Anna Pekala & Florian Albrecht-Schoeck

„Zeit und Zeuge“ Fotografie

15.03. - 01.05. 2014 | Marburger Kunstverein
Eingabedatum: 16.03.2014

vorher: Anna Pekala & Florian Albrecht-Schoeck

Anna Pekala (geboren 1979 in Wodizslaw Slaski, Polen) und Florian Albrecht-Schoeck (geboren 1980 in Darmstadt) haben beide an der Hochschule für Gestaltung in Offenbach bei Professor Martin Liebscher studiert. Ihr gemeinsames Sujet ist die Dokumentarfotografie, wobei ihre Sicht- und Arbeitsweisen höchst unterschiedliche sind.

Anna Pekala rückt Menschen in den Mittelpunkt ihrer Fotografie und lässt sie sich selbst in ihrem privaten Lebensumfeld inszenieren. Für ihre Portraits von rumänischen und polnischen Sinti und Roma sprach sie die fotografierten Personen auf der Straße oder an ihren Haustüren an. Die Serie „Ben-Gurion-Ring“ portraitiert die Bewohner der gleichnamigen Ringstraße in Frankfurt – einer Plattenbausiedlung, die als sozialer Brennpunkt gilt. Und das Projekt „Frankfurt/Unbekannte Orte“ führte Pekala in weitere Frankfurter Siedlungen, um dort Menschen in ihren Wohnungen zu fotografieren. Ihr Fokus liegt auf dem Sichtbarmachen verschiedener Gesellschaften und Lebensräume.
Anna Pekala war als Lehrbeauftragte an der Frankfurter Akademie für Kommunikation und Design im Bereich Fotografie tätig und lebt als freie Fotografin und Künstlerin in Offenbach. Sie arbeitet vor allem digital.
(Homepage: annapekala.com)

Florian Albrecht-Schoecks Fotos wiederum sind ganz auf Orte konzentriert – verlassene und aus dem öffentlichen Bewusstsein verschwundene oder der Öffentlichkeit nicht zugängliche Orte. Mit der Serie „Stein Schere Papier“ präsentiert er Einblicke in die Versuchslabore eines Herstellers von Sicherheitssystemen und für „Crusaders“ war er auf dem Gelände des ehemaligen US-Militär-Stützpunktes in Darmstadt, wo früher eine Einheit mit dem titelgebenden Namen stationiert gewesen ist. Seine Serie „Kurzgeschichte“ ist in den Räumen des Marburger Universitätsmuseums entstanden, die Arbeit „Im Lager“ im Bilderdepot des Marburger Museums für Kunst und Kulturgeschichte, wo er 2011 unter dem Titel „Aufbruch/Umbruch“ auch ausgestellt hat. „Im Lager“ ist seit 2011 Teil der Sammlung des Museums. Im selben Jahr wurde Albrecht-Schoeck mit dem Förderpreis des Frankfurter Vereins für Künstlerhilfe und dem „Deutsche Börse HfG Nachwuchsförderpreis“ ausgezeichnet.
Der Künstler arbeitet primär mit einer analogen 6 x 6-Millimeter-Mittelformat-Kamera. Und auf Reisen nutzt er seinen Schlafsack als Dunkelkammer, um seine Negative zu entwickeln.
(Homepage: albrecht-schoeck.com)

Mit Anna Pekala und Florian Albrecht-Schoeck versammele die Ausstellung „zwei eindrucksvolle künstlerische Positionen der sozialkritischen Dokumentarfotografie“, sagt Kunsthistoriker Florian Reifferscheidt. Mit ihrer Arbeit bezögen sie deutlich Stellung zu aktuellen gesellschaftlichen Diskursen. „In einer Zeit, in der sich mehr denn je die Frage stellt, wie die Wirklichkeit noch zu fassen ist und an sie zu erinnern sein wird, formulieren Anna Pekala und Florian Albrecht-Schoeck angemessene und intellektuelle Antworten“.


marburger kunstverein e.v.
Gerhard-Jahn-Platz 5 (Biegenstraße 1)
35037 Marburg
marburger-kunstverein.de

PM




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