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Privat. Wuppertaler Sammler der Gegenwart - Von der Heydt-Museum (noch bis 24.5.09)


Eingabedatum: 28.04.2009


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Das Engagement privater Kunstförderer und -sammler hat seit den ersten Ausstellungen der Expressionisten vor 100 Jahren in Wuppertal eine besondere Tradition. Nach dem Zweiten Weltkrieg war Wuppertal wieder eines der wichtigsten Zentren der Kunstszene. Wichtige Impulse gingen von der legendären Galerie Parnass aus. An deren Aktivitäten setzt unsere Ausstellung „privat – Wuppertaler Sammler der Gegenwart“ an und stellt bedeutende Sammler vor, die sich seit den fünfziger Jahren bis heute mit den jeweils aktuellen Tendenzen der Gegenwartskunst beschäftigt haben. Diese Persönlichkeiten verbindet das feine Gespür für künstlerische Umbrüche und die Bereitschaft, sich auf Irritationen durch die Kunst einzulassen.

Rolf Jährling (1913-1991), der die Galerie Parnass 1949 im damals noch kriegszerstörten Wuppertal gründete, zeigte zunächst abstrakte Kunst, insbesondere Werke der lyrisch-abstrakten und der informellen Malerei. Anfang der 60er Jahre wurde die Galerie mit den Aktivitäten von Joseph Beuys, Nam June Paik, Wolf Vostell und Bazon Brock zum wichtigsten Forum der Fluxus-Bewegung.

Schon in diesen frühen Jahren erwarben Gustav Adolf und Stella Baum (verstorben 2004 bzw. 2006) Werkgruppen u. a. von Vostell, Gerhard Richter, Konrad Fischer-Lueg und Klaus Rinke. Mit Werkgruppen des neuen Realismus, der Konzept-Kunst und der Land Art galt ihre Kollektion als eine der wichtigsten Privatsammlungen moderner Kunst in Deutschland.
Mit der Schenkung von Dr. Jürgen W. Holze (verstorben 2004) und Hildegard Holze erhielt das Von der Heydt-Museum 2001 eine umfangreiche Sammlung konkret-konstruktivistischer Kunst, aus der hier repräsentative Beispiele von Josef Albers, Jo Delahaut, Richard Paul Lohse, Max Bill u. a. gezeigt werden.
Professor Bazon Brock, der sich der Forschung und Lehre auf dem Gebiet der Ästhetik und Kulturvermittlung gewidmet hat, leiht aus seiner privaten Sammlung Werke der zeitgenössischen Kunst von zentraler Bedeutung. Diese Auswahl mit Beispielen u. a. von Gerhard Merz, Werner Büttner und Tilo Baumgärtel sieht er eingebunden in eine von ihm selbst als „Kunstideologie versus Kunstgeschichte“ überschriebene Betrachtungsweise.

Hervorzuheben unter den Wuppertaler Sammlern ist auch der Kommunikationsdesigner Christian Boros, der sich radikalen künstlerischen Positionen zugewandt hat und Arbeiten von den „Stars“ der jüngeren internationalen Kunstszene als Leihgaben zur Verfügung stellt. Als Leihgeber unserer Ausstellung tritt außerdem Hans-Georg Lobeck, Geschäftsführer einer in Wuppertal ansässigen Eventagentur, hervor. Sein Interesse gilt ebenfalls jüngeren Künstlern wie Franz Ackermann, Rowena Dring, Sven Drühl und Marcel Dzama, in deren Werken sich die Komplexität und Brüchigkeit unserer Zeit widerspiegelt.
Die Ausstellung schlägt anhand der wichtigsten Künstler der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts und des beginnenden 21. Jahrhunderts einen weiten Bogen, der die private, radikale Sammelleidenschaft in den Mittelpunkt der Betrachtung stellt.

Abbildung:
- Vorgarten-Ausstellung 1964 vor der Villa Jährling, dem Sitz der Galerie Parnass.
Foto: Rolf Jährling (ZADIK, Köln)
- Das Bild "Fußballer" (1964) von Konrad Fischer-Lueg wird bei Gustav und Stella Baum angeliefert, Foto Anfang 1965
- Monika Baumgartl, Vier Viertelstunden (auf zwei Ebenen), Mond mit Jupiter, 1976, Fotografie, 120x90 cm, Dauerleihgabe

Von der Heydt-Museum Wuppertal
Turmhof 8, 42103 Wuppertal
Besucherinfo / Führungen: T 0202 – 563 6231
Öffnungszeiten: Mo geschlossen, Di - So 11-18 Uhr


von-der-heydt-museum.de


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