Anzeige
kunstkraftwerk

Neue Rebecca Horn Installation im Zentrum für Internationale Lichtkunst


Eingabedatum: 28.08.2006



bilder

Das Zentrum für Internationale Lichtkunst Unna präsentiert einen neuen Höhepunkt in seiner beeindruckenden Sammlung. Die weltbekannte deutsche Künstlerin Rebecca Horn ist ab sofort mit ihrer Dauer-Installation „Lotusschatten 2006“ zu sehen.

Rebecca Horn, international renommiert und vielfach ausgezeichnet, gilt als eine der vielseitigsten und kreativsten Künstlerinnen Deutschlands. Das komplexe Werk der mehrmaligen documenta-Teilnehmerin fasziniert durch starke metaphorische und poetische Aussagekraft.

Das Zentrum für Internationale Lichtkunst Unna zeigt nun die neueste Arbeit der Künstlerin: Die Installation „Lotusschatten 2006“. Eine komplexe mechanische Apparatur aus Licht, Schatten, Bewegung und Klang, befindet sich in permanenter Wandlung und Interaktion mit dem Raum. Gleich einer kupfernen Unterwasserpflanze tasten sich 18 Arme aus geschwungenen Kupferrohren durch das Dunkel des lang gestreckten Raumes. Neun Trichterblüten malen tanzende Lichtinseln an Wände, Boden und Decke, projiziert von sich drehenden Spiegeln. Die sphärische, an Töne aus der Meereswelt erinnernde Musik des neuseeländischen Komponisten Hayden Chisholm antwortet akustisch auf die Skulptur.


Die Künstlerin kreierte die Installation eigens für die einmaligen Museumsräume des Zentrums für Internationale Lichtkunst, der ehemaligen Lindenbrauerei, in den Gewölbekellern in zehn Meter Tiefe. „Lotusschatten 2006“ geht eine enge berauschende Verbindung mit den außergewöhnlichen architektonischen Gegebenheiten ein und vervollkommnt die imposante Dauerausstellung des Zentrums, die mit Lichtkunst-Installationen von Christian Boltanski, Olafur Eliasson, Josef Kosuth, Mischa Kuball, Christina Kubisch, Mario Merz, François Morellet, Jan van Munster, Keith Sonnier und James Turrell zahlreiche Künstler von Weltrang präsentiert.




Das Zentrum für Internationale Lichtkunst Unna ist das weltweit erste und einzige Museum, das sich ausschließlich der Lichtkunst widmet. Das Industriedenkmal Lindenbrauerei Unna ist mit seinen labyrinthischen Gängen, hohen Kellern, Kühlräumen und Gärbecken eine faszinierende und außergewöhnliche Präsentationsfläche. Auf 2.400 Quadratmetern zeigen weltbekannte Künstler ihre Interpretation der einmaligen und historisch aufgeladenen Räume.


Öffnungszeiten:
Besuche erfolgen stets in geführter Begleitung Di - Fr um 14.00 Uhr, um 15.30 Uhr und um 17.00 Uhr, Do auch um 18.30 Uhr.
Sa und So um 14.00 Uhr, um 15.00 Uhr, um 16.00 Uhr und 17.00 Uhr. Keine Anmeldung erforderlich.

Eintritt (inkl. Führung): 5,00 Euro/ermäßigt 3,00 Euro.
Gruppenführung (mehr als 10 Personen) nach telefonischer Voranmeldung unter
Tel. 02303 - 103 771.

Zentrum für Internationale Lichtkunst
Lindenplatz 1
59423 Unna
Weitere Informationen unter lichtkunst-unna.de

Abbildungen:
Zentrum für Internationale Lichtkunst, Mario Merz „Fibonacci-Reihe“ – Foto: W. Hannappel
Zentrum für Internationale Lichtkunst, Rebecca Horn „Lotusschatten 2006“ – Foto: G. Lepkowski
Rebecca Horn – Foto: G. Lepkowski


lichtkunst-unna.de








Weiteres zum Thema: Internationale Lichtkunst



Museumspräsentation: Zentrum für Internationale Lichtkunst Unna


Das Zentrum für Internationale Lichtkunst Unna ist das weltweit erste und einzige Museum, das sich ausschließlich der Lichtkunst widmet. 2001 in der ehemaligen Lindenbrauerei Unna - heute Ankerpunkt der Route Industriekultur - eröffnet, findet diese junge Kunstgattung hier eine faszinierende Präsentationsfläche.

Auf 2.400 Quadratmetern zeigen elf weltbekannte Künstler mit eigens für die labyrinthischen Gänge, Gärbecken und hohen Keller geschaffenen Installationen die vielseitige Formensprache der Lichtkunst und überführen die traditionsreichen Gewölbe in neue Bedeutungshorizonte.

Die Werke der Dauerausstellung
Die permanenten Installationen des Zentrums sind von den Künstlern eigens für die außergewöhnlichen Museumsräume geschaffen und kreisen um differenzierte Fragen. Präsentiert werden in der Dauerausstellung Werke von Christian Boltanski, Olafur Eliasson, Rebecca Horn, Josef Kosuth, Mischa Kuball, Christina Kubisch, Mario Merz, François Morellet, Jan van Munster, Keith Sonnier und James Turrell.

James Turrell, Keith Sonnier und Olafur Eliasson stellen mit ihren Arbeiten unsere Wahrnehmung in Frage und präsentieren Licht als ein optisches Phänomen.

Wer sich mit Lichtkunst beschäftigt, kommt an James Turrell nicht vorbei. Der wohl bekannteste Repräsentant dieser Kunstgattung widmet sich seit den 60er Jahren der Arbeit mit dem Licht. In seiner Installation für Unna aus der Werkreihe "Shallow-Space Construction Series" erzeugen mehrere Lichtquellen einen Raum. Der Betrachter wird darin vollständig vom Licht umhüllt, so dass der Raum um ihn herum keine Begrenzung zu haben scheint.

Keith Sonniers Installation für das Zentrum trägt den Titel "Tunnel Of Tears". Dieser erste Entwurf aus seiner so genannten Tears-Serie lässt bunte, in verschiedene Formen gegossene Neonröhren durch den Raum schweben, gestaltet in dem Farbenrhythmus Rot über Violett bis Blau. Sonnier war bereits 1972 auf der documenta V vertreten und zählt zu den international bedeutendsten Lichtkünstlern.

Olafur Eliassons künstlerische Mittel sind die Phänomene der Natur: Wasserfälle, Regenbögen, Nebel oder Licht - der skandinavische Künstler bringt Natur in den musealen Raum. Für das Zentrum für Internationale Lichtkunst schuf er eine begehbare Installation: ein Steg wird zu beiden Seiten von einem Wasserfall flankiert. Mit Stroboskoplicht beleuchtet, bekommt der Betrachter den Eindruck, als käme das Wasser zum Stehen. Es entsteht ein faszinierendes Bild aus glitzernden Wasserperlen.

Francois Morellets Arbeit für Unna zählt zu einem Installationstypus, den er "No End Neon" - endlos Neon - nennt. Zwei Gitter aus dünnen Neonröhren durchkreuzen den Raum - symmetrische und asymmetrische Anordnung stehen sich gegenüber. Mit dem Untertitel "Pier and Ocean" bezieht sich Morellet auf eine gleichnamige Zeichenserie von Piet Mondrian, auf der das Meer durch horizontale und vertikale Linien abstrahiert wird.

Licht wird zur Metapher und zum träger fremder Botschaften in den Werken von Mario Merz, Joseph Kosuth, François Morellet und Rebecca Horn.

Das Zentrum für Internationale Lichtkunst Unna zeigt vom Protagonisten der Konzeptkunst Joseph Kosuth die Arbeit "Die Signatur des Wortes (Licht und Finsternis)", eine aus Neonröhren geformte Textpassage aus dem "Wintermärchen" von Heinrich Heine. Der Besucher kann den am Boden installierten Text stets nur in Ausschnitten erfassen, weil sich dieser - wahrgenommen von einem den Raum im Zickzack durchkreuzenden Steg aus - stets zwischen Licht und Finsternis bewegt.

Die Unverwechselbarkeit von Rebecca Horns Bildwelt besteht in der höchst präzisen physischen und technischen Funktionalität, mit der sie ihre Skulpturen und deren Bewegungsabläufe in Räumen in Szene setzt. Die Arbeit "Lotusschatten 2006" im Zentrum für Internationale Lichtkunst ist eine komplexe mechanische Apparatur aus Kupfer, Glas, Stahl und Licht. Die Arbeit wächst wie eine Lilie in den Raum hinein und lässt eine magische, poetische Atmosphäre aus Bewegung, Klang und Lichtreflektion entstehen. Langsam wandern Lichtreflexe und Schatten die Wände entlang, unterstützt von Klängen, des neuseeländischen Musikers und Komponisten Hayden Chisholm.

Mischa Kuball, Jan van Munster, Christina Kubisch und Christian Boltanski präsentieren Licht in seinen ästhetischen Erweiterungen

Für das Zentrum kreierte Mischa Kuball die Installation "space - speech - speed": Drei sich bewegende Spiegelkugeln projizieren in den dunklen Raum Texte, die zunächst sternenähnlich über die Wände flimmern. Erst nach und nach gelingt es dem Betrachter, die rasenden Lichtpunkte als Textfragment zu identifizieren. Kuball macht den Raum durch die Textprojektion erfahrbar. Strukturiert durch die Sprache, das Licht und die Bewegung, erschließen sich dem Betrachter neue Wahrnehmungszugänge.

Charakteristisch für die Arbeiten von Christina Kubisch ist die Verbindung von optischen und akustischen Signalen - Kubisch komponiert Räume. Von einer insgesamt achtteiligen Licht- und Klanginstallation, die die Künstlerin zwischen 1999 und 2001 für die Räume des Zentrums für Internationale Lichtkunst entworfen hat, ist die Arbeit "Schlohweiß und Rabenschwarz" als feste Installation erhalten geblieben. Auf die frühere Bestimmung des ehemaligen Gärbottichraums eingehend, hat Kubisch die tiefen Gärbecken in vier Klangfelder verwandelt.

Jan van Munster ist den Urkräften aller Materie auf der Spur, versucht ihrem Wesen und ihren Verknüpfungen näher zu kommen. Van Munsters Werk ist zwischen extremen Gegensätzen angesiedelt, zwischen Plus und Minus, Männlich und Weiblich, Hell und Dunkel. Van Munster zieht immer wieder das eigene Ich, den eigenen Körper heran, um physikalische Prozesse erfahrbar zu machen. Das Werk für Unna bringt Buchstaben/Wörter mit dem Betrachter in einen Dialog. Das "Ich“ wird in verschiedenen Sprachen durchgespielt, jedes mit eigener Zeichenfunktion, mit eigenem Tempo, individueller Lichtdichte und Leuchtkraft.

Christian Boltanskis künstlerisches Werk dreht sich um die Themen Leben, Tod und Erinnerung. Schon in den 60er Jahren wurde der Künstler mit avantgardistischen Kurzfilmen und der Veröffentlichung von Notizbüchern bekannt, in denen er zunächst seine eigene Kindheit, später die reale oder fiktive Existenz zahlloser fremder, meist verstorbener Personen nachzeichnet. In der in Unna zu sehenden Arbeit "Totentanz" aus der Werkreihe "Theâtre du Ombres" lässt Boltanski an die Kindheit oder an böse Träume erinnernde Urbilder entstehen, die das ambivalente Verhältnis von Tod und Leben aufscheinen lassen.

Zentrum für Internationale Lichtkunst Unna
Besucher erleben elf faszinierende Lichtkunst-Räume in einer im Eintrittspreis enthaltenen, sachkundigen Führung und lernen so die Werke und Ideen der Künstler intensiv kennen. Die Sammlung zeichnet ein umfassendes Bild von den vielseitigen Ausprägungen der Gattung Lichtkunst.

Mehr Infos unter lichtkunst-unna.de

Öffnungszeiten: Besuche erfolgen stets in geführter Begleitung
Eintritt (inkl. Führung): 5,00 Euro/ermäßigt 3,00 Euro.
Di - Fr um 14.00 Uhr, um 15.30 Uhr, um 17.00 Uhr, Do auch um 18.30 Uhr,
Sa, So und Feiertag um 14.00 Uhr, um 15.00 Uhr, um 16.00 Uhr und 17.00 Uhr,
keine Anmeldung erforderlich.

Führungen:
Gruppenführung (mehr als zehn Personen) sowie Sonderführungen für Kinder und Schulklassen nach telefonischer Voranmeldung unter Tel. +49 2303 103771.

Zentrum für Internationale Lichtkunst e.V.
Lindenplatz 1
59423 Unna

Fotonachweise:
Joseph Kosuth, „Die Signatur des Wortes“, Dauerinstallation im Zentrum für Internationale Lichtkunst - Foto: Duschner


Auf der Karte finden Sie folgende Standorte:




    Anzeige
    Ausstellung


    Anzeige
    rundgang


    Anzeige
    Magdeburg


    Anzeige
    Atelier


    Anzeige
    berlin




    AMERICA! AMERICA! HOW REAL IS REAL?

    Dabei zeigt die von Helmut Friedel kuratierte Ausstellung, wie Künstler den Wandel der Gesellschaft, ihren Umgang mit Bild und Abbild, Realität und Täuschung mit immer wieder neuen Mitteln, Techniken und Strategien kommentieren. weiter


    VON DA AN - RÄUME, WERKE, VERGEGENWÄRTIGUNGEN DES ANTIMUSEUMS 1967 – 1978

    Ein Ausstellungsprojekt im Museum Abteiberg, Abteistraße 27, und im alten Städtischen Museum, Bismarckstraße 97 ... weiter


    Shirin Neshat. Frauen in Gesellschaft

    Die im Iran aufgewachsene und in den USA lebende Künstlerin Shirin Neshat (geb. 1957) nimmt eine zentrale Position im Diskurs um das Verhältnis zwischen Orient und Okzident ein. weiter


    Future Love. Begehren und Verbundenheit im Zeitalter geformter Natur

    Die Gruppenausstellung „Future Love“ untersucht die Auswirkungen der neuen Technologien und sozialen Medien auf unsere Gefühlsbeziehungen und unsere Sexualität. weiter

    Acci Baba - ab aeterno

    „ab aeterno“ ist die erste institutionelle Einzelausstellung des aus Japan stammenden Künstlers Acci Baba (*1977 in Kamakura) in Deutschland. weiter

    Der Begriff "Hinterfragen" in Texten zur zeitgenössischen Kunst

    weiter


    Der Begriff Position in Texten zur zeitgenössischen Kunst

    Schon vor 15 Jahren beschäftigte sich die Zeitschrift TEXTE ZUR KUNST mit dem P-Wort. weiter



    Reinhold Koehler - Décollage

    Reinhold Koehler (1919 – 1970) gehört sicher zu jenen Künstlern, denen noch nicht der ihnen angemessene Platz in der deutschen Kunst eingräumt wurde. weiter

    Zum Begriff Autor (Autorennen und Autorenschaft) in den Texten zur zeitgenössischen Kunst

    wenn der Autor malt - zwischen Autorität und Unterdrückung weiter


    Künstlerliste mit nur einer bzw. zwei Biennalebeteiligung

    Unter den ersten 500 renomiertesten Künstlern unserer Künstlerliste, haben wir 89 Künstler identifiziert die in unserer Datenbank nur mit einer Biennalebeteiligung erfasst sind. weiter


    Tag der offenen Tür an der Hochschule für Bildende Künste Dresden

    Zum sachsenweiten Tag der offenen Tür für alle 11. und 12. Klassen der sächsischen Gymnasien am Donnerstag, den 11. Januar 2018, hat auch die Hochschule für Bildende Künste Dresden ein umfangreiches Informations- und Veranstaltungsprogramm vorbereitet. weiter


    Winterrundgang der SpinnereiGalerien in Leipzig

    Am Wochenende ist es wieder soweit: Die SPINNEREI lädt zum Kleinen Winterrundgang der SpinnereiGalerien ein. weiter

    Ausstellung Werner Schmidt (Malerei) und Werner Pokorny (Skulptur)

    Werner Schmidt und Werner Pokorny werden mit Malerei und Skulptur zu Gast sein weiter

    Neue Kuratorin Christina Lehnert am Frankfurter Portikus

    Christina Lehnert (*1983 in Baden-Baden) studierte Kunstgeschichte und Philosophie an der Humboldt Universität in Berlin. 2017 war sie Interimsdirektorin des Kunstverein Braunschweig ... weiter


    Kunstkraftwerk Leipzig: RENAISSANCE experience

    Florenz und die Uffizien: Die Genies der Renaissance digital entdecken
    Ab 20.Januar 2018 gewährt eine immersive multimediale Art-Show im Kunstkraftwerk Leipzig einen einzigartigen Blick auf die (Kunst-) Welt der Renaissance. (Sponsored Content) weiter

    Studieninformationstag der BURG am 11. Januar 2018

    Mit einem abwechslungsreichen Programm zwischen 9 und 17 Uhr wird das Studium an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle vorgestellt weiter


    Nico Joana Weber - Monstera deliciosa

    Monstera deliciosa ist der Name einer tropischen Urwaldpflanze, die einen einzigartigen Siegeszug in die Wohn- und Büroräume in unseren, klimatisch gemäßigten Breiten erlebt hat. weiter


    Thomas Feuerstein Prometheus Delivered

    In seinem spektakulären Projekt „Prometheus delivered“ inszeniert Thomas Feuerstein ein faszinierendes Laboratorium aus blubbernden Bioreaktoren, geheimnisvollen Flüssigkeiten, Pump- und Schlauchsystemen. weiter


    Kunst und Architektur. Pierre Néma

    Für die aktuelle Winterzeit hat sich der Schaffhauser Architekt Pierre Néma fotografisch sehr direkt mit dem städtischen Raum im Kontext der sechs Kunstkästen beschäftigt. weiter

    Kunsthochschule für Medien Köln (KHM) im Januar

    KHM-Heimspiel: Original Copy – Verrückt nach Kino + Internationale Animationskunst: Schweden (3) + Leichte Widrigkeiten + soundings #009: Bernhard Leitner + Nieves de la Fuente Gutiérrez: Bridge + ... (Sponsored Content) weiter