Agnieszka Roguski ist neue künstlerische Leiterin der Arthur Boskamp-Stiftung

Arthur Boskamp-Stiftung Hohenlockstedt
Eingabedatum: 03.02.2021

Agnieszka Roguski ist neue künstlerische Leiterin der Arthur Boskamp-Stiftung

Agnieszka Roguski, Foto: Luise Marchandbilder

Im Januar hat Agnieszka Roguski die Position der Künstlerischen Leitung angetreten. Im Rahmen des M.1 kuratieren-Turnus 2021/22 wird sie in den kommenden eineinhalb Jahren in Hohenlockstedt ihr kuratorisches Programm IN:VISIBILITIES umsetzen.

M.1 kuratieren 2021/22, Statement: Agnieszka Roguski

IN:VISIBILITIES
In meinem Programm IN:VISIBILITIES werden im kuratieren-Turnus 2021/22 Verhältnisse von Sichtbarkeit und Unsichtbarkeit ausgelotet, die für eine digitalisierte Gesellschaft bestimmend sind. Was bedeutet Sichtbarkeit, wenn sie durch Algorithmen kontrolliert wird? Welche Potenziale birgt Unsichtbarkeit, wenn die eigene Sichtbarkeit bemessen, analysiert oder einfach simuliert wird? Welche Werte zirkulieren, wenn Zirkulation selbst eine Währung darstellt?

Für mich entscheidend ist, dass sich digitale Räume nicht auf Bildschirme und Festplatten beschränken. Das Digitale hat längst Einzug gefunden in vermeintlich analoge Strukturen und Beziehungen, etwa wenn Urlaubs-Reisen und Arbeitsplätze durch Online-Plattformen organisiert werden oder Freundschaften in digitalen Infrastrukturen zu Hause sind. Hier entstehen Öffentlichkeiten, die IN:VISIBILITIES künstlerisch reflektiert, aber auch aktiv verhandelt und generiert. Wenn digitale Lebenswelten Transparenz und grenzenlose Anschlussmöglichkeiten an verschiedene Zeiten, Räume und Akteur*innen suggerieren, während sie auf subtile Weise neue Mechanismen von Ein- und Ausschluss, Zentrum und Peripherie schaffen, was bedeutet dies dann für einen Ort wie das M.1, der sowohl Kunst ausstellt als auch Momente der Zusammenkunft schafft? Wie kann künstlerisches und kuratorisches Handeln auf veränderte Sichtverhältnisse reagieren – sie hervorbringen, verhindern, verändern und so zur Verhandlungssache machen?

GOSSIP ist die erste von drei Etappen der neuen Programmreihe. Effekte der Täuschung, Zirkulation und Vernetzung werden genutzt, um das, was ebenso selbstverständlich wie allgegenwärtig auf Screens und Displays erscheint, neu zu erzählen. Starten möchte ich zunächst mit einer Suchbewegung: Was macht Institutionen sichtbar? Und wie verhält sich Gossip – Tratsch – darin zu vermeintlichen Bastionen der Hochkultur?

Eingeladen dafür werden Studierende, die im Rahmen von Seminaren mit mir gemeinsam die Narrative des M.1. erforschen. Später wird es Talks und Vorträge geben, die hybrid ausgerichtet sind; eine LGBTQ*-Bar findet open air statt, eine Ausstellung mit internationalen Künstler*innen wird nach der Sommerpause eröffnen. Soziale Zuschreibungen können so fokussiert, diskutiert und umgeschrieben werden; was Hautfarbe, geschlechtliche Identität und Klassenzugehörigkeit betrifft.

Ich selbst arbeite an der Schnittstelle zwischen Kuratorischem und Forschung. In meiner Promotion an der Freien Universität Berlin untersuche ich das Öffentlich Werden des Selbst unter postdigitalen Bedingungen. Zum Ausstellungsmachen kam ich zunächst über die Theaterbühne (Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz); später assistierte und kuratierte ich im Kunstverein Leipzig, Torrance Shipman Gallery New York, WATTIS Institute San Francisco, PRAXES Center of Contemporary Art Berlin und der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig und lehrte an verschiedenen deutschen Hochschulen. Im transdisziplinären Kollektiv A.R. practice arbeite ich zusammen mit der Grafikdesignerin Ann Richter an kuratorischen Projekten, wie dem 2020 erschienenen Buch Echoing Exhibition Views in Zusammenarbeit mit dem Verlag ONOMATOPEE Press.

Arthur Boskamp-Stiftung
Breite Straße 18
25551 Hohenlockstedt
www.m1-hohenlockstedt.de

Presse



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