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Boris Lurie

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Stephanie Abben

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4. - 25. 07. 2015 | Kunstverein Trier Junge Kunst
Eingabedatum: 06.07.2015

Der Kunstverein Trier Junge Kunst zeigt ab dem 4. Juli 2015 in der vereinseigenen Galerie Junge Kunst Malerei von Stephanie Abben. Die Leinw├Ąnde zeigen collageartige, verworfene Bruchst├╝cke von Landschaft. Menschliche Hinterlassenschaften, Brachliegendes, ├ťberwuchertes, Vergessenes, Unbenutzbares, Zerst├Ârtes bilden eigenartig bizarre Formationen, deren Fremdartigkeit fasziniert und den Blick fesselt. Kuratoren der Schau sind J├íchym Fleig und Sebastian B├Âhm.


Stephanie Abbens Malerei kreist immer wieder um das Verh├Ąltnis zwischen Mensch und Natur. Zwar kommt der Mensch als solcher in ihren Arbeiten nicht vor, dennoch ist seine Anwesenheit sp├╝rbar durch die Spuren zivilisatorischer Eingriffe.

Menschliche Hinterlassenschaften, Brachliegendes, ├ťberwuchertes, Vergessenes, Unbenutzbares, Zerst├Ârtes bilden eigenartig bizarre Formationen, deren Fremdartigkeit fasziniert und den Blick fesselt. Die K├╝nstlerin selbst ist es, die mit wachem Blick in vermeintlich ungetr├╝bter landschaftlicher Sch├Ânheit und Urlaubsidyllen all diese Fehlstellen aufsp├╝rt und so dem Vergessen entrei├čt.

Die gesammelten Eindr├╝cke werden im Atelier kollagenartig zusammengesetzt und zu einem Gesamtbild verdichtet: scharf konturierte Elemente und filigrane Details stehen neben kalkuliert tropfender Farbe, und blinde Flecken sitzen als Leerstellen und Ruhepunkte f├╝r das Auge neben kraftvoll verdichteten chaotischen Akkumulationen von Zivilisationsm├╝ll. Stephanie Abben lenkt das menschliche Auge in seiner unterbewussten Suche nach Sch├Ânheit gerade an diese Schnittstellen der verschiedenen Ebenen. Immer wieder gibt es diese f├╝r ihr Arbeiten so charakteristischen Kipp-Momente, in denen ein zweiter Blick des Betrachters enttarnt, dass die oberfl├Ąchlich wahrgenommene ├ästhetik keine pure Harmonie in sich birgt. 5o sind diese Bilder gepr├Ągt von einer Dualit├Ąt zwischen sensibel-zur├╝ckhaltender Einf├╝hlung, manchmal nahezu irrealer Sch├Ânheit und kraftvoll-heftiger Expression. Einerseits ist die Landschaft als R├╝ckzugsort, Sehnsuchtsort in ihrer realen Gestalt Bildthema, andererseits wird aber immer wieder der eigentliche Bildgegenstand aufgel├Âst und verliert sich in reiner Abstraktion, purer Essenz der Malerei und ist als intaktes unber├╝hrtes ldyll nicht mehr zu greifen.

Stephanie Abben schafft so eine sehr gegenw├Ąrtige, ganz eigenwillige Form der Landschaftsmalerei, an der neben den kritischen Untert├Ânen des k├╝nstlerischen Konzepts die ungeheuer vitale gestalterische Kraft ihrer Malerei begeistert.



Stephanie Abben

1976 geboren in D├╝sseldorf
1997-2003 Studium der Kunstgeschichte, Philosophie und Sozialpsychologie an der Ruhr-Universit├Ąt Bochum (Magister)
2004-2009 Studium der Freien Kunst an der Staatlichen Akademie der Bildenden K├╝nste Karlsruhe bei Professor Helmut Dorner und Professor Meuser (Diplom)
2009 Studiensemester an der ├ëcole Sup├ęrieure d┬┤Art de Quimper, Frankreich
2010 Meistersch├╝lerin bei Professor Meuser
2010-2012 Dozentin an der Jugendkunstschule Karlsruhe
seit 2012 Lehrauftrag an der Freien Kunstakademie Mannheim








Galerie Junge Kunst
Karl-Marx-Stra├če 90, 54290 Trier

junge-kunst-trier.de

Presse





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