Max Ernst-Stipendium 2021 an Belia Brückner

Januar 2021 | Brühl / Max Ernst-Gesellschaft e.V.
Eingabedatum: 15.01.2021

Max Ernst-Stipendium 2021 an Belia Brückner

Belia Brückner, Zanna Geetha Rekonstuktion des aktuellen Buchbestandes der Jugendstrafanstalt Hahnöfersand, Hamburg 2019, Investigative Recherche, Courtesy Stadt Brühlbilder

Das 51. Max Ernst-Stipendium der Stadt Brühl geht an die 28-jährige Belia Zanna Geetha Brückner.
Die 1992 in Mönchengladbach geborene Künstlerin studiert an der Hochschule für bildende Künste in Hamburg zeitbezogene Medien.

Erstmalig begutachtete die Jury in der Endrunde nicht die Originalarbeiten, sondern, wie bereits in der Vorjurysitzung die digitalen Einreichungen. Die aktuelle Gewinnerin des Brühler Kunstförderpreises konnte die Jury mit ihren konzeptuellen Werken für sich gewinnen und setze sich gegen ein Mitbewerberfeld von insgesamt 383 Personen durch.

Unter dem bewährten Vorsitz von Dr. Arta Valstar-Verhoff tagten die Künstler Prof. Jürgen Klauke und Lutz Fritsch gemeinsam mit den Kunsthistorikern Dr. Dirk Teuber, Dr. Stefan Kraus, Dr. Achim Sommer und Dr. Jürgen Pech sowie dem Vorsitzenden der Max Ernst-Gesellschaft e.V. Dieter H.A. Gerhards, dem Juror aus der Brühler Bevölkerung, Andreas Noßmann, und der Kunsthistorikerin Leonie Radine als Nachwuchsjurorin. Sie lobten die intelligenten Werke der Künstlerin.

Belia Brückner ist die Max Ernst-Stipendiatin des Jahres 2021.
Die Jury entschied sich am 14. Januar in ihrer digitalen Konferenz für das Werk der Künstlerin, Studentin an der Hochschule der bildenden Künste von Simon Denny.
Ihr recherchebasiertes, feministisch fundiertes und politisch umsichtiges Werk überzeugte ebenso inhaltlich konzeptuell wie in der stringenten, präzisen Umsetzung hin zu formal eigenwilliger und überraschender Bildfindung. Installationen und partizipative Arbeiten im öffentlichen Raum fassen die Gedanken und Strategien dieses hochengagierten Werkes. Schrift und Sprache sind Ausgangspunkt ihrer investigativen Enthüllungen gesellschaftlicher Strukturen.

Neben dem Preisgeld von 10.000,00 €, das auch in diesem Jahr die Stadt Brühl und die Max Ernst-Gesellschaft e.V. zu gleichen Teilen zur Verfügung stellen, besteht die Möglichkeit, dass die Stadt Brühl für Ihre „Sammlung Junge Kunst“ ein Werk der Stipendiatin / des Stipendiaten erwirbt.
Zudem sollen die Werke eine Ausstellung im Max Ernst-Museum Brühl des LVR erhalten.


Presse



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