In memoriam: Alexander Kluge (1932 – 2026)
März 26
Eingabedatum: 27.03.2026

Alexander Kluge (14. Februar 1932 in Halberstadt - 25. März 2026 in München) prägte als Autor, Filmemacher, Fernsehproduzent, Ausstellungsmacher und Philosoph die intellektuelle Landschaft in Deutschland über Jahrzehnte entscheidend.
In seinem vielschichtigen Werk verband er die Analyse gesellschaftlicher Strukturen mit dem „Eigensinn“ der menschlichen Erfahrung und löste die Grenzen zwischen Film, Literatur und Philosophie zeitlebens spielerisch auf. Er zählt zu den einflussreichsten Vertretern des Neuen Deutschen Films.
Sein Schaffen zeichnete sich durch die Fähigkeit aus, Geschichte und Gegenwart in assoziativen Fragmenten neu zu ordnen. Seine Interviews und die Bild-Text-Geschichten auf dctp.tv lassen sich immer wieder als unerschöpfliche Inspirationsquelle nachhören/-sehen.
Kluge wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, darunter der Georg-Büchner-Preis, der Theodor-W.-Adorno-Preis und der Heinrich-Heine-Preis.
Alexander Kluge gilt als einer der prägendsten Universalgelehrten, Intellektuellen und Kulturschaffenden der deutschen Nachkriegszeit. Er hinterlässt ein gewaltiges interdisziplinäres Lebenswerk, das von der Begründung des Neuen Deutschen Films über kritische Gesellschaftstheorie bis hin zur Unterwanderung des kommerziellen Privatfernsehens und späten Experimenten mit Künstlicher Intelligenz reicht.
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