15. Rubenspreis geht an Wilhelm Sasnal
Juli 26 | Siegen
Eingabedatum: 16.07.2026

Wilhelm Sasnal wird im November 2027 der 15. Rubenspreis der Stadt Siegen verliehen. Der Rubenspreis geht seit 1957 alle fünf Jahre an einen in Europa lebenden Künstler oder eine Künstlerin für ihr Gesamtwerk mit Schwerpunkt Malerei und Grafik. Der renommierte Kunstpreis ist mit 25.000€ dotiert, verbunden mit einer Publikation und einer Ausstellung im Museum für Gegenwartskunst Siegen. Eine Fachjury einigte sich auf den 1972 in Tarnów, Polen, geborenen Künstler Wilhelm Sasnal als neuen Preisträger.
Die Jurymitglieder Prof. Kerstin Brätsch (Künstlerin und Professorin für Malerei und Zeichnen, HFBK – Hochschule für bildende Künste Hamburg), Prof. Dr. Georg Imdahl (Freier Kunstkritiker und Professor für Kunst und Öffentlichkeit, Kunstakademie Münster), Dr. Matthias Mühling (Direktor, Lenbachhaus München), Prof. Dr. Annette Tietenberg (Professorin für Kunstwissenschaft, Hochschule für Bildende Künste Braunschweig), Dr. Theodora Vischer (Chefkuratorin, Fondation Beyeler Basel), begründen ihre Entscheidung wie folgt:
„Wilhelm Sasnal verbindet in seiner Malerei persönliche Momente seiner Lebenswelt mit Bildern kollektiver Erfahrung und Erinnerung zu einem ausdrucksstarken Kaleidoskop der Gegenwart. Bei ihm verschränken sich private, politische und geschichtliche Beobachtungen. In seinen Gemälden greift er dazu auf ausgewählte Motive der Kunstgeschichte, Medienbilder oder eigene Fotografien zurück. So wird der flüchtige Blick auf die eigene Alltagsumgebung ebenso zum Motiv werden wie seine Exkursionen in ehemalige deutsche Konzentrationslager in Polen, in deren Nähe er seit seiner Kindheit bis heute lebt, ebenso malte er zuletzt nach aktuellen Bildvorlagen aus dem zerstörten Gazastreifen oder von Atomanlagen im Iran. Sowohl die analoge als auch die digitale Realität bespiegelt Sasnal in einer souveränen künstlerischen Autonomie. Formal bereichert er dergestalt die zeitgenössische Malerei um eine leger vorgetragene, gleichwohl komplexe und dichte Bildsprache, deren Syntax sich aus figurativen und abstrakten Elementen zusammensetzt.“
Wilhelm Sasnal gehört seit Jahren zu den meist beachteten und einflussreichsten Kunstpositionen in Europa. Geboren 1972 in Tarnów, Polen, studierte Sasnal ab 1992 zunächst Architektur an der Technischen Universität Krakau bevor er ein Studium der Malerei an der Akademie der Bildenden Künste Krakau aufnahm und dort im Jahr 1999 seinen Abschluss machte. In dieser Zeit war Sasnal Mitbegründer der einflussreichen polnischen Malervereinigung Grupa Ładnie („Gruppe Hübsch“).
Sein Werk wurde seit den 1990er Jahren weltweit in zahlreichen internationalen Einzel- und Gruppenausstellungen gezeigt, unter anderem im Stedelijk Museum in Amsterdam (2024), im POLIN Museum der Geschichte der polnischen Juden in Warschau (2021), im Kistefos Museet in Oslo (2018), im Haus der Kunst in München (2012), der Londoner Whitechapel Gallery (2011), dem K21 Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf (2009), in der Zachęta National Gallery of Art (2007), im Van Abbemuseum in Eindhoven (2006) oder in der Kunsthalle Zürich (2003). Sasnal nahm zudem an wichtigen Biennalen teil, wie der Biennale de São Paulo (2004 und 2014), der Carnegie International in Pittsburgh (2008), der Prag Biennale (2005), der Gwanju Biennale in Südkorea (2002) oder aktuell der Manifesta 16 Ruhr. Seit Beginn seiner Karriere dreht Sasnal neben seiner malerischen Tätigkeit auch Filme – zunächst kurze Videoarbeiten, später Spielfilme gemeinsam mit Anka Sasnal. Sasnals Arbeiten sind in bedeutenden internationalen Museumssammlungen vertreten.
Wilhelm Sasnal lebt und arbeitet in Krakau, Polen.
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Museum für Gegenwartskunst Siegen
Unteres Schloss 1
57072 Siegen
mgksiegen.de
Die Jurymitglieder Prof. Kerstin Brätsch (Künstlerin und Professorin für Malerei und Zeichnen, HFBK – Hochschule für bildende Künste Hamburg), Prof. Dr. Georg Imdahl (Freier Kunstkritiker und Professor für Kunst und Öffentlichkeit, Kunstakademie Münster), Dr. Matthias Mühling (Direktor, Lenbachhaus München), Prof. Dr. Annette Tietenberg (Professorin für Kunstwissenschaft, Hochschule für Bildende Künste Braunschweig), Dr. Theodora Vischer (Chefkuratorin, Fondation Beyeler Basel), begründen ihre Entscheidung wie folgt:
„Wilhelm Sasnal verbindet in seiner Malerei persönliche Momente seiner Lebenswelt mit Bildern kollektiver Erfahrung und Erinnerung zu einem ausdrucksstarken Kaleidoskop der Gegenwart. Bei ihm verschränken sich private, politische und geschichtliche Beobachtungen. In seinen Gemälden greift er dazu auf ausgewählte Motive der Kunstgeschichte, Medienbilder oder eigene Fotografien zurück. So wird der flüchtige Blick auf die eigene Alltagsumgebung ebenso zum Motiv werden wie seine Exkursionen in ehemalige deutsche Konzentrationslager in Polen, in deren Nähe er seit seiner Kindheit bis heute lebt, ebenso malte er zuletzt nach aktuellen Bildvorlagen aus dem zerstörten Gazastreifen oder von Atomanlagen im Iran. Sowohl die analoge als auch die digitale Realität bespiegelt Sasnal in einer souveränen künstlerischen Autonomie. Formal bereichert er dergestalt die zeitgenössische Malerei um eine leger vorgetragene, gleichwohl komplexe und dichte Bildsprache, deren Syntax sich aus figurativen und abstrakten Elementen zusammensetzt.“
Wilhelm Sasnal gehört seit Jahren zu den meist beachteten und einflussreichsten Kunstpositionen in Europa. Geboren 1972 in Tarnów, Polen, studierte Sasnal ab 1992 zunächst Architektur an der Technischen Universität Krakau bevor er ein Studium der Malerei an der Akademie der Bildenden Künste Krakau aufnahm und dort im Jahr 1999 seinen Abschluss machte. In dieser Zeit war Sasnal Mitbegründer der einflussreichen polnischen Malervereinigung Grupa Ładnie („Gruppe Hübsch“).
Sein Werk wurde seit den 1990er Jahren weltweit in zahlreichen internationalen Einzel- und Gruppenausstellungen gezeigt, unter anderem im Stedelijk Museum in Amsterdam (2024), im POLIN Museum der Geschichte der polnischen Juden in Warschau (2021), im Kistefos Museet in Oslo (2018), im Haus der Kunst in München (2012), der Londoner Whitechapel Gallery (2011), dem K21 Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf (2009), in der Zachęta National Gallery of Art (2007), im Van Abbemuseum in Eindhoven (2006) oder in der Kunsthalle Zürich (2003). Sasnal nahm zudem an wichtigen Biennalen teil, wie der Biennale de São Paulo (2004 und 2014), der Carnegie International in Pittsburgh (2008), der Prag Biennale (2005), der Gwanju Biennale in Südkorea (2002) oder aktuell der Manifesta 16 Ruhr. Seit Beginn seiner Karriere dreht Sasnal neben seiner malerischen Tätigkeit auch Filme – zunächst kurze Videoarbeiten, später Spielfilme gemeinsam mit Anka Sasnal. Sasnals Arbeiten sind in bedeutenden internationalen Museumssammlungen vertreten.
Wilhelm Sasnal lebt und arbeitet in Krakau, Polen.
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Unteres Schloss 1
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