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Ernst von Siemens Preis für Kunst und Handel

März 26 | Maastricht

Eingabedatum: 16.03.2026

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Max Beckmann, Selbstbildnis mit Sektglas, 1919, Öl auf Leinwand. © Städel Museum Frankfurt a.M.
Frankfurter Städel Museum und Wolfgang Wittrock erhalten den ersten „Ernst von Siemens Preis für Kunst und Handel“

Ein neues Förderformat der Ernst von Siemens Kunststiftung für gelungenes Zusammenwirken von Kunsthandel und Museen.

Zum ersten Mal wurde der mit 100.000 Euro dotierte „Ernst von Siemens Preis für Kunst und Handel“ am 13. März 2026 auf der Kunstmesse TEFAF in Maastricht verliehen. Die Auszeichnung würdigt das Frankfurter Städel Museum und den Kunsthändler Wolfgang Wittrock für ihre beispielhafte und vertrauensvolle Zusammenarbeit beim Ankauf von Max Beckmanns Selbstbildnis mit Sektglas (1919). Gleichzeitig wird an weitere bedeutende Museumsankäufe, wie Ernst Ludwig Kirchners Potsdamer Platz (1914, Berliner Nationalgalerie) oder Pablo Picassos Femme au violon (1910, Pinakothek der Moderne, München) erinnert, die ebenfalls Wolfgang Wittrock vermittelte.

Ziel des Preises
Der neue Preis versteht und würdigt den Kunsthandel als wichtigen Partner von Museen und öffentlichen Sammlungen. Er zeichnet herausragende Kooperationen zwischen den Museen und dem Kunsthandel aus, bei denen es durch wissenschaftliche Forschung oder Mäzenatentum auf Seiten des Kunsthandels zur Identifikation, Erwerbung oder Rückführung bedeutender Kunstwerke in Museumssammlungen kommt. Zugrunde liegt die Beobachtung, dass im Handel oft auch jene kunsthistorische Forschung geleistet wird, die heute im Museum aus Zeit-, Personal- oder Geldknappheit nicht mehr möglich ist.
Dieser Preis möchte den Kunsthandel dazu animieren, mäzenatisch gegenüber Museen zu agieren und freigiebig Wissen und Informationen zu teilen, zeitaufwändige Untersuchungen zum Zustand oder Echtheit von Werken zu ermöglichen, tiefergehende Provenienzrecherchen zu unterstützen und Verständnis für die komplexen Finanzierungsfindungen aufzubringen.

Hintergrund Preisträger
Vor der Erwerbung von Max Beckmanns Selbstbildnis mit Sektglas (1919) befand sich das Gemälde als Leihgabe im Städel Museum. Städel Direktor Philipp Demandt trat frühzeitig mit dem Wunsch, das Werk zu erwerben, an die Erben Hermann Langes heran. Es ist seinem Enthusiasmus und der behutsamen Vermittlung von Wolfgang Wittrock zu verdanken, dass nach intensiven Gesprächen die Eigentümer durch ein großzügiges Entgegenkommen den Weg für Anfragen an institutionelle und private Förderer ebneten. 2020 wurde das Selbstbildnis mit Sektglas durch die Unterstützung der Kulturstaatsministerin, der Ernst von Siemens Kunststiftung, des Städelschen Museums-Vereins, der Kulturstiftung der Länder sowie fünf privater Mäzene für das Städel Museum erworben.

www.ernst-von-siemens-kunststiftung.de

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