Große Copley-Retrospektive

Museum Frieder Burda, Baden-Baden | 18.2.- 10.6.12
Eingabedatum: 21.02.2012

bilder

William N. Copley,Revolver and Target,1970, 81,3 x 99 cm;Acryl auf Leinwand, Courtesy of the Estate of William N. Copley/Copley LLC and Paul Kasmin Gallery, New York, © VG Bild-Kunst, Bonn 2012

Werke von William N. Copley aus fast 50 Jahren in Baden-Baden
Ob Streifen, Rauten, Karos oder Herzen, bei William N. Copley treibt der Geschlechterkampf vor bunten Mustern humorvolle Blüten. Hintersinnig setzt er seine Figuren vor ein opulentes Dekor. Vom 18. Februar 2012 bis 10. Juni 2012 präsentiert das Museum Frieder Burda eine umfassende Retrospektive des Amerikaners.
Es werden über 80 Werke des Künstlers gezeigt. Copley (1919 – 1996) war als Galerist, Künstler, Schriftsteller und Verleger seit Mitte der 1940er Jahre ein wichtiger Vermittler zwischen den Surrealisten und der Pop-Art-Bewegung und gehörte zu den eigenwilligsten Persönlichkeiten derKunstszene.
In der Tradition von Dada, Surrealismus und amerikanischer Pop-Art setzt sich William N. Copley in seinen Bildern auf ironische Weise mit dem erotischen Spiel zwischen Mann und Frau in all seinen Facetten auseinander. Auf die Frage, ob er eine Theorie über die eigene Malerei habe, antwortete Copley in einem Interview 1968: “Nein, nur scheine ich dazu verdammt zu sein, die Tragödie von Mann und Frau zu erkunden. Das ist vermutlich chaplinesk.”
Wie auch die großen Einzelausstellungen Polke, Richter und Baselitz, die im Museum Frieder Burda zu sehen waren, basiert diese Sonderausstellung auf dem Bestand der Sammlung Frieder Burda. Schon früh sammelte Frieder Burda Arbeiten von Copley und besitzt inzwischen einen großen Werkkomplex, der erstmals in seiner Gesamtheit gezeigt wird. Ergänzt wird dieser Bestand um internationale Leihgaben und Arbeiten aus dem Nachlass des Künstlers, von denen viele erstmals öffentlich zu sehen sein werden.
Copleys Leben verlief alles andere als geradlinig: Seine Eltern sind früh ums Leben gekommen, er selbst wurde 1919 auf der Schwelle eines New Yorker Hospizes gefunden. Zwei Jahre später wurde er von Ira und Edith Copley, wohlhabenden Zeitungsverlegern aus Illinois, adoptiert. Von 1932 bis 1936 besuchte Copley die Phillips Academy in Andover, Massachusetts, danach studierte er zwei Jahre an der Yale University. 1940 trat er in die US-Armee ein, ging als Soldat nach Italien und Afrika, kehrte als Reporter in die Heimat zurück und begeisterte sich für den Surrealismus. 1947 begann der Autodidakt zu malen, zuerst lediglich um seine schriftlichen Fähigkeiten zu verbessern, denn er wollte Autor werden. Ein Dichter, so Copley, müsse visuell arbeiten und ein Maler poetisch. Aus seinem Namen strich er die klangvollen Vokale, machte das unaussprechliche CPLY zum Markenzeichen und signierte damit seine Bilder.

In Los Angeles gründete er eine Galerie, um die Surrealisten bekannt zu machen, doch ohne finanziellen Erfolg. Copley kaufte im Laufe der Jahre zunehmend selbst die in seiner Galerie ausgestellten Werke und legte damit den Grundstein seiner Kunstsammlung, die sich zu einer der weltweit bedeutendsten Sammlungen surrealistischer Kunst entwickelte, mit Werken von Marcel Duchamp, Man Ray, Max Ernst, René Magritte und Yves Tanguy.
Der ungestüme Freigeist reiste viel: Seit 1951 in Paris war er mit Man Ray, Marcel Duchamp, Max Ernst und René Magritte befreundet, bevor er zehn Jahre später nach Amerika zurückkehrte, um in die New Yorker Kunstszene einzutauchen. Er pflegte Kontakt zu Christo, Roy Lichtenstein und später auch Andy Warhol.
Götz Adriani kuratiert diese umfassende Retrospektive
Diese umfangreiche Retrospektive, die vor allem auch durch eine Serie von Aquarellen, die bisher noch nie öffentlich gezeigt wurde, ein neues Licht auf die vielen Facetten des Künstlers wirft, wird von Götz Adriani kuratiert.
Adriani beschreibt Copley folgendermaßen: “Der Minimalist mit barocken Zügen hat ein Künstlerleben lang nicht nur seinen kuriosen Sujets, sondern auch einer raffiniert gesteuerten Kunstlosigkeit die Treue gehalten. Meist beließ er es bei schlagkräftigen Bildpointen und einer eher grafischen Vorgehensweise. Aus der Kombination der inhaltlichen Standards mit stark abstrahierenden Kürzeln gelang ihm eine bemerkenswerte kompositionelle und koloristische Vielfalt.”
Die letzten Jahre seines Lebens verbrachte Copley eher abgeschieden. Er malte im Wohnzimmer seines Bungalows und schipperte in einem Boot herum. 1996 starb er im Alter von 77 Jahren. Geblieben ist sein Werk: eine scharfsinnige, unterhaltsame Abbildung der Anziehungskraft zwischen Männern und Frauen.

Öffnungszeiten:
Dienstag - Sonntag 10-18 Uhr
Montag geschlossen

Museum Frieder Burda
Lichtentaler Allee 8b
D-76530 Baden-Baden

museum-frieder-burda.de

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Daten zu William N. Copley:

- Art Basel 2013
- Art Basel Miami Beach 2013
- documenta 7, 1982
- Sammlung Deutsche Bank, Frankfurt

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Abschlussbericht: ART COLOGNE feierte ihr Jubiläum


Nahezu 70.000 Besucher auf der Kunstmesse in Köln - hoher Anteil internationaler Fachbesucher - nächster Termin: Frühjahr 2007 - 2007 auch Expansion ins Ausland: ART COLOGNE PALMA DE MALLORCA vom 19. bis 23. September

"Die ART COLOGNE hat ihr Jubiläum mit einer fulminanten Messe gefeiert", lobte Jörk Rothamel, Erfurt/Frankfurt/Main: "Ein Sieg nach Punkten für die Messe am Rhein." Als "die aufregendste und gelungenste ART COLOGNE seit Jahren" bezeichnete Josep Pinya von der mallorquinischen Galerie Pelaires die diesjährige 40. Internationale Messe für moderne und zeitgenössische Kunst, die am Sonntag, 5. November 2006, endete. Diese Einschätzung teilte auch Mario Mauroner (Salzburg/Wien): "Atmosphäre stimmte, Ambiente stimmte, Umsatz stimmte. Was kann man sich noch mehr wünschen." Zur guten Stimmung trug auch der bekanntermaßen hohe Besucherandrang bei: 68.400 Kunstinteressenten haben die sechstägige Veranstaltung besucht. "Was uns in diesem Jahr besonders erfreute, war der hohe Anteil internationaler Sammler unter den Besuchern", resümierte Oliver P. Kuhrt, Geschäftsführer der Koelnmesse. Seine Aussage stützt sich auf eine vorläufige Auswertung der seit Jahren ersten Besucherbefragung durch ein neutrales Marktforschungsinstitut. Kuhrt: "Die Neukonzeption der Messe fand großen Anklang. Das bescheinigen uns die Aussteller, insbesondere aber auch die Experten unter den Besuchern."

Die Publikumsmesse war in diesem Jahr im wahrsten Sinn des Wortes eine Verkaufsmesse. Heinz Holtmann, Köln: "Wir sind richtig durchgestartet. Die bislang in Deutschland noch vorherrschende Kaufzurückhaltung ist seit dieser Messe wie weggeblasen." Fakt ist: In allen Segmenten von der gesicherten Kunst bis zur Avantgarde wurde gut umgesetzt. Diese Beobachtung bestätigt ART COLOGNE-Direktor Gérard A. Goodrow: "Unseren Recherchen nach übertreffen die diesjährigen Umsätze die 75 Millionen-Euro-Grenze - ganz vorsichtig geschätzt. Zu diesem Ergebnis trugen in hohem Maße die vielen Umsätze im Hochpreissegment bei."
Von einem "Traumergebnis" sprach der Dortmunder Galerist Wilfried Utermann: eine Reliefarbeit von Günther Ücker (150.000 Euro); Galerie Thomas, München: Otto Mueller-Aquarell (200.000 Euro); Die Galerie, Frankfurt/Main: Karel Appel-Bild (225.000 Euro); Orangerie Reinz, Köln: Antes-Bild (130.000 Euro); Schlichtenmaier, Grafenau/Stuttgart: Willi Baumeister-Bild (210.000 Euro); Benden & Klimczak, Viersen/Köln): Tom Wesselmann-Relief (1 Million Euro); Salis & Vertes, Salzburg/St. Moritz: Feininger-Bild (300.000 Euro); Galerie Löhrl, Mönchengladbach: Richter-Ölbild (100.000 Euro); Galerie Terminus, München: Baselitz-Bild (380.000 Euro), Richter-Bild (480.000 Euro), Chamberlain-Skulptur (760.000 Euro); Walter Storms, München: Scully-Bild (325.000 Euro); Hilger, Wien: Hrdlicka-Skulptur (135.000 Euro). Viele dieser Kunstwerke gingen in Sammlungen in Italien, Spanien, Korea, den Benelux-Ländern und die USA.

In der zeitgenössischen Moderne und aktuellen Kunst gab es rege Nachfrage nach Malerei, Fotografie und Skulptur. Thomas Zander, Köln: "Konzeptuelle Fotografie der 1970er Jahre erfährt eine hohe Nachfrage. Die Fotografie insgesamt, also auch die jüngeren Datums hat sich im Markt wieder stabilisiert." Dafür sprechen Zahlen: Zander verkaufte ein Foto-Konvolut Ed Ruschas (38.000 Euro) und Blätter Victor Burgins (65.000 Euro); Esther Woerdehoff, Paris: mehrere Fotos von Loan Nguyen ( je 4700 Euro); Galerie K, Oslo: zahlreiche großformatige Blätter von Axel Hütte ( 18.000-30.000 Euro); Rothamel, Erfurt/Frankfurt/M: mehrere Fotos von Hans-Christian Schink (9.000 - 11.000 Euro); L.A. Galerie, Frankfurt/Beijing: mehrere Exemplare von Peter Bialobrzeski (5.500 - 6.600 Euro); Galerie RX, Paris: ein Foto von Yuki Onodera (7.500 Euro); Knäpper+Baumgarten, Stockholm: mehrere Fotos von Helena Blomquist (3.700 - 4.000 Euro); Tanya Rumpff, Haarlem: mehrere Fotos von Sylvie Zijlmans (je 7.000 Euro); Fahnemann, Berlin: drei Fotos von Michael Wesely (14.000 - 20.000 Euro), zwei Fotos von Lina Kim (je 6.000 Euro); Heinz Holtmann, Köln: Großfoto von In Sook Kim (60.000 Euro); Mario Mauroner, Salzburg/Wien: Foto von Lois Renner (20.000 Euro).

Ähnlich begehrt wie Fotografie war Malerei, sowohl von markterprobten Künstlern als auch von Newcomern. Clemens Fahnemann, Berlin: "Die Sammler sind nicht auf bestimmte Medien festgelegt, sondern kaufen gute Kunst - egal welchem Gattungstyp sie angehört." Der Berliner verkaufte mehrfach Imi Knoebels 38teilige Papierarbeit (46.000); Rothamel, Erfurt/Frankfurt/Main: mehrere Bilder von Lage Opedal (4.200 - 6.900 Euro); Figge von Rosen, Köln: Gemälde von Christian Hoischen (14.000 Euro), Ölbild von Bas de Wit (4.200 Euro); Schübbe, Düsseldorf: Bild von Matthias Köster (21.500 Euro) und Bild von Yury Kharchenko (11.500 Euro); Peter Thedden, Düsseldorf: Arbeiten von Bernd Ikemann (1.500 - 1.800 Euro), Andrea Bender (6.000 Euro) und Klaus Geigle (1.200 - 6.400 Euro); Schmidt Maczollek, Köln: Bilder von David Reed (50.000 Euro), Richard Allen Morris (2.800 - 6.000 Euro); Sebastian Fath Contemporary, Mannheim: mehrer Arbeiten von Joachim Grommek (2.800 - 5.000 Euro); Gisela Capitain, Köln: Gummibild von Martin Kippenberger (400.000 Euro), Bild von Uwe Henneken (13.000 Euro); Mauroner, Salzburg/Wien: ein Bild des Biennale-Teilnehmers 2007 Herbert Brandl (27.000 Euro), Bild von Jakob Gasteiger (14.000 Euro), Kollage von Carmen Calvo (20.000 Euro); Beck & Eggeling, Düsseldorf: fünf Arbeiten von Heribert Ottersbach 27.000 - 33.000 Euro); manus presse / Klaus Gerrit Friese, Stuttgart: zwei Ölbilder von Karin Kneffel (23.000 - 36.000 Euro), Ölbild Dieter Krieg (21.000 Euro), zwei Arbeiten von Heribert C. Ottersbach (je 23.000 Euro).

Klaus Gerrit Friese konstatierte: "Diese Messe ist der Durchbruch zu einer neuen Sammlergeneration der 30- bis 40jährigen, die keineswegs auf eine bestimmte Künstlergeneration fixiert ist." Positiv wirkte sich das auf das neu eingeführte Sonderprogramm Hidden Treasures aus. Friese vermittelte ein Ölbild des "verborgenen" Malerstars William N. Copley für 50.000 Euro. Schönewald Fine Arts, Düsseldorf, der den vom ART Committee für das Programm vorgeschlagenen Copley in einer One-Man-Show zeigte, reichte fünf Werke Copleys weiter (20.000 - 50.000 Euro). Anne Lahumière, Paris, setzte sich für den "stillen Star" Auguste Herbin ein (20.000 Euro). Margarete Roeder, New York, die eine Zeichnung von Fred Sandback verkaufte (17.000 Euro), lobte Organisation und Outfit der messe. Roeder: "Incredible improvement!"
"Malerei hat immer Konjunktur, wenn sie gut ist", so der Münchner Hans Maulberger. Der Informel-Experte trennte sich von Hauptwerken Dahmens, Thielers und Sonderburgs (bis 60.000 Euro); Strelow, Düsseldorf: drei Bilder von Norbert Tadeusz (20.000 - 30.000 Euro), Emil Schumacher (85.000 Euro); Guy Pieters, Knokke-Heist: drei Villeglé-Collagen (17.500 - 45.000 Euro); Samuelis Baumgarte, Bielefeld: Heinz Mack (60.000 Euro); Neher, Essen: Papierarbeiten von Ernst Wilhelm Nay (bis 68.000 Euro).

"Skulptur hat einen festen Platz in Köln und immer ihre treuen Kunden",findet Gerhard F. Reinz von der Kölner Galerie Orangerie Reinz. Er verweist stolz auf seine Verkäufe: zehn Skulpturen von Dietrich Klinge (bis 22.000 Euro), fünf Skulpturen von Michael Croissant (bis 18.000 Euro); Oriol, Barcelona: César-Objekt (45.000 Euro); von Bartha, London: zwei Skulpturen von Julia Mangold (10.000 - 20.000 Euro); Edith Wahlandt, Stuttgart: drei Kricke-Skulpturen (65.000 - 80.000 Euro); Christian Nagel, Köln/Berlin: Zobernig-Installation (50.000 Euro); Capitain, Köln: Bodenskulptur von Georg Herold (9.000 Euro); Knäpper + Baumgarten, Stockholm: zwei Skulpturen von Linnéa Jörpeland (3.500 - 4.300 Euro).

Als "anregenden Wettbewerb unter uns Galeristen und unter unseren Künstlern" klassifiziert Gerhard Hofland von der Amsterdamer Galerie Aschenbach & Hofland den kuratierten offenen Ausstellungsbereich Open Space. Die Galerie verkaufte drei Bilder von Michael Kirkhan (5.000 - 17.000 Euro); Daniel Buchholz, Köln: eine Video-Installation von Matthias Poledna (25.000 Euro).
Von der anregenden, kommunikativen Atmosphäre des Open Space profitierten auch die anliegenden Messeteilnehmer. So verkaufte u.a. Aurel Scheibler, Berlin, vom Messeneuling Peter Stauss die gesamte Präsentation (9.000 - 18.000 Euro).

Gewohnt erfolgreich waren auch die New Talents, die von ihren Galerien auf der ART COLOGNE 2006 vorgestellt wurden: Max Regenberg bei Thomas Zander, Köln: Konvolut von Fotos (25.000 Euro); Jorinde Voigt bei Fahnemann Projects, Berlin: 14 Zeichnungen à 4.000 Euro; Julian Faulhaber bei Lothar Albrecht, Frankfurt/Main: Farbfotos (2.900 - 4.600 Euro); Sandra Mann bei Stefan Röpke, Köln/Madrid: rund 20 Mobiles (à 250 Euro).

Stellvertretend für seine über 180 Kolleginnen und Kollegen bilanziert Christian Nagel, Köln: "Aller Skepsis zum Trotz ist die Messe hervorragend gelaufen. Wir haben alle gute Geschäfte gemacht und gute Gespräche geführt. Im kommenden Frühjahr geht es weiter aufwärts." Die 40. Ausgabe der ART COLOGNE erwies, was Ministerpräsiden Jürgen Rüttgers bei der Verleihung des ART COLOGNE-Preises an Kunstmarktbegründer Rudolf Zwirner im Historischen Rathaus zu Köln betonte: "Die ART COLOGNE ist die wirtschaftlich stärkste Kunstmesse in Deutschland in der bundesweit dichtesten Galerienlandschaft."

Neuer Termin im Frühjahr
Die nächste ART COLOGNE findet bereits im kommenden Frühjahr statt: Sie läuft vom 18. bis 22. April 2007 in den Hallen 4 und 5 des Kölner Messegeländes. Vernissage: 17. April 2007.

Premiere der ART COLOGNE Palma de Mallorca im Herbst 2007
Die ART COLOGNE Palma de Mallorca feiert ihre Premiere im Terminal A des Flughafens von Palma de Mallorca vom 19. bis 23. September 2007.

Mit freundlichen Grüßen
Presseteam Kunst & Kultur
Dirk Mangold Stephanie Kickum
Koelnmesse GmbH, Messeplatz 1, 50679 Köln, Deutschland
Telefon: + 49 221 821-2907 + 2246,
Telefax: + 49 221 821-2181

40 Jahre Sammlung - 10 Jahre Museum Frieder Burda


In Kooperation mit dem benachbarten privaten Museum Frieder Burda präsentiert die Kunsthalle Baden Baden zu dessen 10 jährigem Bestehen eine gemeinsame Jubiläumsausstellung in beiden Häusern. Wie bei der Eröffnungsausstellung 2004 zeigt die Ausstellung wieder in gleich zwei Häusern – der neoklassizistischen Staatlichen Kunsthalle Baden-Baden von Hermann Billing sowie dem von Richard Meier eigens für die Sammlung 2004 fertig gestellten Museumsbau – verschiedene Werkgruppen aus dem umfangreichen Sammlungsbestand. Die beiden Ausstellungsteile wurden von Helmut Friedel (Staatliche Kunsthalle Baden-Baden) und Prof. Götz Adriani (Museum Frieder Burda) kuratiert.

Ausstellung im Museum Frieder Burda

Beim Ausstellungsrundgang lassen sich sowohl persönliche Lebensstationen von Frieder Burda aus den vergangenen 40 Jahren nachzeichnen als auch allgemeine Entwicklungen und Tendenzen der Malerei und Skulptur des 20. und 21. Jahrhunderts ableiten. Prägten Werke deutscher Expressionisten, etwa von Ernst Ludwig Kirchner und August Macke, die Kindheit Frieder Burdas und bilden einen Grundstock der Sammlung, weckte ein Amerikaaufenthalt in den 1970er Jahren sein Interesse für die abstrakten Expressionisten Jackson Pollock, Willem de Kooning und Mark Rothko. Die Begeisterung für amerikanische Künstler hielt in den folgenden Jahren an und wurde durch den Ankauf von Arbeiten von Künstlern wie Andy Warhol, John Chamberlain, Robert Rauschenberg, William N. Copley, Malcolm Morley, Alex Katz und Richard Estes vertieft.

Gemälde aus dem Spätwerk Pablo Picassos, mit einer besonderen expressiven Ausdruckskraft, spiegeln die Verbundenheit Frieder Burdas zu Frankreich wider und werden in der Ausstellung als ein in sich geschlossenes Konvolut gezeigt.


Ausstellung in der Staatlichen Kunsthalle Baden-Baden

Werke von Günther Uecker, Heinz Mack, Adolf Luther und Christian Maggert repräsentieren wiederum einen bedeutenden Abschnitt deutscher Nachkriegskunst-geschichte. 1958 schlossen sich die Künstler zur Gruppe ZERO zusammen und propagierten durch puristische lichtkinetische Wandobjekte einen idealistischen Neubeginn in der Kunst. Einen einzigartigen Stellenwert in der Sammlung Frieder Burda nehmen umfassende monographische Werkgruppen von Gerhard Richter, Georg Baselitz und Sigmar Polke ein, die von den 1960er Jahren bis heute datieren. Kontrapunktisch zu ZERO stehen sie für die enorme Bedeutung des Bildes und dessen Kontinuität in der deutschen Malerei der letzten 50 Jahre. Sie werden durch herausragende Gemälde von Eugen Schönebeck, Anselm Kiefer, Markus Lüpertz und Arnulf Rainer, von Neo Rauch, Herbert Brandl, Corinne Wasmuht, Karin Kneffel sowie von anderen zeitgenössischen Künstlern ergänzt. Kuratiert wird die Jubiläumsausstellung von Götz Adriani und Helmut Friedel.



Staatliche Kunsthalle Baden-Baden
Lichtentaler Allee 8a
76530 Baden-Baden
kunstalle-baden-baden.de


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