Newsletter -- Künstlerdatenbank ---- Textkorpus ---- Ateliers

Teile der Sammlung Grothe kommen unter den Hammer (Feb. 02)


Eingabedatum: 01.01.2002


fullscreenbilder

Der Duisburger Bauunternehmer und Immobilienkaufmann Hans Grothe hat im Laufe der Jahre eine beachtliche Sammlung an Werken deutscher Kunst nach 1945 aufgebaut, die mittlerweile rund 700 Werke umfasst und seit 1972 vom Kunstmuseum Bonn gepflegt und kuratiert wird.
Es scheint, als wolle Grothe seine Sammlung neu strukturieren, da er mit 48 Werken nahezu seine gesamte Fotokunst abstößt. Darunter neben Werken von Bernd und Hilla Becher Arbeiten von Gursky, Ruff, Struht und Thomas Demand.
Merkwürdigerweise kann sich Grothe nur von den Werken von Axel Hütte nicht trennen. Dem Künstler, der als einziger in dieses Gruppe am Markt noch nicht so hoch dotiert ist. Ein Zufall oder Preispolitik, den Teil seiner Sammlung gerade dann zu verkaufen als die Preise für Photographie auf dem Zenith stehen?
Nicht nur, dass der Zeitpunkt für den Verkauf optimal gewählt scheint, Grothe selbst soll bei den Galeristen unter der Prämisse gekauft haben, nie selbst zu verkaufen und nur auf grund dessen sind ihm Zyklen, Werkgruppen und ganze Künstlerräume überlassen worden.

Aber damit nicht genug, er rückt mit seiner Aussage er habe nur Arbeiten zur Auktion gegeben, die er entbehren könnte auch das Kunstmuseum Bonn -das die Sammlung jahrelang mit öffentlichen Geldern betreute -in ein schlechtes Licht. Sind die Werke nicht Museums-würdig oder war es die gute Marktlage, die Grothe dazu motivierte?

Die Arbeiten wurden auf vier Versteigerungen verteilt. Jeweils zwei New Yorker und zwei Londoner Auktionen. Die Ergebnisse der Londoner Frühjahrsauktionen werden noch auf sich warten lassen, aber die New Yorker Herbstauktionen weisen eine erste Tendenz. Die Photographie <Paris, Montparnasse> von Gursky erzielte mit 540 000 Dollar den höchsten Preis, der überhaupt für eine zeitgenössische Photographie gezahlt wurde. Einen weiteren Auktionsrekord gab es auch für eine Photoserie mit Hochöfen von Bernd und Hilla Becher (140 000 Dollar). Dafür schnitten seine Werk der <Nachkriegskunst> gar nicht gut ab. Von Richters vier Bildern fielen <Waldstück (Okinawa)> und <Ausschnitt (rot-blau)> ebenso wie die <Poetische Kugel> von Baseliz und der <Laterna Magica-Zyklus> von Polke gnadenlos durch.

Silke Lemmes für art-in.de

Silke Lemmes
Kunstmarkt Untersuchungenart in botAndreas Beitin übernimmt die Leitung des Kunstmuseums WolfsburgGoethe-Institut und Prince Claus Fund fördern 15 Projekte für nachhaltige KulturRalf Beil verlässt Kunstmuseum WolfsburgNadine Droste als neue Direktorin des Bielefelder KunstvereinsKünstlerische Leiterin des M.1 2019/20: Sascia BailerKulturpolitische Gesellschaft wählt neuen VorstandWir arbeiten an einem ChatbotARTBOTS - Can artificial intelligence create a work of art?Thomas Thiel wird neuer Direktor des Museums für Gegenwartskunst SiegenKunst Frauen BilderMoritz Wesseler wird neuer Direktor des Fridericianum in KasselJana Baumann neue Kuratorin im Haus der Kunst MünchenThorsten Sadowsky neuer Direktor des Museum der Moderne SalzburgVerfahrenseinstellung im Ermittlungsverfahren betreffend documenta 14Kunst- und Kulturfestival BEGEHUNGENRegina Barunke wird neue Direktorin der GAKFindungskommission für documenta 15 steht festDaniel Birnbaum verlässt Moderna Museet in StockholmNicolaus Schafhausen verlässt Kunsthalle WienElke aus dem Moore ist neue Leiterin der Akademie Schloss SolitudeNeue Geschäftsführung zur documenta 15: Dr. Sabine Schormann Franciska Zólyom als Kuratorin des deutschen Beitrags für Venedig Biennale 2019 berufen58. Venedig Biennale: Ralph RugoffUte Stuffer wird neue Direktorin des Kunstmuseums RavensburgDer Kölnische Kunstverein bekommt Nikola Dietrich als neue DirektorinUn-Curating the Archive Teil II: 1990 – 2002Neue Goethe-Zentren eröffnen in Baku und EriwanElke aus dem Moore wird neue Leiterin der Akademie Schloss Solitude


Anzeige
Responsive image


Anzeige
Responsive image


Anzeige
Responsive image