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Nationalgalerie Berlin. Das XIX. Jahrhundert


Eingabedatum: 28.04.2002

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Parallel zur Wiedereröffnung der Alten Nationalgalerie in Berlin im Dezember 2001 erschien der zur Sammlung des Hauses gehörende Bestandskatalog, auf den hier aufmerksam gemacht werden soll.

Der Katalog wird eingeleitet durch das Essay "Die Geburt der Nation aus dem Geist der Kunst" von Peter–Klaus Schuster. Der Text beschäftigt sich historisch ausführlich mit der faktischen und ideologischen Entstehungsgeschichte des Hauses. Der Leser wird mit den ersten Ideen zur Gründung einer Nationalgalerie bekannt gemacht: bereits 1848 riefen Liberale und Künstler den Staat dazu auf, seiner Verpflichtung zur Pflege der zeitgenössischen Kunst durch den Bau einer Nationalgalerie gerecht zu werden. Aber erst durch das Vermächtnis der 262 Bilder umfassenden Sammlung des Konsuls Johann H.W.Wagener im Jahre 1861 wurde endgültig der Grundstein für den Bau gelegt. 1876 konnte das von Friedrich August Stüler geplante und von Johann Heinrich Strack vollendete Museum schließlich eröffnet werden.

Das zweite Essay von Angelika Wesenberg geht auf die Sammlungsgeschichte des Museums ein, das ursprünglich der deutschen, zeitgenössischen Kunst, der Zeichenkunst und der Skulptur gewidmet war. Im Mittelpunkt des Textes steht die Sammlungs- und Ankaufspolitik der Direktoren Max Jordan, Hugo von Tschudi und Ludwig Justi.
Ausgehend von der Sammlung Wagener verfolgte der erste Direktor, Max Jordan, eine aus heutiger Sicht eher konservative Ankaufs- und Auftragspolitik, der dennoch die Erhaltung wichtiger Werke deutscher Kunst zu verdanken ist. Erst 1896 wurde unter dem Nachfolger Jordans, Hugo von Tschudi, auch ausländische Kunst gesammelt, so kamen bspw. die ersten impressionistischen Bilder in die Nationalgalerie. Ludwig Justi wurde 1910 neuer Direktor und widmete sich u.a. der Entwicklungsgeschichte des deutschen Expressionismus.

Beide Essays bilden einen gute Grundlage, um sich über die Geschichte der Alten Nationalgalerie zu informieren.

Wer jedoch in erster Linie an den ausgestellten Werken interessiert ist und nach einem Besuch des Hauses mehr darüber erfahren möchte, kann dies auf den nachfolgenden 450 Seiten des Kataloges tun. Dort sind rund 540 Werke der Malerei und Plastik des 19.Jhs. farbig abgebildet, dabei handelt es sich um die ausgestellten Werke und einen Kernbestand, der bei Veränderungen zum Austausch vorgesehen ist. Die Werke sind nach Künstlern alphabetisch geordnet und werden jeweils in einem Text beschrieben, kunsthistorisch eingeordnet und nach ihrer Provenienz befragt.

Ein umfangreiches Literaturverzeichnis im Anhang beschließt den Katalog.


Hg. A.Wesenberg / E.Förschl
E.A.Seemann Verlag
Preis:
ISBN 3-363-00774-4


ch




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