina Grosse, Gabi Hamm, Sebastian Hammwöhner / Uwe Henneken / Dani Jakob / Gabriel Vormstein, KlausHartmann, Eberhard Havekost, Thilo Heinzmann, Andreas Hofer, Sergej Jensen, Johannes Kahrs, Kiron Khosla, Jutta Koether, Hendrik Krawen, Kalin Lindena, Dietmar Lutz, Antje Majewski, Bernhard Martin, Rupprecht Matthies, Jonathan Meese, Birgit Megerle, Stephan Melzl, Klaus Merkel, Stefan Müller, Martin Neumaier, Frank Nitsche, Silke Otto-Knapp, Susanne Paesler, Gunter Reski,Anselm Reyle, Thomas Scheibitz, Tilo Schulz, Andreas Schulze, Eva Schwab, Markus Selg, Torsten Slama, Johannes Spehr, Lee Thomas Taylor, Wawrzyniec Tokarski, Corinne Wasmuht, Thomas Werner, Johannes Wohnseifer, Daniela Wolfer, Katharina Wulff, Amelie von Wulffen

Kurator: Nicolaus Schafhausen, Direktor Frankfurter Kunstverein / Ko-Kurator: René Zechlin"


frankfurterkunstverein | markt 44 | 60311 frankfurt am main.
| tel: +49 (0)69 / 2193140| oeffnungszeiten di-so 11-19
fkv.de






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