Herzensschatzi komm!

Das Erbe des Surrealismus ist ungebrochen

28.10.12 - 20.01.2013 | Kunstmuseum Ahlen
Eingabedatum: 31.10.2012

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„Herzensschatzi komm!“ Mit diesem dringenden Wunsch hat Emma Hauck, Anfang des 20. Jahrhunderts Insassin der Psychiatrischen Klinik Heidelberg, in Briefen an ihren Mann vergeblich Blatt um Blatt gefüllt. Solche Selbstzeugnisse von Frauen, die um die Jahrhundertwende in psychiatrischen Anstalten lebten, sind Ausgangspunkt des künstlerischen Schaffens von Klaus-Peter Kirchner. Bereits von den Surrealisten als Ausdruck unverstellter Schaffenskraft rezipiert, fasst Kirchner die ästhetische Betätigung als Überlebensprinzip auf. Mit seinen Bildern, Objekten und Installationen, die eigens für die Ausstellung in Ahlen konzipiert wurden, stellt er die unerfüllten Wünsche nach Liebe und Freiheit als Motor künstlerischer Kreativität dar. Zur Ausstellung erscheint eine umfangreiche zweibändige Katalogpublikation mit Textbeiträgen von Anna Felix und Susanne Buckesfeld.



Klaus-Peter Kirchner, geboren 1963, lebt und arbeitet in Soest und Berlin. 1987-1990 Studium der Visuellen Kommunikation in Münster (FH). Seit Anfang der 1990er Jahre intensive Auseinandersetzung mit der Kunst von Menschen mit geistiger Beeinträchtigung. In Kooperation mit den Börde-Werkstätten des Perthes-Werkes e.V. Gründung einer Talentgruppe; 2011 zusammen mit Mechthild Kirchner Initiierung der Aktion-Kunst-Stiftung gGmbH zur Förderung von künstlerisch begabten Menschen mit geistigem Handicap. Zahlreiche Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland, u.a. 2010 Villa Rosenthal, Jena (EA); 2004 Jerwood Hall, London; 2004 Wilhelm-Morgner-Haus, Soest (EA); 2003 Fondation Beyeler, Basel; 1999 und 1994 Gustav-Lübcke-Museum, Hamm; 1991 Museum Folkwang, Essen.


Kunstmuseum Ahlen gGmbH
Museumsplatz 1
59227 Ahlen

kunstmuseum-ahlen.de

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PT




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