Albrecht Kunkel: QUEST. Fotografien 1989–2009

11.12.2016 - 30.04.2017 | ZKM, Zentrum für Kunst und Medien Karlsruhe
Eingabedatum: 18.12.2016

Werkabbildung

Tilda Swinton [ZEITmagazin, Ich habe einen Traum], 2007 Chromogener Abzug, PE-Papier, digital ausbelichtet / Chromogeniuc print, RC paper, digitally exposed, 38x30cm Privatsammlung/ Private collection © 2016 Nachlass Albrecht Kunkel / Estate Albrechtbilder

Die Ausstellung QUEST präsentiert erstmals einen Überblick über das fotografische Werk von Albrecht Kunkel (1968–2009). Kunkel war ein Suchender, der sich in seinem Schaffen konsequent den Grundfragen menschlicher Existenz widmete. Seine Fotografien fokussieren Landschaften und Räume von historischer Bedeutung und spüren den ihnen eingeschriebenen kulturellen Praktiken nach.

Die Motive spannen einen Bogen von den frühesten kultischen Höhlen- und Felszeichnungen bis zur zeitgenössischen multimedialen Bilderflut. Der Künstler integrierte auch fremdes Fotomaterial in sein Werk, darunter topografische Luftbilder oder historische Archivaufnahmen, und lotete die Bedingungen und Möglichkeiten des fotografischen Mediums an der Schwelle zur Digitalität aus. Albrecht Kunkel studierte u.a. an der Hochschule für Gestaltung Karlsruhe (HfG) bei Thomas Struth, bei Bernd und Hilla Becher und war Meisterschüler bei Katharina Sieverding. Er lebte in Berlin, Paris und New York. Sein fotografischer Nachlass ging 2013 als Schenkung an die Sammlung des ZKM | Karlsruhe.


ZKM | Zentrum für Kunst und
Medien Karlsruhe
Lorenzstraße 19
76135 Karlsruhe
http://zkm.de/

Presse






Daten zu Albrecht Kunkel:

- ZKM Sammlung, Karlsruhe

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fünfhochzwei


Mit der Ausstellung fünfhochzwei feiert das ZKM | Karlsruhe in diesem Jahr sein 25-jähriges Jubiläum und präsentiert zentrale Werke seines Sammlungsbestandes in der Landesvertretung Baden-Württemberg in Berlin. Der Ausstellungstitel soll daher weniger als mathematische Rechenaufgabe verstanden werden – deren Ergebnis die Jubiläumszahl des Hauses ergibt – sondern die fünf Gattungen Malerei, Skulptur, Fotografie, Video und Zeichnung darstellen, aus denen das ZKM nun einen Einblick in die mittlerweile auf rund 3.000 Werke angewachsene Sammlung gibt. Die Auswahl der Kunstwerke fokussiert sich auf mediale Grenzüberschreitungen oder mediale Kongruenzen: So sind Skulpturen zu sehen, die wie ein Bild an der Wand hängen, „malerisch“ konzipierte Videos oder Zeichnungen, die mit dem Computer generiert wurden.

Die Auswahl der Werke steht aber auch sinnbildlich für das bürgerschaftliche Engagement, das dem ZKM im Laufe der Jahre immer wieder in Form von Schenkungen zuteil wurde. Durch die Großzügigkeit von Privatpersonen, der ZKM-Fördergesellschaft oder Unternehmen gehören Arbeiten u.a. von Tony Oursler, Olaf Metzel und Albrecht Kunkel zum derzeitigen Sammlungsbestand und können im Rahmen der Ausstellung nun in Berlin gezeigt werden.

In den vergangenen 25 Jahren hat das ZKM über 400 Ausstellungen realisiert und nahezu 300 Publikationen veröffentlicht, von denen einige mit internationalen Auszeichnungen versehen oder zu Standardwerken von bestimmten Themenbereichen wurden. Das ZKM ist aber auch Ort von Forschung und Produktion. Zahlreiche GastkünstlerInnen und GastwissenschaftlerInnen aus der ganzen Welt haben hier Medienkunstwerke realisiert. Im Zusammenspiel von richtungsweisenden Ausstellungen, wissenschaftlich hochrangigen Publikationen, technischen Entwicklungen und künstlerischen Produktionen konnte sich das ZKM im internationalen Vergleich einen bedeutenden Rang erarbeiten. Möglich war dies nicht zuletzt durch die solide Ausstattung des komplementär durch die Stadt Karlsruhe und das Land Baden-Württemberg finanzierten Budgets, das durch Förderung vieler weiterer Geldgeber zusätzlich unterstützt wird. Gleichsam wird der Erwerb bedeutsamer Werke aufgrund der horrend ansteigenden Preise auf dem Kunstmarkt oftmals nur noch mit Unterstützung externer Förderer, u.a. der Kulturstiftung der Länder, möglich. 2012 konnte beispielsweise ein bedeutendes „Rollbild“ des Avantgarde-Filmemachers Hans Richter erworben werden oder im vergangenen Jahr das Werk Transmigracion 2 des bekannten Fluxus-Künstlers Wolf Vostell aus dem Jahr 1958, das zu den ersten gehört, in dem ein Fernseher eingebaut worden ist und die aufkommende Mediengesellschaft reflektiert.

Das ZKM | Karlsruhe ist 1989 als Stiftung des öffentlichen Rechts gegründet worden. Vor dem Hintergrund der Entwicklung der um 1989 noch als neue Medien bezeichneten Formate wie Video und Fotografie war es die Gründungsidee des ZKM, sich als ein Zentrum aller Medien und Gattungen zu etablieren. Seither baut das ZKM seine im Vergleich zu anderen Häusern noch relativ kleine aber qualitativ hochwertige Sammlung weiter aus, durch die das Museum im weltweiten Leihverkehr zu einem attraktiven Partner geworden ist. So werden mittlerweile zahlreiche Werke von Nam June Paik, Sean Scully, Bill Viola, Tobias Rehberger, Rebecca Horn u.v.a. für wichtige Ausstellungen an renommierte Häuser weltweit ausgeliehen.

Landesvertretung Baden-Württemberg
Berlin
Eröffnung
Di, 03.06.2014, 19.00 Uhr
Dauer
04.06.–01.07.2014


ZKM | Zentrum für Kunst und
Medientechnologie Karlsruhe
Lorenzstraße 19
76135 Karlsruhe
zkm.de



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