FACETUNES

26. 08. - 05. 11. 2017 | Bielefelder Kunstverein
Eingabedatum: 17.08.2017

Werkabbildung

Paolo Cirio Obscurity, 2016 Courtesy der Künstler / the artistbilder

Das natürliche Gesicht ist bis heute ein Zeichen von Individualität, persönlichem Ausdruck und Wahrhaftigkeit. Die Gesichtserkennung hat sich als Standard biometrischer Verfahren und der visuellen Datenanalyse etabliert. Gleichzeitig löst sich dieses echte Abbild des menschlichen Antlitz im Zeitalter von digitaler Bildbearbeitung, 3D-Scans und Renderings endgültig auf. Das »Face« wird zur »Surface«, die individuellen Merkmale algorithmisch geglättet. Kein soziales Netzwerk und keine Nachrichten-App, die nicht nach einem Profilbild verlangen. Das Gesicht steht zugleich in enger Verbindung zu einer politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Teilhabe. Gesichter bestimmen die Medien, sie beeinflussen Meinungen und Haltungen. Wir können unser Gesicht zeigen, aber auch verlieren.
Die Ausstellung »FaceTunes« beschäftigt sich mit den aktuellen Bedingungen des Gesichts und seiner bildlichen Darstellung innerhalb der zeitgenössischen Kunst. Präsentiert werden unter anderem Malereien, Fotografien, Collagen, Skulpturen und Installationen von insgesamt neun international arbeitenden Künstlerinnen und Künstlern. Die Ausstellung fragt nach der bedeutenden Rolle des Porträts ebenso wie nach der Akzeptanz medial-synthetischer Gesichter. Sie stellt künstlerische Perspektiven auf das menschliche Gesicht vor, die über traditionelle Vorstellungen des Porträts oder einen Selfie-Boom hinausgreifen.


Mit Beiträgen von:
Paolo Cirio, Kate Cooper, Albrecht Fuchs, Thomas Hirschhorn, Annette Kelm, Oliver Laric, Birgit Megerle, Michaela Meise und Britta Thie.


Bielefelder Kunstverein
im Waldhof
Welle 61
D-33602 Bielefeld
bielefelder-kunstverein.de

Presse








Weiteres zum Thema: Paolo Cirio



Werkleitz Festival - Halle (9. - 25.10.09)


Unter dem Titel .move - new european media art präsentiert das Werkleitz Festival 16 aktuelle Arbeiten von 21 europäischen Medienkünstlern aus 17 Ländern: Videoinstallationen, interaktive Environments, Performances und eine digitale Oper. Die Arbeiten entstanden 2008 und 2009 im Rahmen des European Media Artists in Residence Exchange Programms (EMARE)

Ausgehend vom ehemaligen DDR-Einrichtungshaus Intecta, das erstmals als Ausstellungsfläche genutzt wird, sind die Arbeiten in verschiedenen Galerien und Szene-Orten der Stadt zu sehen. Die Besucher werden aufgefordert, die Ausstellung in Spaziergängen zu erkunden.

Am Eröffnungswochenende finden neben Performances auch Künstlerpräsentationen, Konzerte, die Premiere einer Opera Digitale und Spaziergänge mit künstlerischen Audioguides statt.

Das Werkleitz Festival arbeitet zusammen mit den Partnern des European Media Art Networks (EMAN), der Hochschule für Kunst und Design Burg Giebichenstein und entsteht in Kooperation mit zahlreichen Galerien und Museen in Halle.

Das European Media Art Network wurde 2007 von vier führenden europäischen Medienkunsteinrichtungen gegründet: IMPAKT (Holland), InterSpace (Bulgarien), VIVID (Großbritannien) und Werkleitz (Deutschland). Sie vergeben jedes Jahr Produktionsstipendien an herausragende europäische Medienkünstler.

Teilnehmende Künstler:
Helene Sommer (Norwegen), Shu Lea Cheang (USA/Frankreich), Dagmar Keller & Martin Wittwer (Deutschland & Schweiz), Theo Prodromidis (Griechenland/England), Julio Soto & Scott Petill (Spanien & USA), Kurt D´Haeseleer (Belgien), Anna Molska & Krzysztof Franaszek (Polen), Thomas Köner (Deutschland), Tereza Severová, (Tschechien), Katarina Zdjelar (Serbien/ Niederlande), Nika Oblak & Primož Novak, (Slowenien), Ran Huang (China/England), Raymond Taudin Chabot (Niederlande), Don Ritter (Kanada/ Deutschland), Karen Mirza & Brad Butler (England), Paolo Cirio (Italien)

Werkleitz Gesellschaft e.V.
Schleifweg 6
D-06114 Halle (Saale)

werkleitz.de
europeanmediaart.net

global aCtIVISm


Die Ausstellung global aCtIVISm widmet sich dem – im Sinne des erweiterten Kunstbegriffs, demgemäß jeder Mensch ein Künstler ist – Feld einer neuen künstlerischen Ausdrucksform des 21. Jahrhunderts. Der „globale Aktivismus“ ist politisch inspiriert, er macht durch Aktionen, Demonstrationen und Performances im öffentlichen Raum auf Missstände aufmerksam und fordert zur Veränderung bestehender Verhältnisse auf. Anhand von Objekten, fotografischen, kinematografischen, videografischen und massenmedialen Dokumenten zeigt die Ausstellung, wie verschieden die Rolle der Kunst heute in den Weltregionen sein kann.

Die Dynamiken der modernen Demokratie begannen mit der dreiminütigen Gettysburger Rede von Präsident Abraham Lincoln 1863, die ein„government of the people, by the people, for the people“ versprach.
Mit dieser „Erfindung des Volkes“ (Edmund S. Morgan, Inventing the People. The Rise of Popular Sovereignty in England and America, 1988)steht und fällt das Konzept der Demokratie. In der amerikanischen Declaration of Independence (1776) werden den Menschen unveräußerliche Rechte garantiert, darunter „life, liberty and the pursuit of happiness“, vor allem aber, dass die Regierungen, welche diese Rechte sichern, ihre Macht nur mit der Zustimmung der Regierten erhalten (Governments [...] deriving their just powers from the consent of the governed).

Eine Demokratie lebt demzufolge von dieser Dynamik zwischen Regierung und Regierten, zwischen der Politik und dem Volk. Was aber geschieht, wenn diejenigen, die das Volk repräsentieren, die Rechte und Interessen des Volkes nicht mehr beschützen, sondern verletzen? Eine mögliche Antwort hat sich in den letzten Jahrzehnten mit der Gründung von NGOs, non-governmental organisations, gezeigt. Sie übernehmen Aufgaben wie Umweltschutz, Wahrung der Menschenrechte, usw., die ursprünglich von Regierungen wahrzunehmen wären. Eine zweite aktuelle Antwort sind die gegenwärtigen Aktivismuspraktiken, die von den BürgerInnen ausgehen, welche den Dynamiken einer demokratischen Bürgerschaft entspringen. Wie das Wort CIVIS (lat. Bürger) im Wort activism bereits zeigt, handelt es sich dabei um eine neue Form der
„performativen Demokratie“ (P. Weibel): durch Aktionen, Demonstrationen und Handlungen wird im öffentlichen Raum zur Veränderung bestehender Verhältnisse aufgefordert.

Durch Aktionen von Kleingruppen wie Pussy Riot oder Massenbewegungen wie Occupy u.v.a. sind in letzter Zeit wiederholt spektakuläre Protestbewegungen in den Fokus einer weltweiten Öffentlichkeit gerückt. Auf völlig verschiedene aber immer eindrucksvolle Weise zeigen sie, was im weitesten Sinn bürgerschaftliches Engagement bewirken kann. Denn einerseits wird von einer Krise der Demokratie, sogar von einer Postdemokratie, gesprochen. Andererseits jedoch vermehren sich überall auf der Welt vielfältige Bewegungen der Bürgerbeteiligung. Der Slogan der Boston Tea Party (1773), die 1775 zum Ausbruch des Amerikanischen Unabhängigkeitskrieges führte, war: „No taxation without representation“. Die BürgerInnen von heute fordern scheinbar „no taxation without participation“. global aCtIVISm rückt dieses neue Engagement der BürgerInnen in den Fokus einer Ausstellung. Diese ist dazu geeignet, dem Konformismus der so genannten Marktkunst wirksam zu begegnen aber ebenso dem Kulturpessimismus und seiner Klage über die Macht des Konsumerismus.

Mit den Ausstellungen Net_Condition (1999), CRTL [Space]. Rhetorik der Überwachung, von Bentham bis Big Brother (2001) und Making Things Public (2005) hat das ZKM schon früh auf die Optionen und Risiken der digitalen Gesellschaft hingewiesen. Ebenso präsentiert das ZKM seit Jahren Praktiken der künstlerischen Performance und der Partizipation
des Publikums. Diese Praktiken sind nun offensichtlich in die Sphäre der Politik expandiert.

Kunst und Handlung gingen seit der Expansion der Künste Mitte der 1960er-Jahre eine neue Fusion ein, die sich aber aus der rein künstlerischen Intermedialität löste und sich immer mehr um soziale und humane Agenden kümmert. Art und Agency münden in einer neuen Form des Aktivismus. Die Künstlerfunktion wandelt sich vom Werkproduzenten zum Systemflüchtling oder Systemkritiker, der Aufgaben nachgehen kann, die bisher den staatlichen Instanzen, der Justiz, der Ökonomie, der Verwaltung oblagen. Die Kunst bildet gewissermaßen ähnlich wie die Philosophie und die Medientheorie das Exil, in dem grundlegende zivile Aufgaben noch wahrgenommen werden. Mit der Funktion des Künstlers
ändern sich auch seine Medien: Statt Ölgemälden entstehen Flugblätter, Plakate, Graffiti, an die Stelle von Holzskulpturen treten Onlineportale; Transparente, Medienauftritte und Youtube-Videos lösen Kunstfilmproduktionen ab.

Die Ausstellung wird mithilfe von Fotos, Filmen, Videos, Blogs, den sozialen Medien und weiteren massenmedialen Dokumenten den globalen Aktivismus bzw. Artivismus als die erste neue Kunstform des 21. Jahrhunderts zeigen.


KünstlerInnen:
Adbusters Media Foundation, G.M.B. Akash, Anonymous News Germany, ATTAC, Martin Balluch, Zanny Begg, John Beieler, Bombily Group, Ángela Bonadies & Juan José Olavarría, Nadir Bouhmouch, Osman Bozkurt, Campact, Center for Artistic Activism, Chim↑Pom, Noam Chomsky, Ralf Christensen, Chto delat?, Paolo Cirio, Cyber Guerilla, Hassan Darsi, Johanna Domke & Marouan Omara, Electronic Disturbance Theater, Enmedio, Everyday Rebellion, Femen, Noah Fischer, Floating Lab Collective, Freedom of the Press Foundation, Muath Freij, Isabelle Fremeaux & John Jordan, Jakob Gautel & Jason Karaïndros, Greenpeace, Stéphane M. Grueso, Ed Hall, Hedonistische Internationale, Stéphane Hessel, Niklas Hoffmann, Jim Hubbard,
Indymedia, Alexey Iorsh, Just do it (Kim Asendorf & Ole Fach), Amadou Kane Sy, Thomas Kilpper, Kiss my Ba, kreativerstrassenprotest.twoday.net, Mischa Kuball, Jan Jaap Kuiper & Katja Sokolova, Sasha Kurmaz, Christopher LaMarca, Mohammed Laouli, Lynn Lauterbach, Julia Leser & Clarissa Seidel, Let’s Do It!, Viktoria Lomasko, Renzo Martens, Masasit Mati, Mikaela, Mootiro Maps, Carlos Motta, Neozoon, No TAV, occupygezipics.tumblr.com, Otpor!, Partizaning, Jean-Gabriel Périot, Platform, Pussy Riot, R.E.P., Resist, Oliver Ressler, Mykola Ridnyi, Itamar Rose & Yossi Atia, Faten Rouissi, Sandra Schäfer, Bahia Shehab, Lisa Sperling & Florian Kläger, Jonas Staal & Metahaven, Stop the Traffik, Joulia Strauss &
Moritz Mattern, Stuttgart 21-Protest, Jackie Sumell, Surveillance Camera Players, Tanya Sushenkova, Aaron Swartz & Taryn Simon, Take The Square, Pelin Tan, Teatro Valle Occupato, The Yes Men, Thomson & Craighead, Patricia Triki & Christine Bruckbauer, Troika, UK Uncut, Various authors organized by Sharon Hayes with Angela Beallor, Voina, Christoph Wachter & Mathias Jud, Mark Wallinger, WANGO, wearethe99percent.tumblr.com, WikiLeaks, Alexander Wolodarskij, Yomango, Malala Yousafzai, Salam Yousri, und andere,



ZKM | Zentrum für Kunst und
Medientechnologie Karlsruhe
Lorenzstraße 19
zkm.de


Auf der Karte finden Sie folgende Standorte:






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    Atelier


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    berlin



    Georg Herold

    Georg Herold, 1977 bis 1983 Schüler Sigmar Polkes, stellte Anfang der 1980er-Jahre zusammen mit Martin Kippenberger, Werner Büttner und Albert Oehlen radikal und sarkastisch Kunst und Kunstbetrieb in Frage und entwickelte in diesen Jahren ein Werk, das wie eine Dada-inspirierte Enzyklopädie des Provisorischen anmutet weiter

    Aleksandra Waliszewska

    Der Neue Kunstverein Wien präsentiert in seiner Herbstausstellung die Arbeiten von Aleksandra Waliszewska. weiter

    ART DÜSSELDORF - Galerienliste

    Die Liste der teilnehmenden Aussteller der ART DÜSSELDORF, die vom 17. bis 19. November 2017 auf dem Areal Böhler stattfinden wird, steht fest. weiter



    Peter Zumthor - Dear to Me

    Das Kunsthaus Bregenz ist ein besonderer Ort. Seine Atmosphäre macht wachsam, sie öffnet Augen, Ohren und Poren. Für das Jubiläumsjahr — das KUB ist heuer 20 Jahre — wurde sein berühmter Architekt Peter Zumthor eingeladen. Der Pritzker-Preisträger entschloss sich, keine Ausstellung im gewöhnlichen Sinne einzurichten, sondern Denk-, Schau- und Hörkästen seiner künstlerischen Vorlieben und Inspirationen zu verwirklichen: Dear to Me. weiter

    Georg Hornemann erhält Cologne Fine Art Preis 2017

    Der gebürtige Dessauer Georg Hornemann kam bereits als 15-Jähriger mit dem Bauhaus in Berührung, als er bei einem der ehemaligen Goldschmiedemeister in die Lehre ging. weiter

    Erik van Lieshout Sündenbock

    Mit »Sündenbock« zeigt der Kunstverein Hannover die bislang umfassendste Ausstellung von Erik van Lieshout in Deutschland weiter


    Alexander Kluge Pluriversum

    Das Museum Folkwang präsentiert die erste große Museumsausstellung des Filmemachers weiter


    Alicia Framis. fearless

    Das Recht auf ein Leben in Freiheit und Sicherheit sowie der Schutz vor Diskriminierung, Folter und staatlicher Willkür wird in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen vom 10. Dezember 1948 ebenso festgeschrieben wie das Recht jedes Menschen auf Arbeit, Bildung, kulturelle Teilhabe oder Rede- und Glaubensfreiheit weiter


    America '67

    Die Doppelausstellung America '67 wirft einen Blick auf den Zustand der USA im Jahr des großen gesellschaftlichen Umbruchs vor 50 Jahren. weiter

    Praemium Imperiale vergeben

    In diesem Jahr sind die Preisträger Shirin Neshat (Malerei), El Anatsui (Skulptur), Rafael Moneo (Architektur), Youssou N´Dour (Musik) und Mikhail Baryshnikov (Theater/Film). weiter


    VON DA AN

    Exakt 50 Jahre später widmet sich die Ausstellung VON DA AN. RÄUME, WERKE, VERGEGENWÄRTIGUNGEN DES ANTIMUSEUMS 1967 – 1978 dieser Geschichte. Mit Dokumenten und Objekten, Rekonstruktionen und Wiederaufführungen ... weiter

    DGPh-Bildungspreis geht an "Wirsprechenfotografisch"

    Als Preisträger 2017 hat sich die Jury für das junge Projekt "Wirsprechenfotografisch" entschieden, das die Photographie als universelle Kommunikationsform nutzt. weiter

    Birte Endrejat AKTIVITÄTSZONEN

    Birte Endrejat arbeitet ortsbezogen, das heißt, sie ist vor Ort und schaut sich um und hört und schreibt mit. Ausgangspunkt für Endrejats Annäherungen sind Fragen wie: Was machen Orte mit den Menschen? weiter


    The Parthenon of Books

    Die letzten Veranstaltungen zur documenta haben begonnen, z.B. die Verteilung der verbotenen Bücher. weiter


    Hildegarde Duane, Western Woman

    Die in Los Angeles lebende Künstlerin Hildegarde Duane, die seit Mitte der Siebzigerjahre medienübergreifend arbeitet, umwirbt in ihren Video- und Fotogeschichten die Randbereiche massenmedialer Unterhaltung und deren archetypische Figuren weiter