Logo art-in.de


Pieter Hugo: Ein Blick nach vorn

19.02. - 23.07.2017 | Kunstmuseum Wolfsburg

Zufällige Begegnungen oder enge Freunde und Familie - die Fotografien des südafrikanischen Künstlers Pieter Hugo (*1976 in Johannesburg) lassen die Porträtierten sprechen und erlauben einen intimen Einblick in Geschichten von drei Kontinenten.

Mit der Einzelausstellung im Kunstmuseum Wolfsburg „Between the Devil and the deep blue Sea“ (19.02. - 23.07.2017) kommen Hugos Fotografien das erste Mal in einem deutschen Museum zusammen. Gezeigt werden hauptsächlich Porträts, aber auch Landschaften und Stilleben.

Pieter Hugo wächst im postkolonialen Südafrika auf, erlebt das Ende der Apartheid und lernt Menschen aus verschiedensten sozialen Schichten kennen. Als freier Fotograf arbeitet er zunächst für lokale und internationale Magazine. Sein Interesse an historisch gewachsenen Strukturen von Ungleichheit und den Menschen, die damit umgehen müssen, wächst stetig. Er unternimmt Reisen nach Ghana, Nigeria, Ruanda, China und den USA. Hugo zählt neben Künstlern wie Santu Mofokeng oder Mikhael Subotzky zu den bekanntesten südafrikanischen Fotografen seiner Generation.


Pieter Hugo, ABDULLAHI MOHAMMED WITH MAINASARA, LAGOS, NIGERIA, AUS DER SERIE „THE HYENA & OTHER MEN”, 2005-2007, 2007, c-print, © Pieter Hugo, | Priska Pasquer, Köln

Hugo besucht Orte, die kaum jemand freiwillig aufsucht. Eine giftige Mülldeponie in Ghana, auf der man sich nicht mehr als zwei Stunden aufhalten soll. Junge Menschen sind hier weit länger unterwegs, sie suchen nach etwas Verwertbaren, verdienen so ihr Geld. Der Fotograf nimmt solche Momente auf. Kinder schauen direkt in die Kamera, aber ihr Blick verrät, dass sie wenig Zeit haben - sie müssen weitersuchen. Sie lassen sich fotografieren, vielleicht ohne zu wissen, wie weittragend die Momentaufnahmen sind. Dass sie einmal im Museum hängen werden.

In seiner Serie “The Hyena & Other Man” fotografiert Hugo wilde Tiere mit ihren Haltern. Wie ein Wanderzirkus bewegen sich Mensch und Tier von einem Ort zum anderen. Die Tiere werden zur Schau gestellt, Zähne werden gefletscht, Kunststücke aufgeführt. Das Verhältnis von Mensch und Tier ist kompliziert.


Pieter Hugo, GUO FAMILY, BEIJING, AUS DER SERIE „FLAT NOODLE SOUP TALK”, 2015-2016, c-print, © Pieter Hugo, | Priska Pasquer, Köln

Die Männer, Frauen und Kinder in Hugos Arbeiten fesseln den Betrachter mit ihren Blicken - sie sind direkt in die Kamera gerichtet. Blicke, die nicht moralisierend sind, die nicht anklagen. Es ist ein Moment, in dem die Geschichte hinter den Blicken der Welt erzählt werden kann.

Und so ist das mit vielen Fotografien Pieter Hugos. Es sind Menschen, die etwas erzählen. Menschen, die in einer Gesellschaft leben, die tiefe Wunden hinterlassen kann.

Öffnungszeiten:
dienstags bis sonntags: 11.00 bis 18.00 Uhr

Kunstmuseum Wolfsburg
Hollerplatz 1
38440 Wolfsburg
kunstmuseum-wolfsburg.de

Olga Potschernina





Kataloge/Medien zum Thema: Pieter Hugo



Pieter Hugo:


- Art Basel 2016

- Art Basel Miami Beach 2013

- art cologne 2015

- artbasel2021

- Daimler Art Collection

- Fondation Frances

- Frieze London 2022

- Kunstverein Hamburg 2016

- Marrakech Biennale, 2007

- MoMA Collection

- Moscow Biennale for young art 2012

- Prospect New Orleans 3, 2014

- Sammlung DZ Bank Frankfurt

- Stevenson - Gallery

- The Global Contemporary. Kunstwelten nach 1989 - ZKM, 2011
Gesche Joost wird neue Präsidentin des Goethe-InstitutsManor Kunstpreis Basel geht 2025 an die Künstlerin Cassidy TonerNeue Findungskommission der documenta 16 berufen Ida Raselli erhält Caspar-David-Friedrich-PreisFBZ art award geht an Klara VirnichMark Sealy wird Künstlerischer Leiter der 9. Triennale der Photographie HamburgNikola Dietrich wird neue künstlerische Direktorin der Liste Art Fair Basel.Cathrin Mayer neue Direktorin im Kunstverein BraunschweigEuropäischer Kulturerbepreis an Haus Schulenburg Geradocumenta archiv erhält Performance-Archiv Die Schwarze LadeAnna-Maria Bogner erhält „Förderpreis Valerie und Prof. Kurt M. Schulz-Schönhausen“ Neue Medienkunst-Stipendien am Edith-Russ-HausKelly Tissot erhält den Paul Ege Kunstpreis 2024Skulptur IMMATERIELLES. Andreas SchmittenMaria Eichhorn. Reuchlinstraße 4b, 70178 Stuttgart. (2023 -)robotron-Kantine wird KunsthalleRabbya Naseer erhält Belvedere Art AwardTheresa Roessler übernimmt Leitung des Westfälischen KunstvereinsXimena Ferrer Pizarro erhält Förderpreis der Kunststiftung Rainer WildNele Kaczmarek wird neue Direktorin des Kunstverein NürnbergSvenja Grosser neue Leiterin für die Sammlung GegenwartskunstJohanna Langenhoff gewinnt den August-Sander-Preis 2024 Fatima Hellberg übernimmt Leitung des mumok WienDer Internationale Bergische Kunstpreis geht an Enya BurgerMartin Honzik verlässt Ars ElectronicaBesucherterrasse auf dem Dach des Städel Museums für das Publikum zugänglichXue Tan wird HauptkuratorinDr. Ina Dinter wird neue Leiterin des Kunstmuseum Villa ZandersAnna Schwehr ist Kalinowski-PreisträgerinRebecca Allen gewinnt den DAM Digital Art Award 2023/24


Anzeige
Denkmalprozesse Leipzig


Anzeige
Magdeburg


Anzeige
UDK Ausstellungsdesign


Anzeige
Responsive image

Anzeige Galerie Berlin

Responsive image
Alfred Ehrhardt Stiftung




Anzeige Galerie Berlin

Responsive image
Kunsthochschule Berlin-Weißensee




Anzeige Galerie Berlin

Responsive image
Haus am Kleistpark




Anzeige Galerie Berlin

Responsive image
Haus am Lützowplatz / Studiogalerie




Anzeige Galerie Berlin

Responsive image
Kommunale Galerie Berlin