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Kuratorisches Team der documenta 16 erweitert

Eingabedatum: 30.10.2026

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von o.l. nach u.r. Noam Segal © Samantha Casolari, Timea Junghaus © Zoltan Adam, Raven Chacon © Neal Santos, Osei Bonsu © Gas Foundation
Naomi Beckwith, Künstlerische Leiterin der für Sommer 2027 angesetzten documenta 16, erweitert ihr Team um vier internationale Fachleute. Neben dem bestehenden Kernteam übernehmen Raven Chacon die Rolle des Curator-at-Large sowie Osei Bonsu, Timea Junghaus und Noam Segal beratende Funktionen.

Improvisation als kuratorische Methode



Die documenta 16 findet vom 12. Juni bis zum 19. September 2027 in Kassel statt. Das kuratorische Konzept reagiert auf gegenwärtige planetare Erschütterungen und beschleunigte technologische Umbrüche: Improvisation fungiert hierbei als methodische Praxis, um struktureller Ungewissheit zu begegnen und die gesellschaftlichen Wirkungsmechanismen neuer Technologien zu analysieren. Gemeinsam mit Beckwith und dem Kernteam – Carla Acevedo-Yates, Romi Crawford, Mayra A. Rodríguez Castro und Xiaoyu Weng – verantworten die Neuberufenen die künstlerische Ausrichtung der Weltausstellung.

Raven Chacon: Curator-at-Large


Raven Chacon, geboren in Fort Defiance auf dem Gebiet der Navajo Nation, verbindet Komposition, Performance und Installationskunst. 2022 wurde er als erster indigener Künstler mit dem Pulitzer-Preis für Musik ausgezeichnet. Zwischen 2009 und 2018 realisierte er als Mitglied des Kollektivs Postcommodity unter anderem die zweimeilige Land-Art-Arbeit „Repellent Fence“ an der Grenze zwischen den USA und Mexiko sowie Beiträge für die documenta 14 und die Carnegie International. Neben mehr als 80 Tonträgerveröffentlichungen leitet Chacon seit 2004 das Native American Composer Apprenticeship Project (NACAP), das junge indigene Komponistinnen und Komponisten an High Schools ausbildet.


Osei Bonsu, Timea Junghaus und Noam Segal im Beraterteam


Osei Bonsu leitet als Jorge M. Pérez Senior Curator of International Art, Africa, and Diaspora die Sammlungsstrategie und internationale Programmierung der Tate Modern in London. Seine Forschung gilt postkolonialen Geschichtsschreibungen und transnationalen Modernismen mit Schwerpunkt auf Positionen aus Afrika und der afrikanischen Diaspora.

Timea Junghaus untersucht Fragen von Migration, Vertreibung sowie technologischer Transformation. Die Kunsthistorikerin prägte maßgeblich die Diskurse zur zeitgenössischen Kunst der Sinti und Roma in Europa: Sie leitete die Gallery8 in Budapest, initiierte das Projekt RomaMoMA, kuratierte 2007 auf der 52. Biennale von Venedig mit „Paradise Lost“ den ersten Roma-Pavillon und stand von 2017 bis 2025 dem European Roma Institute for Arts and Culture (ERIAC) in Berlin vor.


Noam Segal forscht und kuratiert zu den Wechselwirkungen zwischen Kunstproduktion, Technologie und gesellschaftlichen Machtstrukturen. Als LG Electronics Associate Curator am Solomon R. Guggenheim Museum in New York leitet sie das Auswahlverfahren für den LG Guggenheim Award. Die in Kulturwissenschaften und Hermeneutik promovierte Wissenschaftlerin lehrte an der School of Visual Arts sowie der NYU Tisch School of the Arts und kooperierte unter anderem mit dem Palais de Tokyo, dem Castello di Rivoli sowie den Biennalen in Gwangju und Berlin.

ct+


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