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Boris Lurie

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Leerraum. weiß/schwarz

24.9. – 19.11.23 | Cottbus Dieselkraftwerk

Mit einer neuen Ausstellung im Dieselkraftwerk Cottbus widmet sich das Brandenburgische Landesmuseum für moderne Kunst (BLMK) der Lücke und Leere, dem Nicht-Vorhandenen in der bildenden Kunst. 80 ausgewählte Arbeiten von 30 Künstler*innen laden dabei zur Auseinandersetzung mit dem vielfältigen Spektrum des Nicht-Motivs ein.

Ein Kunstwerk, ein Bild entsendet von Natur aus Gesprächsangebote und erweckt somit im betrachtenden Gegenüber ein Selbstgespräch. Wenn jedoch dem Bildwerk das Offensichtliche – Motiv, Gegenstand, Perspektive usw. – abhandengekommen ist, quasi die Überzeugungskraft des Sichtbaren zum Schweigen tendiert, dann rutscht ein solches Angebot auf eine andere Ebene. Womit sich teils unterschwellige Resonanzräume eröffnen, die durchaus kontemplative Qualitäten entfalten, gar zum Meditieren einladen können. Dieses Ziel verfolgt die neue Ausstellung Leerraum. weiß/schwarz im BLMK mit den 30 präsentierten künstlerischen Markierungen, Annäherungen und Zurücknahmen und somit einem erstaunlichen Spektrum des Nicht-Motivs. Ins Zentrum der Schau und der künstlerischen Auseinandersetzung treten reine Flächen, stark verminderte Zeichenhaftigkeit, zurückgenommene Struktur und Faktur. So lassen das Wenige, Spurhafte, die Andeutung oder das Entschwindende, die Leerpassagen sich als Elemente dingfestmachen, die dem Bildraum erst jene „ungewohnte“ Dimension erschließen.

Bei der Ausstellung handelt es sich um eine Adaption der gleichnamigen im Frühjahr 2023 im Kunstraum Braugasse/Hoyerswerda gezeigten Version. Die von Künstler und Kurator Michael Kruscha konzipierte Ausstellung wurde um Werke aus der Sammlung des BLMK als auch ein neues, komplementäres Ausstellungskapitel erweitert. Während die erste Fassung der Schau darauf abzielte, Leer- und Freiräume durch weiße Bildflächen herzustellen, fokussiert das neue zusätzliche Kapitel der Ausstellungsversion im BLMK auf schwarze Bildflecken bzw. den schwarzen Raum im Bild. Ein weiterführendes Element der Ausstellung stellt auch die Begegnung zwischen den speziellen, künstlerischen Bilderkundungen und der realen Umbruchlandschaft in der Lausitz der. Denn die nachindustrielle Abgeräumtheit durch Devastierung, Abriß und Rückbau hinterläßt ebenso Leerstellen, Brachen oder lost places. Was eben nicht nur die hiesige Landschaft charakterisiert, sondern manchmal auch in den Köpfen rumort. Das gilt es als kreatives Potential zu begreifen und zu entfalten. Wobei sich die rund 80 präsentierten Kunstwerke in verschiedenster Hinsicht durchaus, und nicht bloß symbolisch, als Referenzräume erweisen könnten.

Mit Werken von Karl-Heinz Adler, Erdal Ates, Martin Bartels, Antje Blumenstein, Teresa Casanueva, Danville Chadbourne, Carlfriedrich Claus, Frank Coldewey, DAG, Frank Diersch, Selma Dronkers, Nicole Fehling, Robert Fitterman & Klaus Killisch, Christine Geiszler, Frank Gottsmann, Ulrike Hogrebe, Günther Hornig, Gisoo Kim, Ayumi Kobayashi, Michael Kruscha, Marko Lipuš, Oliver Lunn, Michael Morgner, Wilhelm Müller, Sophia Schama, Esther Stocker, Antje Taubert, Bernd Uhde, Albert Weis.

Gastkurator: Michael Kruscha

Dieselkraftwerk
Uferstraße/Am Amtsteich 15
03046 Cottbus
www.blmk.de

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