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ADKV-ART COLOGNE Preis für Kunstkritik 2026 an Sarah Alberti

Sep 26

Eingabedatum: 10.09.2026

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Sarah Alberti, Foto: Leon Joshua Dreischulte
Der mit 5.000 Euro dotierte ADKV-ART COLOGNE Preis für Kunstkritik geht in diesem Jahr an die Leipziger Kunsthistorikerin, Moderatorin und Autorin Sarah Alberti.

Eine fünfköpfige Jury entschied sich für diese Auszeichnung, die insbesondere Albertis kunstkritisches Schreiben in Bezug auf ihren Blick auf die Kulturgeschichte der DDR und ihre aktuellen Bezüge zur Kunst in Ostdeutschland hervorhebt.

Die Jury für den Preis für Kunstkritik 2026:
Juliane Bischoff (Frankfurt), Gürsoy Doğtaş (München), Annekathrin Kohout (Leipzig), Noemi Y. Molitor (Berlin), Vanessa Joan Müller (Wien)

Begründung der Jury
Die Jury würdigt mit Sarah Alberti eine Autorin, deren Bedeutung für die Auseinandersetzung mit der Bildenden Kunst und ihren Diskursen sich an der Konsequenz einer über anderthalb Jahrzehnte aufgebauten Arbeit bemisst. Alberti, promovierte Kunsthistorikerin und freie Journalistin, bearbeitet die Brüche und Leerstellen der deutschen Kunstgeschichte in der Wochen- und Tagespresse ebenso wie in Kunstmagazinen, in Interviewreihen, Ausstellungs- und Vermittlungsprojekten. Im Zentrum dieser Praxis steht ein Feld, das der bundesdeutsche Kunstbetrieb bis heute nur selektiv bearbeitet: die Kunst und Kultur der DDR und ihr Weiterleben in Sammlungen, Institutionen und Erinnerungsdebatten der Gegenwart. Ebenso konsequent widmet Alberti ihr Schreiben dem aktuellen Kunstgeschehen in Ostdeutschland und seiner überregionalen Relevanz.

Ihre eingereichten Texte, darunter eine Auseinandersetzung mit dem Leipziger Freiheits- und Einheitsdenkmal und eine Rezension des deutschen Pavillons der diesjährigen Venedig Biennale, verbinden präzise historische Kenntnis mit einem Urteil, das nicht im Beschreibenden verharrt. Die Informiertheit ihres Schreibens spricht aus dem Subtext, ohne sich in den Vordergrund zu drängen. Ausgezeichnet wird somit eine Praxis statt eine an einzelne Texte gebundene Leistung.

Alberti wurde 1989 in Leipzig geboren, acht Monate vor der Maueröffnung. Sie schreibt von Leipzig aus und hat sich denselben historischen Einschnitt zweifach erarbeitet, wissenschaftlich in ihrer Promotion über das Ausstellungsprojekt "Die Endlichkeit der Freiheit Berlin 1990" und journalistisch in ihrer laufenden Berichterstattung. Ostdeutschland erscheint bei ihr nicht als Sonderthema mit Nachholbedarf, sondern als Prüfstein für jene Erzählungen, die sich das gesamtdeutsche Kunstsystem über sich selbst zurechtgelegt hat. Vom Umgang mit Monumenten im öffentlichen Raum bis zur Frage, welche Biografien und welche Werke in den Kanon gelangen, verfolgt sie diese Perspektive mit einer Kenntnis des Feldes, die im deutschsprachigen Kunstjournalismus derzeit nur selten Platz findet. Es sind Texte zu Themen, die vermutlich nur deshalb erscheinen, weil es diese Autorin gibt.
...

Preisträger:innen der vergangenen Jahre
Noemi Y. Molitor (2025), Martin Conrads (2024), Oliver Körner von Gustorf (2023), Magdalena Kröner (2022), Noemi Smolik (2020), Antje Stahl (2019), Radek Krolczyk (2018), Kito Nedo (2017), Jörg Scheller (2016), Stefan Kobel (2015), Barbara Buchmaier und Christine Woditschka (2014), Astrid Mania (2013), Kolja Reichert (2012), Jens Kastner (2011), Jennifer Allen (2009), Rudolf Schmitz (2008), Ludwig Seyfarth (2007), Catrin Lorch (2006), Dominic Eichler (2005), Gregory Williams (2004), Raimar Stange (2003), Renate Puvogel (2002), Jan Verwoert (2001), Stefan Römer (2000), Hans-Christian Dany (1999)

http://www. www.artcologne.de

Presse


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