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B3 Biennale

Ernst Marow - Magie der Wirklichkeit

Retrospektive

17. Mai - 30. August 2015 | Schloss Cappenberg, Selm
Eingabedatum: 11.05.2015

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In den historischen Räumen des Schloss Cappenberg in Selm wird vom 17. Mai 2015 - 30. August 2015 die Retrospektive

"ERNST MAROW - MAGIE DER WIRKLICHKEIT"

mit mehr als 100 Öl-Bildern, Graphiken und Zeichnungen des Künstlers präsentiert.

In mehr als 50 Jahren als Maler und Graphiker hat sich Ernst Marow fundamental mit der Wirklichkeit auseinandergesetzt, diese studiert, um das Elementare der Realität in seinen Werken zu erreichen.

Aus den verschiedenen Komponenten – primär aus der Natur wie zum Beispiel den Bäumen oder den Steinen, aber auch im Portrait – stellt der Künstler eine neue Wirklichkeit her. Dabei geht es ihm in seinen Arbeiten nicht um die detailgetreue Wiedergabe des Realen, vielmehr ruft er durch die Komposition unterschiedlicher Elemente einen Kontext aus Sichtbarem und Denkbarem ins Leben, der bis an die Grenzen des Traumes reicht, ohne diese wie die Surrealisten zu überschreiten.
Die Realität ist in sich rätselhaft und traumhaft. In all den Jahren war es das Bemühen Ernst Marows, die Realität zu bestimmen, um über sie hinaus eine „andere Ebene der Realität“ sichtbar zu machen in der Wirklichkeit des „Imago“, des Bildes.

Zur Ausstellung wird das Lebenswerk Ernst Marows in Buchform unter demselben Titel der Ausstellung publiziert, die ca. 200 Seiten starke Künstlerbiographie mit zahlreichen farbigen Abbildungen seiner Werke erscheint im Mai 2015.

Das historische Ensemble Schloss Cappenberg liegt im Münsterland, nördlich von Dortmund. Das Anwesen steht auf einer Anhöhe in Selm und zählt als ein wichtiger Bestandteil westfälischer Baukunst des Barock zu den ältesten Adelsburgen in Westfalen. Schloss Cappenberg ist überdies weit über die Grenzen Deutschlands hinaus als ein bedeutender Ort der Kunst und Kultur vielfältigster Art bekannt. Von der Musik der Renaissance und des Barock in der Stiftskirche, Veranstaltungen im Schlosstheater als auch durch die Ausstellungen im Mitteltrakt werden Geschichte und Gegenwart verbunden.
Ein Trakt des Schlosses dient heute als Museum, das u.a. Ausstellungen der Stiftung Preußischer Kulturbesitz zeigt. In einem der Räume befindet sich ein Fresko des Malers Heinrich Graf Luckner - er war Lehrer von Ernst Marow.

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Künstler-Biografie: "Ernst Marow - Magie der Wirklichkeit"
ISBN 978-3-86206-477-9


Vernissage am 17. Mai 2015 ab 11.00 Uhr

„Ernst Marow – Magie der Wirklichkeit“
vom 17. Mai – 30. August 2015

Schloss Cappenberg
Schlossberg
59379 Selm-Cappenberg

http://www.kreis-unna.de/ausstellungen-und-museen/vorschau-ernst-marow.html

ernstmarow.de

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Weiteres zum Thema: Ernst Marow



Ernst Marow „Mostra personale“


Ernst Marow

Galleria360 – Florenz/Italien präsentiert: Ernst Marow „Mostra personale“ (02. Mai – 27. Mai 2014)

Mit einer großen Einzelausstellung/Retrospektive anlässlich des 80. Geburtstags des deutschen Malers und Graphikers Ernst Marow würdigt die Galleria360 in Florenz Leben und Werk des Künstlers.

Ernst Marow, 1934 in Königsberg/Neumark, dem heutigen polnischen Chojna, geboren, gelangte durch Flucht und Vertreibung 1945 nach Niedersachsen, wo er 1954 das Abitur machte. Sein Studium absolvierte der Künstler an Hochschule für Bildende Künste in Berlin bis 1959.

Im Jahr 1969 fasste Ernst Marow den Entschluss, die Wirklichkeit zu studieren entgegen der Tendenz des vorherrschenden Tachismus. Es folgte 1972 die erste Ausstellung „Realismus aus dem Küchengarten“ in der Galerie Brusberg in Hannover mit den spanischen Realisten Garcia, Lopez und Quintanilla.

Ernst Marow

Ernst Marow - ´FischerStilleben mit Zitronen II` - Gouache-Acryl auf Fabriano-Papier - 70 x 98 cm - 1991

Seitdem ist kein Jahr vergangen, in welchem Ernst Marow nicht eine oder mehrere Ausstellungen im In- und Ausland aufbauen konnte. Ausstellungen in der Villa Hammerschmidt, Wohnsitz des Bundespräsidenten in Bonn, waren so selbstverständlich wie Ausstellungen im Sprengel-Museum in Hannover oder im Berliner Martin-Gropius-Bau. Mehrere Jahrzehnte wurde er von der legendären, nunmehr aus Altersgründen geschlossenen Galerie Dieter Brusberg – der Ernst Marow 1971 auch entdeckte - in Berlin vertreten.

Das graphische Hauptwerk Ernst Marows, der Radier-Zyklus "Für Odysseus", bestehend aus 105 Kaltnadelradierungen, entstand in den Jahren 2000 - 2012. Ein Opus magnum, welches dem Künstler eine intensivste Auseinandersetzung mit dem historischen Stoff abverlangte.

Als überzeugter Realist steuert Ernst Marow sein gesamtes Leben in seinem künstlerischen Oeuvre gegen andere zeitgenössische Tendenzen in der Kunst. Die Arbeiten des Künstlers befassen sich mit den kleinsten Aspekten der Realität. Hierzu wählt er durch besondere kompositionelle Schnitte besonders geeignete Beobachtungspunkte, um einer enigmatischen und meditativen Reflexion der realen Welt Leben einzuhauchen. Seine Werke bilden eine Brücke, die als verbindendes Element zwischen den wahrnehmbaren und transzendentalen Sphären dient oder paradoxerweise „das Unsichtbare durch die Realität sichtbar macht“.

Ernst Marow

Ernst Marow - ´Aufgang` - Gouache-Acryl auf Fabriano-Papier - 65 x 93 cm - 2013

Der Maler und Graphiker Ernst Marow nutzt den künstlerischen Ausdruck als Werkzeug zur Analyse und Interpretation der Realität. Im Berlin der Nachkriegszeit und insbesondere in einer Ära der abstrakten Kunst sieht er sich als Revolutionär, der Gewohnheit und ausgetretenen Pfaden mit Leidenschaft und Entschlossenheit entgegentritt. Hinter der präzisen und prägnanten Darstellung kleinster Details, die alles andere als eine einfache Demonstration formeller Fertigkeiten oder eine simple intellektuelle Übung ist, verbirgt sich die klare Absicht, zum unsichtbaren Wesen der Dinge und ihrer verborgenen Magie vorzudringen, flüchtige Momente zu erfassen und somit die Vergänglichkeit der Zeit in der räumlichen Dimension von Gemälden festzuhalten. Diese flüchtigen Momente erscheinen als kurze verstohlene Fragmente des Lebens und werden in eine friedliche, bewegungslose, vom Fluss der Zeit getrennte Atmosphäre transponiert. Als unbefangener Augenzeuge erschafft Ernst Marow ein reales „Beobachtungsbild“ und dringt in seinen Landschaften, Stillleben und Porträts tief in das Leben ein.

Vernissage: 02. Mai 2014 um 19.00 Uhr

Galleria360 (Galleria d´arte moderna e contemporanea)
Angela Fagu & Riccardo Piagentini
Via il Prato 11R
50123 - Firenze (Italia)
Phone: +39 055 2399570 - cell.: +39 329 10 35 619 /+39 329 10 34 908

Website: www.galleria360.it
Website des Künstlers: www.ernstmarow.de

Öffnungszeiten
Di - Sa: 10:00 - 19:00
So: 15:00 - 19:00


Biographischer Überblick

1934
geboren in Königsberg / Neumark (heute Polen)
1945
Flucht nach Niedersachsen
1954
Abitur
1955 – 1959
Studium an der Hochschule für Bildende Künste Berlin

1969
Entschluss, die Wirklichkeit zu studieren gegen den vorherrschenden Tachismus

1972
erste Ausstellung in der Galerie Brusberg – Hannover
„Realismus aus dem Küchengarten“ (mit den spanischen Realisten Garcia, Lopez und Quintanilla)
„Natur in Abbild und Vorstellung“ - Ausstellung in Hannover


1973
Ausstellung in der „Villa Hammerschmidt“ in Bonn
Ausstellung im „Deutschen Künstlerbund“ in Berlin

1974
„Kunstmarkt Köln“ - Ausstellung der Galerie Brusberg
„Handzeichnungen“ ausgestellt von der Neuen Gruppe München


1976
„Aspects of Realism“ internationale Wanderausstellung (mit Köthe, Petrick und Sorge)
„Retrospektive“ im Kunstverein Mannheim (mit Volkmar Oellermann)
Reportage im ZDF über den Künstler - Film-Beitrag „Gegen den Strom“

1977
„Regenbögen für eine bessere Welt“ ausgestellt im Württembergischen Kunstverein in Stuttgart

1978
„Neue Bilder aus Niedersachsen“ ausgestellt in der Galerie Brusberg

1980
„Deutscher Künstlerbund“ Ausstellung in Hannover
Der Maler erhält für seine Werke das „Niedersächsische Künstlerstipendium“

1981
Ausstellung im Forum Kunst in Rottweil
Ausstellung im Sprengel – Museum in Hannover
Für sein Zeichnerisches Werk erhält der Künstler den „Bernhard-Sprengel-Preis“

1982
„Landschaften und Stilleben“ ausgestellt in der Galerie Brusberg – Berlin

1983
widmete das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kunst
Ernst Marow den Band 19 aus der Reihe „Niedersächsische Künstler der Gegenwart“ erschienen im Westermann-Verlag, Braunschweig

1986
„Neue Bilder“ Ausstellung im Kunstkreis Hameln

1990
Ausstellung mit Max Uhlig in der Galerie Brusberg – Berlin


1993
„Realismus Triennale“ im Martin-Gropius-Bau in Berlin

1996
„Die Kraft der Bilder“ - Europäischer Realismus

1999
„Landschaften“ ausgestellt im Kubus in Hannover

2000 – 2012
entstehen Ernst Marows 105 Radierungen zur Odyssee – Für Odysseus

2004
„Bilder und Radierungen zur Odyssee“ - Doppelausstellung im Kunstkreis Norden

2007
„Für Odysseus“ - Eine Auswahl aus den Radierungen zur Odyssee
ausgestellt in der Galerie Brusberg – Berlin

2013
„ART.FAIR Köln“ – internationale Kunstmesse im Staatenhaus am Rheinpark

2014
„Mostra personale“ in der Galleria360 in Florenz/Italien (02. – 27. Mai 2014)

Die ALBERTINA, Wien, nimmt die Radier-Suite „Für Odysseus – 107 Radierungen zur Odyssee“ in die graphische Sammlung auf

„Grafik im Dialog mit Literatur“ – Radierungen zur Odyssee im Rahmen der 33. Leipziger Grafikbörse im Museum für Druckkunst Leipzig (16.11.2014 bis 1.2.2015)

Sammlungen in Museen und im öffentlichen Besitz Albertina Museum Wien
Sprengel Museum Hannover
Neues Rathaus Hannover
Kunstsammlung des Landes Niedersachsen
Kunstsammlung des NDR Hamburg
Kunstforum Ostdeutsche Galerie Regensburg
Niedersächsische Sparkassenstiftung
Niedersächsischer Sparkassen- und Giroverband
Vereins- und Westbank AG Hannover
Allianz AG Stuttgart

Ernst Marow. Für Odysseus - 107 Radierungen zur Odyssee


Ernst Marow
"Kirke"
Radierung in Kaltnadeltechnik / handcoloriert, 2000 - 2014
Motivgröße ca. 43 x 30 cm
auf Bütten (Blattgröße ca. 55 x 40 cm)
aus der Suite ´FÜR ODYSSEUS` - 107 Radierungen zur Odyssee
Auflage 7 Exemplare, signiert, datiert und betitelt
Künstlerhanddruck


Grafik im Dialog mit Literatur – Bilder zu Worten
Vernissage: 14. 11. 2014 um 18.00 Uhr im
Museum für Druckkunst Leipzig, Nonnenstraße 38, 04229 Leipzig.


Zur Thematik „Grafik im Dialog mit Literatur – Bilder zu Worten“ wird im Rahmen der 33. Leipziger Grafikbörse eine Auswahl aus Ernst Marows Radier-Suite "Für Odysseus - 107 Radierungen zur Odyssee" im Museum für Druckkunst Leipzig präsentiert.

In diesem Jahr eröffnet die nunmehr 33. Ausgabe der „Leipziger Grafikbörse“ ab 16. November ihre Pforten.
In der Ausstellung „Grafik im Dialog mit Literatur - Bilder zu Worten“ präsentieren Künstlerinnen und Künstler aus ganz Deutschland aktuelle druckgrafische Arbeiten, die sich mit literarischen Texten unterschiedlichster Themenbereiche auseinandersetzen. Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.

Der Beitrag des Malers und Grafikers Ernst Marow zur diesjährigen „Leipziger Grafikbörse“ ist eine Auswahl von Radierungen aus seiner Radier-Suite „Für Odysseus – 107 Radierungen zur Odyssee“, dem grafischen Opus magnum des Künstlers.
Bis hin zur modernen Kunst hat das Faszinosum „Odysseus“ die Künstler beschäftigt und zu immer neuen Deutungen geführt – Odysseus als Archetyp.
Im Vergleich zu Achilleus, dem von seiner Vitalität im Kämpfen geprägten Helden der Ilias, ist Odysseus ein sehr menschlicher und sozialer Charakter – nicht das Kämpferische, aus roher Kraft und Macht Bestehende vertritt er, sondern Klugheit und Fantasie, Verantwortungsgefühl, Umsichtigkeit und Rechtlichkeit sowie Geduld und risikobedachter Mut, Mäßigkeit und Selbstbeherrschung.

Ernst Marow
"Homer - der göttliche Sänger"
Radierung in Kaltnadeltechnik, 2000 - 2014
Motivgröße ca. 43 x 30 cm
auf Bütten (Blattgröße ca. 55 x 40 cm)
aus der Suite ´FÜR ODYSSEUS` - 107 Radierungen zur Odyssee
Auflage 7 Exemplare, signiert, datiert und betitelt
Künstlerhanddruck


Marow ist ein großer Beobachter und beherrscht die Kunst der Zeichnung – so zeigt er in seinen Radierungen zur Odyssee in konsequentem Realismus die Tiefe menschlicher Beziehungen, Stimmungen und innerer Zuständlichkeiten, die über das Abbildhafte hinausweisen und dadurch zum Sinnbild werden – Odysseus, auch ein schweigend ernster Mensch, der in ständiger Hoffnung sich nach der Heimat sehnt, in tiefen Gedanken versunken. Ganz in diesem Sinne Homers sieht Marow die tiefe Menschlichkeit des Odysseus: von der Begegnung mit dem Schweinehirten Eumaios, der den bettelnden Fremden freundlich aufnimmt bis hin zur Begegnung mit Eurykleia, der Amme, die Odysseus nach langer Zeit an seiner Narbe am Bein wiedererkennt.

Ernst Marow
"Penelopeia aber weilt mit treuer, duldender Seele in Deinem Palast"
Radierung in Kaltnadeltechnik, 2000 - 2014
Motivgröße ca. 43 x 30 cm
auf Bütten (Blattgröße ca. 55 x 40 cm)
aus der Suite ´FÜR ODYSSEUS` - 107 Radierungen zur Odyssee
Auflage 7 Exemplare, signiert, datiert und betitelt
Künstlerhanddruck


Viele Jahre, von 2000 – 2014, arbeitete Ernst Marow an seiner Hommage an Odysseus, in die er auch Stationen seiner eigenen Lebensfahrt verwoben hat. Der Keim zu diesem Radier-Zyklus mit den Erlebnissen des Odysseus wurde bereits in jungen Jahren des Künstlers, als Student während seiner Wanderungen durch Griechenland gelegt. „Odysseus 2000“ nennt der Künstler daher sein Selbstbildnis – nachdenklich blickt Marow auf die Vergangenheit, in die Zukunft, Segel und Schiffsplanken sind die Metaphern für das Abenteuer Reise Leben – ist Odysseus angekommen in Ithaka?

Ernst Marow konstatiert über seine Radierungen zur Odyssee: “Von Anfang an war ich überzeugt, daß die wunderbaren Figuren jener Lebensfahrt auch heutig sind, ja, im eigenen Leben erscheinen, wirklich sind. Diese magische Gegenwart gilt es darzustellen, sie zum Leben zu erwecken, eigenständig als Bildwesen, nicht als textbegleitende Illustration, sondern parallel zum Text.“ Ein Portrait der Frau des Künstlers bildet die Gestalt der Kirke, die Nähe zur Natur und die Zauberkraft ist in der Pflanzensymbolik des Bildes zusammengefasst.

Ernst Marow, in der Neumark/Mark Brandenburg aufgewachsen, flüchtete 1945 10jährig mit seiner Mutter und drei Geschwistern nach Niedersachsen, Ölsburg bei Peine, besuchte dort das Gymnasium und legte 1954 das Abitur ab.
Danach arbeitete er zunächst als Anstreicher und Isolierer, bevor er an der Werkkunstschule Hannover ein Studium aufnahm, das er von 1956 an der Hochschule für bildende Künste in Berlin bei den Professoren Heinrich Graf Luckner, Ludwig Gabriel Schrieber und Gerhard Fietz fortführte. 1971 vom Galeristen Dieter Brusberg entdeckt, hatte Marow 1972 seine erste Einzelausstellung unter dem Titel „Realismus aus dem Küchengarten“ in der Galerie Brusberg Hannover und ist seitdem freischaffender Künstler.

Das Thema Zeichnung und Druckgrafik hat Ernst Marow seit seiner Studienzeit 1955 – 1959 an der Hochschule für bildende Künste Berlin bis heute beschäftigt – im Jahr 1972 entdeckte Galerist Dieter Brusberg Ernst Marow als Maler und Zeichner, 1981 wurde dem Künstler für sein zeichnerisches Werk im Rahmen einer Ausstellung seiner Zeichnungen im Sprengel Museum Hannover der Bernhard-Sprengel-Preis verliehen. Diese grafisch-zeichnerische Seite wurde später zu einem Schwerpunkt seines künstlerischen Schaffens, in einem Zeitraum von 14 Jahren entstand nun daraus das grafische Hauptwerk Ernst Marows – 107 Radierungen in Kaltnadeltechnik zu Homers „Odyssee“ in einer Auflage von 7 Exemplaren, Motivgröße ca. 43 x 30 cm, Künstlerhanddruck auf Bütten – Blattgröße 55 x 40 cm.

Mag dieser umfangreiche Radier-Zyklus das 20. Jahrhundert bereits überschritten haben, so gehört er seiner künstlerischen Bedeutung und seines thematischen Aspekts wegen in die Reihe der großen Homer-Illustrationen des 20. Jahrhunderts.

Zeitgleich mit dem grafischen Zyklus entstehen auch einige Bilder Öl auf Leinwand zur Odyssee, darunter auch ein großformatiges Triptychon.

Eine Auswahl Marows Radierungen zur Odyssee präsentierte im Jahr 2007 die Galerie Brusberg in Berlin, ein Gesamt-Exemplar mit 107 Radierungen nahm das ALBERTINA Museum Wien in diesem Jahr in die grafische Sammlung auf.

„Die „Leipziger Grafikbörse“ – im Jahr 1972 als erste zensurfreie Künstlerarbeitsgemeinschaft der ehemaligen DDR im Rahmen des Verbandes bildender Künstler Leipzig gegründet – widmete ihre jährliche Ausstellung zunächst der zeitgenössischen sächsischen Druckgrafik, präsentiert inzwischen nun auch Beiträge aller klassischen und neuzeitlichen Techniken originaler Druckgrafik sowie auch Kombinationen und weniger bekannte Verfahren wie Lichtdruck, Fotoradierung und Prägung zeitgenössischer Künstler aus ganz Deutschland.
Ein weiterer Themenschwerpunkt der Künstlervereinigung „Leipziger Grafikbörse“ ist die Vermittlung von Kenntnissen und Praxis traditioneller grafischer Druckkunst sowie eine Übersicht aktueller künstlerischer Beiträge der Druckgrafik zum zeitgenössischen Kunstgeschehen darzustellen. Das Engagement der Gruppe Leipziger Künstler zum Gebiet der Druckgrafik wird mittlerweile weit über die Grenzen Leipzigs und Sachsens hinaus bereits im gesamten Bundesgebiet wie auch international hoch geschätzt, aufgrund verschiedener Ausstellungen in einigen anderen europäischen Ländern wie Frankreich und Belgien wurde die „Leipziger Grafikbörse“ als ein bedeutender kultureller Beitrag bekannt.

33. Leipziger Grafikbörse
Museum für Druckkunst Leipzig
Nonnenstraße 38
04229 Leipzig

Eröffnung: 14.11.2014, 18 Uhr
Ausstellung vom 16.11.2014 bis 1.2.2015

Weiterführende Links:
druckkunst-museum.de
leipziger-grafikboerse.de/
ernstmarow.de

Illustrationen zum Odyssee-Zyklus von Ernst Marow finden Sie außerdem in folgenden Büchern von Prof. Dr. Arno Schmidt (em. Prof. für Philosophie der Philipps-Universität Marburg:
- "Die Geburt des Logos bei den frühen Griechen"
- "Das Elend des Logos - antike Philosophie nach Aristoteles"
- "Der Glanz des Logos - die Philosophie der Klassiker"
www.logos-verlag.de / ernstmarow