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Fremde Freunde. Völkerfreundschaft zwischen Ideal und Wirklichkeit

26.4.2025 - 29.3.2026 | Museum Utopie und Alltag, Eisenhüttenstadt

Eingabedatum: 25.04.2025

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Menschen bei den X. Weltfestspielen in Ostberlin Dia-Positiv, 1973 ©Museum Utopie und Alltag, Repro: Armin Herrmann
Freundschaft! Eine oft genutzte Formel in der offiziellen Sprache der DDR. Der Sozialismus als weltumspannende Bewegung ist in den frühen Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg sowohl Ideologie als auch Verheißung. Die Praxis der internationalen Solidarität und der Völkerfreundschaft prägt globale Politiken ebenso wie den Alltag der Menschen.

Die noch junge DDR wirbt um transnationale Bündnisse, auch um die eigene Legitimation zu sichern.
Wichtige Partner sind Länder, die sich aus kolonialer Abhängigkeit befreien. Mit Nationen wie Vietnam, Ägypten oder Kuba ist die DDR politisch, ökonomisch und kulturell verbunden. Staatlich gelenkte Solidaritätsbekundungen durchziehen den Alltag in Schule, Betrieb und Freizeit. Das Fortwirken rassistischer Bilder und Gewalt wird dabei wenig hinterfragt, auch nicht als sich Angriffe auf Menschen, die unter anderem über Arbeitsabkommen ins Land kommen, in den 1980er Jahren mehren.

Die Ausstellung blickt auf die Widersprüche der vielzitierten Völkerfreundschaft anhand der Museumsbestände: Ob importierte Genussmittel, Kinderbücher, Lehrmittel, Gemälde oder Plastiken – rassistische Bilder und Ausgrenzung lassen sich hier ebenso feststellen, wie Appelle und konkrete Ansätze zu deren Überwindung. Die Museumsbestände erzählen vor allem den Alltag einer als weiß
vorgestellten Gesellschaft. Positionen von Menschen mit Einwanderungsgeschichte sind hier kaum zu finden.

Museum Utopie und Alltag
Erich-Weinert-Allee 3,
15890 Eisenhüttenstadt

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Museum:

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