There Will Come Soft Rains

16. Februar bis 15. April 2018 | basis e.V., Frankfurt
Eingabedatum: 14.02.2018

Werkabbildung

Julian Charrière, Iroojrilik, 2016, film still, copyright the artist, VG Bild-Kunst Bonn, Germany.bilder

Für den modernen Menschen erweist sich das Erleben bestimmter Szenarien oftmals als ein wirksames Medium zur Eröffnung neuer Perspektiven auf sich und seine Gegenwart. Anknüpfend daran erprobt die Ausstellung There Will Come Soft Rains einen besonderen Erfahrungskontext, indem sie eine fiktive Zeitreise initiiert. Eine Gruppe von internationalen KünstlerInnen begibt sich hierbei in das Jahr 2318, wo sie auf eine neuartige Welt ohne menschliche Spezies trifft.
Ausgehend von diesem fiktiven Zeitsprung sind die KünstlerInnen Marcela Armas, Carolina Caycedo, Julian Charrière, Andreas Greiner & Tyler Friedman, Jeronimo Voss und Pinar Yoldas dazu eingeladen, sich im Rahmen neu konzipierter und raumgreifender Installationen mit den Eigenheiten einer non-humanen Welt auseinanderzusetzen. Darüber hinaus umfasst die Ausstellungssituation zugleich einen separaten Projektionsraum, in dem filmische Arbeiten von Hicham Berrada, Galina Leonova, Uriel Orlow, Mario Pfeifer und Superflex präsentiert werden. Das Filmprogramm nähert sich anhand aktueller Themen aus Ökologie, Gesellschaft und Politik auf assoziative Weise dem dystopischen Potenzial unserer Gegenwart an. Damit erkunden die Filme mögliche Ursachen für ein zukünftiges Verschwinden der Menschheit.
Grundlegende Fragestellungen zum Umgang mit unserer Umwelt, die Beziehung zwischen Kunst und Wissenschaft sowie das spätkapitalistische Selbstverständnis des Menschen bilden innerhalb der Ausstellung wiederkehrende Momente der künstlerischen Auseinandersetzungen. Durch spekulative und poetische Erweiterungen von existierenden Entwicklungen untersuchen die Arbeiten zugleich die tieferliegenden Verbindungslinien zwischen Zukunft und Gegenwart. Dadurch stellen sie die positiven wie auch negativen Einschreibungen einer möglichen Welt ohne Menschen zur Disposition.
Auf neuartige Weise setzt sich in der gegenwärtigen Spekulation über Hybride und virtuelle Erweiterungen der Anthropozentrismus der Vergangenheit fort. Mit dem Szenario einer non-humanen Welt möchte There Will Come Soft Rains über diesen Standpunkt hinausblicken. So wird das Konzept im selben Moment zu einer offenen Reflexion über Formen des Zusammenlebens abseits der menschlichen Dominanz. Doch welches alternative Denken über eine zukünftige Welt lässt sich durch die Negierung der menschlichen Perspektive anstoßen? Und sind darin neue Strukturen und Symbiosen vorstellbar, die als positiver Anknüpfungspunkt für den aktuellen Handlungshorizont des Einzelnen dienen?
Durch einen projektbegleitenden Blog sowie ein vielschichtiges Vermittlungsprogramm findet eine fortführende Diskussion der zentralen Fragestellungen unter der Einbindung von internationalen ExpertInnen statt. Neben Performances und Workshops beinhaltet das Begleitprogramm ebenso eine mehrteilige Vortragsreihe.
Eine Fortsetzung des Projekts wird darüber hinaus im Frühjahr 2019 mit dem Kooperationspartner Musée d‘art de Pully in Lausanne (CH) realisiert.

Marcela Armas, Hicham Berrada, Carolina Caycedo, Julian Charrière, Andreas Greiner & Tyler Friedman, Galina Leonova, Uriel Orlow, Mario Pfeifer, Superflex, Jeronimo Voss, Pinar Yoldas

basis e.V.
Produktions- und Ausstellungsplattform
Gutleutstraße 8-12
60329 Frankfurt
basis-frankfurt.de

Öffnungszeiten:
Dienstag – Freitag, 11.00 – 19.00 Uhr
Samstag, Sonntag 12.00 – 18.00 Uhr

Presse








Daten zu Julian Charrière:

- abc 2015

- art berlin 2017

- Biennale Venedig 2017

- SAMMLUNG WEMHÖNER

Weiteres zum Thema: Julian Charrière



Public Abstraction - Private Construction IV+V


Rainer Ganahl, Bicycling Damascus, 2004, video

Marco Bruzzone & Patrick Tuttofuoco, Julian Charriére & Andreas Greiner, Gino de Dominicis, Rainar Ganahl, Daniel Knorr, Heimo Lattner, Gabriel Lester, Ulrike Mohr, Johanna Reich, Karin Sander, Santiago Sierra, Mirjam Thomann, Timm Ulrichs

Die Geschichte der Kunst hat sich aus dem Abstraktionsvermögen Einzelner entwickelt. "Public Abstraction, Private Construction" untersucht das gedankliche Verfahren von Abstraktion am Beispiel von Projekten in öffentlich erfahrbaren Situationen. Durch Fortsetzung der Ausstellungen von 2011 und weitere Aktionen versuchen wir uns den Begriff der Abstraktion als Wahrnehmungsprozess anzunähern und ihn zu diskutieren.

Eine Ausstellung, egal wie schön und spannend sie sein mag, kann im Vergleich zum kreativen Entstehungsprozess selten mehr als eine physische, dokumentarische Ebene bilden. Deswegen ist dieses Ausstellungsprojekt nicht so sehr an formalistischen Entwicklungen oder an Abstraktion als bildnerischem Ergebnis interessiert, sondern viel mehr an dem Weg und Entstehungsprozess des Kunstwerks. Der Tatort dieser Ausstellung ist demnach nicht die Galerie oder der öffentliche Raum an sich, sondern der Kopf des Künstlers mit all seinen Ideen und Turbulenzen. Der lange Weg des Sehens, Analysierens und Erkennens ist im Kunstwerk als Produkt selten sichtbar, obwohl doch so wichtig und bestimmend für die künstlerische Entscheidung.

Wenn die Realität die künstlerische Position beeinflusst und durch das Kunstwerk reflektiert wird – wie kann eine künstlerische Position ihrerseits die Wahrnehmung der Realität verändern? Künstlerische Ansichten, Eingriffe und Konstruktionen verwischen die Grenzen zwischen öffentlich und privat, real und absurd, sinnlos und genial und konfrontieren uns mit unerwarteten Begegnungen, Wahrnehmunen und Erfahrungen. Oft fern üblicher Ausdrucksformen und Techniken, sind die Arbeiten der Ausstellung in der Auseinandersetzung mit Situationen und Ordnungssystemen des Alltags entstanden. Abstraktion erscheint so als Zustand, Eigenschaft und Voraussetzung des Sehens als gedanklicher Prozess, der neue Erlebnisse und Einblicke ermöglicht.

Öffnungszeiten: Mi-Fr 17:30-19 Uhr, So 11-15 Uhr und n.V.

Kunstverein Arnsberg
Königstr. 24
59821 Arnsberg
kunstverein-arnsberg.de

Julian Charrière, Andreas Greiner und Julius von Bismarck


Die Künstler Julian Charrière (*1987), Andreas Greiner (*1979) und Julius von Bismarck (*1983) produzieren neue Arbeiten vor Ort, die im Kunstverein Arnsberg, im Lichthaus Arnsberg, sowie auf dem Neumarkt zu sehen sind. Die Verkettung der Positionen basiert auf gemeinsamen Interessen für Natur, Physik und Technik, die sie zu diversen prozessorientierten Werken und Experimenten anregen. Durch die zeitgleiche Präsentation der drei Künstler wird eine künstlerische Gattung sichtbar, die auf der Auseinandersetzung von Mensch und Natur beruht. Daraus entstehen Aktionen, Performances, Skulpturen und Erfindungen jeder Art, die mit Ideen und Humor ungewöhnliche Szenarien aufstellen.

"Die Welt ist mittelgroß" behauptet Julian Charrière in seiner Einzelausstellung im Kunstverein Arnsberg, wo sich u.a. Teile aus 195 Ländern der Welt zusammenfinden. Die Ausstellung bringt uns zu fernen Orten und sehnsuchtsvollen Landschaften mit aktuellen Arbeiten aus den Alpen und Arnsberg bis Addis Abeba. Charrières poetischer Blick sucht die Freiheit und die Weite in oft epischen Dimensionen, die an Land Art und Romantik anknüpft und den Künstler in sureale Situationen versetzt. Für den jungen Schweizer Künstler sind "Werke auch als Prozesse zu begreifen, die von ihrer Umgebung stets neu erzeugt werden. Erst wenn die gewohnten Bezugspunkte fehlen, verschwimmen die Verhältnisse" (Charrière).

Julius von Bismarck stellt auf dem Neumarkt seine neue Arbeit "History Apparatus" (2014) vor. Wir finden im Zentrum des Platzes den großen Baumstumpf einer hunderte Jahre alten Eiche. Als Symbol der Dauerhaftigkeit und Erhabenheit, als historischer Angelpunkt für Stadt und Gemeinde, sowie als Schutz- und Zufluchtsort ist dieser alte Baum jetzt weg. Der gefällte Baum wird noch in der Vorstellung des Betrachters erkennbar, da der Stumpf von einem stattlichen Baum zeugt. Ist die Stadt um diesen Baum herum gewachsen und hat ihn nun verloren? Der Künstler interessiert sich für die Beziehung zwischen Realitätskonstruktion und Naturwahrnehmung. Der Baumstumpf von Bismarck wird als Hinterbliebener einer fiktiven Wirklichkeit posthum in die Geschichte von Arnsberg hinein geschrieben.

"Spring forward fall back" ist ein Ausdruck und Wortspiel aus dem Englischen, auf das sich der Künstler Andreas Greiner im Lichthaus Arnsberg bezieht. Zum blühenden Frühling entwickelt er ein Projekt gemeinsam mit den Pflanzen und Insekten rund um das Lichthaus. Frühlingsgefühle und Fortpflanzung sind nur einige der Aspekte der Ausstellung im Lichthaus, das Greiner für eine Woche bewohnen wird. Sein Bett kann das bislang von Menschen unbewohnte Lichthaus zwar nicht beleben, da es bereits von zahlreichen Insektenarten bewohnt wird. Vielmehr möchte er damit den Ureinwohnern die Bühne überlassen. Die Ausstellung im Lichthaus wird vom Kulturbüro der Stadt Arnsberg in Kooperation mit dem Kunstverein Arnsberg organisiert.

Greiner, Bismarck und Charrière sind Absolventen des Instituts für Raumexperimente an der Universität der Künste in Berlin. In Arnsberg kennen wir die Künstler aus der Ausstellungsreihe "Public Abstraction Private Construction" und von den Projekten "Entladung (Arnsberg)" von Andreas Greiner und Fabian Knecht (2013), "Some Pigeons are more equal than others" von Julian Charrière und Julius von Bismark (2013) und "Dominions (Arnsberg/Neheim/Hüsten)" von Julian Charrière und Andres Greiner (2012).

Julian Charrière
Die Welt ist mittelgroß
11. April - 8. Juni 2014
Kunstverein Arnsberg

Andreas Greiner
spring forward fall back
11. April - 8. Juni 2014
Lichthaus Arnsberg

Julius von Bismarck
History Apparatus
ab dem 11. April 2014
Neumarkt

Kunstverein Arnsberg
Königstr. 24, D-59821 Arnsberg
kunstverein-arnsberg.de

Lichthaus Arnsberg
Klosterstraße 11, D-59821 Arnsberg
lichthaus-arnsberg.de


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