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Zwei Ausstellungen: Tatjana Danneberg & Camille Holowka

08.05.-04.07.2021 | Salzburger Kunstverein
Eingabedatum: 20.05.2021

Der Ausgangspunkt von Tatjana Dannebergs Arbeiten ist lo-fi Fotografie. Mit schlichten analogen Kompaktkameras dokumentiert die Künstlerin den Alltag, indem sie Freunde, Bekannte oder ihren Partner in vertrauten, oft intimen Aufnahmen als quasi beiläufige Erinnerung festhält. Diese Aufnahmen zeigen gezielt Momente, in denen sich eine Handlung beziehungsweise das Fehlen von Handlung manifestiert. Ihre Protagonisten, deren Identität oft schwer zu erkennen ist, scheinen sich der Realität zu entziehen beziehungsweise diese sogar gänzlich aufzuheben.

Die Künstlerin beschäftigt sich mit dem Wesen von Bildern und den Möglichkeiten, die sich durch deren Manipulation und Dekonstruktion entfalten können. Dabei ist Dannebergs malerischer Zugang von einem zutiefst materiellen und prozessualen Experimentieren bestimmt. Wie kann man mit Bildern malen? Ausgelöst durch gezielte Körperbewegungen und fragmentierte Pinselstriche wird das fotografische Bild gestisch und verwandelt sich somit in expressive Malerei. Das Bild verflüssigt sich, wird formbar und wird durch den Körper, dessen Kraft sowie dessen intuitiven Bewegungen auf der Leinwand neu konfiguriert. Der Körper der Künstlerin fungiert hier als Entschlüsselungswerkzeug, dem es ultimativ gelingt den Antagonismus der historisch in Konflikt stehenden Medien der Fotografie und der Malerei aufzulösen. (Attilia Fattori-Franchini)

Für ihre Ausstellung im Salzburger Kunstverein – ihre erste Einzelpräsentation in einer öffentlichen Institution – wird sie neue Arbeiten vorstellen. Zur Ausstellung wird auch ihr erster Katalog erscheinen.

Tatjana Danneberg studierte Bildende Kunst an der Akademie der bildenden Künste in Wien (2011-2017), u. a. 2014 und 2015 an der Städelschule, Staatliche Hochschule für Bildende Künste, Frankfurt am Main. Ihre Praxis umfasst eine Mischung aus großformatiger Malerei, kombiniert mit verschiedenen fotografischen Verfahren, sowie skulpturale Arbeiten. Tatjana Danneberg (*1991, Österreich) lebt und arbeitet zwischen Wien und Warschau.

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Camille Holowka. I’m Gonna Move Right In

Der Ausstellungstitel „I’m Gonna Move Right In“ verweist auf das Betreten eines Raumes, auf eine bevorstehende Veränderung und klingt wie eine Absicht oder ein Vorhaben. Für das Kabinett wird Camille Holowka eine Ausstellung gestalten die als „Landschaft“ fungiert und sich mit der Thematik der Schwelle befasst. Ein Raum der Unsicherheit, der zur gleichen Zeit außen und innen ist und in dem der Augenblick der Dämmerung die einzige mögliche Perspektive ist. Die realisierten Arbeiten sind inspiriert von ländlichen Motiven die durch ihre Existenz und Funktion Räume schaffen und trennen.

„Meine Auseinandersetzung mit Architektur und Innenarchitektur sowie mit künstlich geschaffenen Landschaften deckt ein tieferes Interesse für den Menschen als interaktives Wesen und kreative Entität. Gebaute Räume oder vom Menschen beeinflusste Umgebungen sind für mich keine sprachlosen Zeugen einer anderen Zeit. Sie fungieren als gesellschaftlicher Spiegel. Sie können kulturelle und politische Spannungen vergangener Epochen transkribieren und ermöglichen es, unsere Zeit zu verstehen. Konstruierte Räume tragen automatisch die Möglichkeit eines Verfalles in sich. Sie sind eine Metaphysik der Ruinen oder der Spiegelung.“ Camille Holowka

Camille Holowka (*1990, Genf) lebt und arbeitet derzeit in Frankreich.

Salzburger Kunstverein
Künstlerhaus
Hellbrunner Straße 3
5020 Salzburg

www.salzburger-kunstverein.at

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