Andreas Wachter – Bilder, Plastiken

13. Mai – 29. Juli 2018 | Kunstverein Grafschaft Bentheim
Eingabedatum: 11.05.2018

Werkabbildung

Parking NY,2018, Mischtechnik auf Leinwand, 120 x 160 cm, Privatbesitz. bilder

"Nichts erklären – beleuchten" (Andreas Wachter)

Andreas Wachter gehört der Generation Leipziger Künstler an (bekannt unter Leipziger Schule), denen in den 70er Jahren die italienische Renaissancemalerei und der Manierismus wichtige Quellen für ihre Arbeit waren. Auch heute bedient Wachter sich dieser Ausdrucksmittel, um Fremdheit und Befremden an der Gegenwart auszudrücken. Beim Anblick seiner Raumszenen und Landschaften entsteht somit beim Betrachter ein Déjà-vu-Erlebnis, bei dem aber immer etwas Rätselhaftes mitschwingt. Dieser Eindruck wird durch verschlüsselte Inhalte, Zitate und Bezüge aus der Kunstgeschichte erreicht, und auch die z.B. an Caravaggio erinnernde Lichtregie sowie die punktuell gesetzte Farbigkeit verstärken diese Assoziation.
Nach 1989, der „Wende“, ist Wachter viel gereist (Italien, USA u.a.). Seine Reisen lieferten ihm Anschauungen vor Ort und somit viele neue Motive. In altmeisterlich beherrschter Lasurtechnik komponiert Wachter nun Motive aus scheinbar unterschiedlichen Zeitebenen miteinander. Kunsthistorisch tradierte Motive und Kompositionen werden etwa mit zeitgenössischen Elementen durchsetzt, aktualisiert oder ad absurdum geführt. Nicht eine Entscheidung zwischen dem „guten Alten“ und dem „schlechten Neuen“ wird formuliert, sondern die Bedeutung des Einen für das Andere erprobt.
Andreas Wachter (*1951 in Chemnitz) studierte von 1974 bis 1980 an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig bei Arno Rink (der als Wegbereiter der Leipziger Schule gilt und in seinem Frühwerk sich noch dem sozialistischen Realismus verpflichtet fühlte, sich aber zunehmend in seinen figurativen Bildern mit Mythologie, Erotik und seinen inneren Kämpfen beschäftigte) und Volker Stelzmann. Heute zählt er zu den bedeutendsten Vertretern seiner Generation der Leipziger Schule. Wachters Arbeiten sind u.a. im Museum der bildenden Künste Leipzig, in der Nationalgalerie Posen, im Puschkin Museum Moskau und der Staatsgalerie Stuttgart vertreten.

Im Kunstverein werden 19 Malereien, drei Plastiken aus bemaltem Terracotta und eine farbig gefaßte Bronzeplastik zu sehen sein. Der Schwerpunkt der Ausstellung liegt auf Arbeiten, die nach der Wende zwischen 1998 bis 2018 entstanden sind.



Kunstverein Grafschaft Bentheim
Hauptstraße 37
49828 Neuenhaus
kunstverein-grafschaft-bentheim.de
Öffnungszeiten: mi–sa 15 –18, so 11–18 Uhr

Presse











Anzeige
Atelier


Anzeige
berlin


Anzeige
karma



Jonathan Meese / Daniel Richter / Tal R - BAVID DOWIE

Unter dem Titel Bavid Dowie präsentiert das Kunsthaus auf drei Etagen farbintensive Gemälde und Skulpturen, die in einer einmaligen Zusammenarbeit im Vorfeld der Ausstellung entstanden sind. weiter


IN THE CUT - Der männliche Körper in der feministischen Kunst

Sexualität als zentrales Thema in der Kunst war bis in die 1970er Jahre vornehmlich vom männlichen Blick auf den weiblichen Körper beherrscht. weiter


Raum D: Digitale Projekte Malte Bruns

Bis zum 9. September gibt die neu initiierte Reihe „Raum D: Digitale Projekte“ Einblicke in die Praktiken junger medienkünstlerischer Positionen. weiter


Raphaela Vogel Ultranackt

Die neuen Arbeiten in dieser ersten Einzelausstellung ausserhalb ihrer deutschen Heimat entfalten eine Welt, die aufregend und dystopisch zugleich ist.
weiter


Jutta Koether Tour de Madame

Kaum eine andere Künstlerin hat unser heutiges Verständnis von Malerei und von der Kulturlandschaft seit den 1980er Jahren so entscheidend geprägt wie Jutta Koether. weiter


Jan Bräumer / Sebastian Tröger

Unter dem Titel Von vielen Möglichkeiten weiß der Dinosaurier nichts präsentiert das Kunsthaus Gemälde, Zeichnungen und Installationen von Jan Bräumer (*1970 in Darmstadt) und Sebastian Tröger (*1986 in Erlangen). weiter


Ernst Caramelle - Very angenehme Konzeptkunst

Was ist Wirklichkeit, was nur Schein? Bei den raffinierten Wandgemälden des in Tirol geborenen Künstlers Ernst Caramelle (*1952) verschwimmen diese Grenzen. In der stillen und zugleich eindrucksvollen Einzelausstellung „Very angenehme Konzeptkunst“ zeigt Marta Herford anhand von Zeichnungen, Film, „Lichtarbeiten“ sowie einer eigens für die Lippold-Galerie konzipierten Wandmalerei Caramelles gewitzte und verblüffende Konzeptkunst. weiter

Elke aus dem Moore ist neue Leiterin der Akademie Schloss Solitude

Elke aus dem Moore folgt Jean-Baptiste Joly, der die Akademie von Beginn an geleitet hat. weiter


erreger– | EIGEN frequenz

Die zweiteilige Ausstellung erreger- | EIGEN frequenz widmet sich vom 17. Mai bis 10. Juni 2018 mit Werken von Prof. Una H. Moehrke sowie von ihren Studierenden und Alumni und einem außergewöhnlichen Begleitprogramm dem Phänomen der Gabe und dem Prinzip von Impuls und Resonanz. weiter


Herr Fritz, woher stammen die Bilder? Ausstellung zur Provenienzforschung im MKK Dortmund

„Herr Fritz, woher stammen die Bilder?“ Provenienzforschung im Museum für Kunst und Kulturgeschichte Dortmund weiter

Andreas Wachter – Bilder, Plastiken

"Nichts erklären – beleuchten" (Andreas Wachter) weiter

Tatjana Doll erhält den Konrad-von-Soest-Preis 2018

Tatjana Doll, Professorin für Malerei an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe, erhält den Konrad-von-Soest-Preis. weiter


Schirin Kretschmann

Die ortsbezogenen Arbeiten von Schirin Kretschmann bestechen durch ihre Präsenz. weiter


Christine und Irene Hohenbüchler Räume im Raum

Die Künstlerinnen Christine und Irene Hohenbüchler (geb. 1964 in Wien) sind bekannt für ihre Installationen, die das Publikum im Sinne einer Multiplen Autorenschaft miteinbeziehen. weiter


Gert & Uwe Tobias

2018 endet die Steinkohleförderung und damit eine für die deutsche Geschichte der letzten 150 Jahre prägende Epoche. weiter


Ulrich Wagner. Urbane Systeme

Weiß, aber keinesfalls farblos – so präsentieren sich die Werke der Ausstellung „Weiß ist der Grund“ ab 6. Mai im Museum Ritter. Zu sehen sind rund 60 Bilder, Plastiken und Objekte aus der Sammlung Marli Hoppe-Ritter, in denen Weiß eine besondere Rolle spielt. weiter


DYSTOPIA. Zum 200. Geburtstag von Karl Marx

Anhand verschiedener künstlerischer Interventionen zeigt die Ausstellung Arbeiten von KünstlerInnen, die sich kritisch mit unserer ökonomischen und sozialen Gegenwart und deren ideellen Hintergründen auseinandersetzen. weiter


Maria Lassnig BE-ZIEHUNGEN

Maria Lassnig (1919–2014) gehört zweifellos zu den prägenden Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts; ihre körperbezogene Malerei nimmt eine für die Entwicklung der Gegenwartskunst zentrale Stellung ein. weiter

Sarah Ortmeyer FLYRT

FLYRT zeigt klassische Disziplinen der Kunst: Bildhauerei, Malerei und Film in anti-traditionellen Präsentationsformen. weiter


Ashley Hans Scheirl - Genital Economy Posing

In Ashley Hans Scheirls „life art“ steht das Hinterfragen von gesellschaftlichen Normen und Verhältnissen sowie die Weiterentwicklung des Umgangs mit der eigenen Identität und Sexualität im Zentrum ihrer oft medienübergreifenden Arbeiten. weiter