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Kata Unger. CATCH-22. Das große Ganze und ich

3.3. - 19.5.2024 | Packhof Frankfurt (Oder)
Eingabedatum: 28.02.2024

Kata Unger. CATCH-22. Das große Ganze und ich

Kata Unger, Neuro-Enhancement, 2018, Mischtechnik auf Papier © Kata Ungerbilder



Mit der Einzelausstellung CATCH-22. Das große Ganze und ich präsentiert das Brandenburgische Landesmuseum für moderne Kunst (BLMK) die komplexen und fantastischen Bildwelten von Kata Unger.

Unterschiedliche Kunstgeschichten und Bildsprachen miteinander verknüpfend, oszilliert das Werk der in Berlin lebenden Künstlerin Kata Unger (geb. 1961 Berlin) zwischen zeitgenössischem Dada und zeitlosem Rebellentum. Ihre Ikonographie speist sich aus der Kunst(historie) ebenso wie der Populärkultur und der Medienwelt. So bezieht sich auch der Ausstellungstitel CATCH-22 auf den gleichnamigen satirischen Roman des amerikanischen Schriftstellers Joseph Heller von 1961 über die Absurdität des Krieges.

Kata Ungers komplexe, aus Wolle gewobenen, meist großformatigen Bildteppiche sind poetische, gleichzeitig kritische Wirklichkeitsreflexionen, die eigene, fantastische Welten entwerfen und sich durch ihre sinnliche Form und Materialität auszeichnen. Ihre Kunstwerke entstehen meist am Hochwebstuhl, denn sie schafft klassische Bildwirkerei. Der Bildteppich ist zugleich Bildträger, Bildfläche und Bild. Die Wolle- oder Seidenfäden, Kette wie Schuss, werden von Kata Unger selbst gefärbt und verwebt. Der Bildplan entwickelt sich aus senkrechten und waagrechten Linien. Das Bild ist vorn und hinten gleich, nur spiegelverkehrt. Die Künstlerin arbeitet ohne eins-zu-eins Kartonvorzeichnung. Das Medium Bildteppich bedeutet für Kata Unger festgeschriebene Zeit. Es gibt einen Anfang und ein Ende. Das Weben ist für sie eine Technik der Bilderzeugung und zwar in einem System, das dem binären System der Computersprache, null und eins, entspricht. Damit verweist die Künstlerin auf den französischen Erfinder Joseph-Marie Jacquard, der Anfang des 19. Jahrhunderts den ersten mechanischen Webstuhl entwickelte, der sich per Lochkarte programmieren ließ. Dieses Bewusstsein einer engen Verbindung vom Weben zum Computer nimmt einen zentralen Stellenwert in Kata Ungers Arbeit ein, denn die Textur der gewebten Bilder erscheint wie eine Analogie zur punkthaften Auflösung des Bildschirms. Eine der ältesten Techniken des Menschen steht so in einer Linie zu unserer computerisierten Welt.

Ihre in der Regel großformatigen Webteppiche sind Malerei mit anderen Mitteln und nehmen Bezug auf Bildteppiche der klassischen Moderne, insbesondere dem Bauhaus, sowie der Tradition der textilen Kunst in Ostdeutschland. Neben acht raumfüllenden Bildteppichen werden noch rund einhundert korrespondierende Zeichnungen der Künstlerin in der Ausstellung gezeigt.

Packhof Carl-Philipp-Emanuel-Bach-Str. 11, 15230 Frankfurt (Oder)
www.blmk.de

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