Logo art-in.de


Made of Paper

15.10. 2023 - 7. 04. 2024 | Museum Ritter, Waldenbuch

Papier ist ein vielseitiger künstlerischer Werkstoff, der je nach Ausführung unterschiedliche Eigenschaften hat: Oft ist es zart und fragil, in Form von Karton und Pappe jedoch formstabil und steif. Zuweilen ist seine Farbigkeit naturbelassen, meist aber sind die Fasern gebleicht, manchmal auch eingefärbt. Papier kann geschnitten, gerissen, zerknittert oder geprägt werden; man kann es falten, biegen, collagieren oder schichten, sodass feine Reliefs und skulpturale Arbeiten entstehen.
Die Ausstellung Made of Paper beleuchtet anhand von rund 60 Sammlungswerken und zwei installativen Leihgaben den kreativen Umgang von über 40 KünstlerInnen mit dem facettenreichen Material. Es geht dabei vorrangig um Werke ausPapier und nicht um solche, die auf Papier entstanden sind. Den historischen Ausgangspunkt der Schau bilden Collagen von Vertretern der Avantgarde wie Alexander Rodtschenko und Kurt Schwitters. Ihre vor rund einhundert Jahren geschaffenen Klebebilder stehen beispielhaft für den Beginn einer Kunst, in der Papier nicht nur als Bildträger dient, sondern auch als eigenständiges Medium verwendet wird.
Im Laufe des 20. Jahrhunderts entdeckten Kunstschaffende weitere Gestaltungsweisen mit Papier für sich, etwa die Frottage, die Faltung und den Prägedruck, den Günther Uecker wie kein zweiter zur Meisterschaft brachte. Welch hohes ästhetisches Potenzial konstruktiven Papierfaltungen innewohnt, wird in den Arbeiten von Hermann Glöckner oder Peter Weber anschaulich. Die filigran gerasterten Werke von Katharina Hinsberg, Fiene Scharp und Violetta Elisa Seliger sind eindrucksvolle zeitgenössische Interpretationen der Jahrhunderte alten Kulturtechnik des Scherenschnitts. Wieder andere Exponate bestehen aus Papiererzeugnissen des Alltagsbedarfs, die wie Readymades eingesetzt werden. So stapelt etwa Thomas Rentmeister etliche Packungen von Papiertaschentüchern zu einem monumentalen Quader. Auch Thomas Bayrle, Lore Bert und Doris Erbacher gelangen zu einer plastisch-räumlichen Gestaltung von Papier. Ihre Werke weisen strukturierte Oberflächen auf und sind zu Reliefs oder Bildkörpern geformt. Esther Stocker schließlich bespielt einen ganzen Raum mit schwarz-weißen Objekten aus zerknittertem Papier.
_____________________
Paper is a versatile artistic material that has different properties depending on the design: it is often delicate and fragile, but in the form of cardboard and board it is dimensionally stable and rigid. Sometimes its colouring is natural, but mostly the fibres are bleached, sometimes even dyed. Paper can be cut, torn, crumpled or embossed; it can be folded, bent, collaged or layered to create delicate reliefs and sculptural works.
The exhibition Made of Paper uses around 60 works from the collection and two installations on loan to highlight the creative approach of over 40 artists to this multifaceted material. The focus is primarily on works made of paper rather than those created on paper. The historical starting point of the show is formed by collages by representatives of the avant-garde such as Alexander Rodtschenko and Kurt Schwitters. Their adhesive pictures, created around one hundred years ago, exemplify the beginning of an art in which paper not only serves as an image carrier, but is also used as a medium in its own right.
In the course of the 20th century, artists discovered other ways of designing with paper, such as frottage, folding and embossed printing, which Günther Uecker mastered like no other. The high aesthetic potential inherent in constructive paper folds is illustrated in the works of Hermann Glöckner and Peter Weber. The filigree screened works by Katharina Hinsberg, Fiene Scharp and Violetta Elisa Seliger are impressive contemporary interpretations of the centuries-old cultural technique of paper cutting. Still other exhibits consist of paper products of everyday use, which are used like readymades. Thomas Rentmeister, for example, stacks several packs of paper handkerchiefs to form a monumental cuboid. Thomas Bayrle, Lore Bert and Doris Erbacher also achieve a sculptural-spatial design of paper. Their works have structured surfaces and are shaped into reliefs or pictorial bodies. Finally, Esther Stocker occupies an entire room with black and white objects made of crumpled paper.

Ausstellungsbeteiligte / Participants of the exhibition:

Thomas Bayrle, Lore Bert, Leo Erb, Doris Erbacher, Adolf Fleischmann, Fabian Gatermann, Hermann Glöckner, István Haász, Jiří Hilmar, Katharina Hinsberg, Tatsushi Kawanabe, Judith Nem’s, Haleh Redjaian, Christiane Reiter, Thomas Rentmeister, Hans Peter Reuter, Alexander Rodtschenko, Peter Roehr, Fiene Scharp, Kurt Schwitters, Violetta Elisa Seliger, Esther Stocker, Katja Strunz, Günther Uecker, Ulrich Wagner, Peter Weber und weitere

MUSEUM RITTER
SAMMLUNG MARLI HOPPE-RITTER
ALFRED RITTER STR. 27, 71111 WALDENBUCH

www.museum-ritter.de

Presse





Kataloge/Medien zum Thema: Fiene Scharp



Der Kunstmarkt und die Grenzen der Künstlichen IntelligenzInterpretation des Bildes. Wenn Gemini ein Bild interpretiert ...Der Begriff Avantgarde in Texten zur zeitgenössischen KunstAdjektive und Beifang in Texten von MuseenDer Begriff Methode in Texten zur zeitgenössischen KunstDer Begriff Technologie in Texten zur zeitgenössischen KunstDer Begriff Politik in Texten zur zeitgenössischen KunstDas Objekt in Texten zur zeitgenössischen KunstKunstfreiheit in Texten zur zeitgenössischen KunstWas Kunst macht bzw. was macht Kunst in Texten zur KunstDer Begriff Originalität in Texten zur KunstDer Begriff objektiv in Texten zur KunstDer Begriff subjektiv in Texten zur KunstDer Begriff relativ in Texten zur KunstTitel, Thema und Moderne im Spiegel der künstlichen IntelligenzDer Begriff Heimat in Texten zur zeitgenössischen KunstDer Begriff Kontrast in Texten zur zeitgenössischen KunstDer Begriff Wiederholung in Texten zur zeitgenössischen KunstDer Begriff Gleichgewicht in Texten zur zeitgenössischen KunstWelche Gemeinsamkeiten bestehen zwischen Künstler und Publikum. 3 StandpunkteTextmining und Künstliche IntelligenzSeltsamerweise SurrealTextgenerierung (KI) ist die Fortsetzung des Textmining mit Algorithmen.Wer spricht wie über Kunst. Wörter - in Texten zu KunstmagazinenDer Begriff Verknüpfung in Texten zur zeitgenössischen Kunst.Verben - in Texten zur zeitgenössischen KunstDer - Markt - in Texten zur zeitgenössischen KunstInterview mit einem Chatbot. ChatGPTDer Begriff Buchstaben in Texten zur KunstAdjektive in Texten von Museen im Herbst 2022


Anzeige
Responsive image


Anzeige
Magdeburg


Anzeige
UDK Ausstellungsdesign


Anzeige
Denkmalprozesse Leipzig

Anzeige Galerie Berlin

Responsive image
Der Divan - Das Arabische Kulturhaus




Anzeige Galerie Berlin

Responsive image
Kommunale Galerie Berlin




Anzeige Galerie Berlin

Responsive image
Kunsthochschule Berlin-Weißensee




Anzeige Galerie Berlin

Responsive image
Galerie im Körnerpark




Anzeige Galerie Berlin

Responsive image
a|e Galerie - Fotografie und zeitgenössische Kunst