Vergabe des DAAD-Preises an Yelyzaveta Protopopova
Juli 26 | Hochschule für Bildende Künste - Städelschule, Frankfurt
Eingabedatum: 23.07.2026

Yelyzaveta Protopopova ist mit dem DAAD-Preis für ausländische Studierende 2026 ausgezeichnet worden. Der mit 1.000 € dotierte Preis ehrt ausländische Studierende für herausragende Leistungen und kulturelles Engagement. Agnes Wegner, die Rektorin der HGB, übergab den Preis am Freitag, 17.07.2026 im Rahmen der Diplom-Feier.
Yelyzaveta Protopopova wurde 2002 in Charkiw, Ukraine, geboren. Nach ihrem Schulabschluss am Gymnasium im Jahr 2019 begann sie ein Bachelorstudium der chinesischen Sprache und Literatur an der Nationalen Pädagogischen Universität Charkiw, das sie nach ihrem Umzug nach Deutschland infolge der russischen Invasion in der Ukraine online abschloss. 2022 kam sie nach Deutschland. An der HGB studierte sie zunächst zwei Semester in der Fachklasse Illustration bei Prof. Thomas Müller und KM Katja Schwalenberg und in der Folge bei Prof. Marion Kliesch und Prof. Maureen Mooren.
In der Begründung heißt es:
„In ihrer künstlerischen Arbeit beschäftigt sich Yelyzaveta Protopopava mit Erinnerung, Krieg, Identität und gesellschaftlicher Verantwortung. Dabei gelingt es ihr, persönliche und gesellschaftliche Themen so zu vermitteln, dass sie auch für Menschen ohne ihren Erfahrungshintergrund zugänglich und nachvollziehbar werden. Diese Verbindung von persönlicher Erfahrung, kritischer Reflexion und gestalterischer Vermittlung prägt Yelyzaveta Protopopavas Arbeiten auf eine besondere Weise und stellt eine wichtige Qualität in einem äußerst schwierigen und von hoher Emotionalität geprägten Diskurs dar. Gemein ist ihren Arbeiten das Verständnis, dass kollektive Traumata über Generationen hinweg weitergegeben werden und Teil kultureller Identität werden. Insofern fördert Yelyzaveta Protopopava das Verständnis zwischen Menschen, die sich ohne persönliches Verschulden, lediglich aufgrund ihrer Herkunft in einem Konflikt befinden und Ausgrenzungen erfahren. Sie trägt wesentlich dazu bei, innerhalb ihres Wirkungskreises an der HGB, aber auch darüber hinaus, diese Grenzen zu überwinden und Brücken der Verständigung zu bauen. Seit Jahren unterstützt Yelyzaveta Protopopava außerdem Geflüchtete als Dolmetscherin in Berliner Aufnahmezentren und hilft Menschen bei ihrer Ankunft und
Erstorientierung in Deutschland.“
Der DAAD‐Preis kann an Universitäten und Hochschulen vergeben werden, an denen mehr als 30 ausländische Studierende immatrikuliert sind. Die Auswahl der Preisträger*in liegt in der Verantwortung der jeweiligen Hochschulen. An der HGB Leipzig wird der Preis seit 2011 vergeben.
Hochschule für Grafik und Buchkunst
Academy of Fine Arts Leipzig
Wächterstr. 11 | 04107 Leipzig
www.hgb-leipzig.de
Yelyzaveta Protopopova wurde 2002 in Charkiw, Ukraine, geboren. Nach ihrem Schulabschluss am Gymnasium im Jahr 2019 begann sie ein Bachelorstudium der chinesischen Sprache und Literatur an der Nationalen Pädagogischen Universität Charkiw, das sie nach ihrem Umzug nach Deutschland infolge der russischen Invasion in der Ukraine online abschloss. 2022 kam sie nach Deutschland. An der HGB studierte sie zunächst zwei Semester in der Fachklasse Illustration bei Prof. Thomas Müller und KM Katja Schwalenberg und in der Folge bei Prof. Marion Kliesch und Prof. Maureen Mooren.
In der Begründung heißt es:
„In ihrer künstlerischen Arbeit beschäftigt sich Yelyzaveta Protopopava mit Erinnerung, Krieg, Identität und gesellschaftlicher Verantwortung. Dabei gelingt es ihr, persönliche und gesellschaftliche Themen so zu vermitteln, dass sie auch für Menschen ohne ihren Erfahrungshintergrund zugänglich und nachvollziehbar werden. Diese Verbindung von persönlicher Erfahrung, kritischer Reflexion und gestalterischer Vermittlung prägt Yelyzaveta Protopopavas Arbeiten auf eine besondere Weise und stellt eine wichtige Qualität in einem äußerst schwierigen und von hoher Emotionalität geprägten Diskurs dar. Gemein ist ihren Arbeiten das Verständnis, dass kollektive Traumata über Generationen hinweg weitergegeben werden und Teil kultureller Identität werden. Insofern fördert Yelyzaveta Protopopava das Verständnis zwischen Menschen, die sich ohne persönliches Verschulden, lediglich aufgrund ihrer Herkunft in einem Konflikt befinden und Ausgrenzungen erfahren. Sie trägt wesentlich dazu bei, innerhalb ihres Wirkungskreises an der HGB, aber auch darüber hinaus, diese Grenzen zu überwinden und Brücken der Verständigung zu bauen. Seit Jahren unterstützt Yelyzaveta Protopopava außerdem Geflüchtete als Dolmetscherin in Berliner Aufnahmezentren und hilft Menschen bei ihrer Ankunft und
Erstorientierung in Deutschland.“
Der DAAD‐Preis kann an Universitäten und Hochschulen vergeben werden, an denen mehr als 30 ausländische Studierende immatrikuliert sind. Die Auswahl der Preisträger*in liegt in der Verantwortung der jeweiligen Hochschulen. An der HGB Leipzig wird der Preis seit 2011 vergeben.
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