Das Digitale Unheimliche


Eingabedatum: 23.02.2012

vorher: Das Digitale Unheimliche

David Moises, Ultimate Machine aka Shannons Hand, 2009

Für die Dauer der Ausstellung Das Digitale Unheimliche The Digital Uncanny verwandelt sich das EDITH-RUSS-HAUS für Medienkunst in einen unheimlichen Ort. Die Arbeiten von acht internationalen Künstlern konfrontieren uns auf visueller oder akustischer Ebene mit unseren heimlichen Ängsten und lassen uns die Lust am verborgenen Grauen des Technologischen immer wieder neu erfahren und reflektieren.

Alle Werke der Ausstellung verweisen auf die medien- und technikspezifischen Eigenschaften, die als Impulse des Unheimlichen wirksam werden können. Sei es in Bezug zu Film, Fernsehen oder Internet, wir alle fühlen uns als Betrachter, Benutzer oder Konsumenten angesprochen. So zum Beispiel durch einen scheinbar geisterhaft belebten Automaten, die Arbeit des österreichischen Künstlers David Moises, bei welchem sich eine mechanische Hand selbstständig ausschaltet. Moises Maschine führt uns mit ironischem Augenzwinkern unsere Ungewissheit über die Funktionsweisen technischer Geräte und Apparaturen vor.

Die Videoarbeit von Cordula Ditz hingegen zeigt, dass das Unheimliche auch tief in unserem kollektiven Bildergedächtnis verankert und mit immer wieder zitierten Filmszenen, Kameraeinstellungen und Geräuschkulissen verwoben ist. Der Betrachter kann erkennen, wie narrative Inhalte und angstbehaftete Atmosphären rein über Filmschnitt, Kameraführung und Lichteffekte transportiert werden können. Hierfür entfernt Ditz alle Szenen des italienischen Horrorfilms Suspiria, in denen Personen vorkommen, und fügt die verbleibenden Sequenzen zu einer verdichteten, menschenleeren Montage wieder zusammen. Doch grade die von Cordula Ditz gezielt weggelassenen technisch produzierten menschlichen Abbilder sind es, die uns besonderes Schaudern bereiten. Dies führt uns die Arbeit der österreichischen Künstlerin Liddy Scheffknecht exemplarisch vor Augen, die raffiniert mit dem potenziellen Eigenleben unserer (medialen) Doppelgänger spielt. Mit einem vielfältigen Spektrum an medienkünstlerischen Arbeiten lädt Das Digitale Unheimliche The Digital Uncanny zu einem ungewöhnlich unheimlichen Ausstellungsbesuch ein.

Öffnungszeiten:
Dienstag - Freitag, 14 - 18 Uhr
Samstag - Sonntag, 11 - 18 Uhr

EDITH-RUSS-HAUS für Medienkunst
Katharinenstraße 23
26121 Oldenburg
0441/235 31 94 oder 0441/235 32 08
edith-russ-haus.de

Medienmitteilung



David Moises:


- art berlin 2017

- Skulpturen-Triennale in Bingen 2014
Joseph und Anna Fassbender-Preis 2020 geht an Stefanie HoferRaum für Kunsthaus Dresden und OSTRALE Biennale O21ifa-Galerie Stuttgart ab 2021 unter neuer LeitungDAAD-Preis für LI MuhuaART COLOGNE: Das Online-Programm im NovemberGewinner des Kulturförderpreises The Power of the Arts 2020VIENNA ART WEEK goes onlineDeana Lawson gewinnt HUGO BOSS PRIZE 2020Staatliche Kunstsammlungen Dresden mit neuem Leiter / Abteilung Medien und KommunikationSchloss Solitude mit drei neuen digitalen FormatenB3 2020 mit Online-Gala eröffnet22. Internationale Messe für zeitgenössische KunstWolfgang-Hahn-Preis an Marcel OdenbachKultur. Gemeinsam. Leben.Manor Kunstpreis St.Gallen 2021 geht an Martina MorgerGlobal Livestream: B3 „Hello Truths“ Extravaganza Virtuale Museumsquartier Osnabrück erhält MuseumspreisPrix Marcel Duchamp - Die Nominees-Ausstellung im Centre PompidouKenneth Goldsmith erhält den François-Morellet-PreisWechsel an der Spitze des documenta archivsAdam Budak wird neuer Direktor der Kestner Gesellschaft2 DAYS OF VIDEO ARTJoscha Steffens | Hannah SchemelVALIE EXPORT erhält MO-Kunstpreis 2020: "Dada, Fluxus und die Folgen" Stornierung von Frieze London und Frieze Masters 2020Linnea Semmerling neue Direktorin der Stiftung IMAIYilmaz Dziewior bleibt Direktor des Museum LudwigDas geplante Bundesinstitut für FotografieSpecial: I Ever See, Poster Edition 2020 präsentiert von I Never Read, Art Book Fair Basel 2020Biennale für aktuelle Fotografie 2020 erweitert ihr digitales Vermittlungsangebot


Anzeige
Responsive image


Anzeige
Boris Lurie Art Foundation


Anzeige
Responsive image

Chatbot

Was der Bot u.a. jetzt bereits beantworten kann: Was ist Kunst, was macht die Kunst, Konzeptkunst, wozu Kunst, Künstler und was macht art-in.de? Um Fragen, die er noch nicht beantworten kann, kümmern wir uns. Es ist ein Experiment im Aufbau. Wir freuen uns über alle Fragen.


Card image cap

Divided We Stand

21.11.2020 – 07.03.2021 | Lechner Museum, Ingolstadt

Card image cap

Iman Issa. Proxies, with a Life of Their Own

11.12.20 – 7.03.21 | TAXISPALAIS Kunsthalle Tirol

Card image cap

Die absurde Schönheit des Raumes

Dezember 2020 | Hamburger Kunsthalle

Card image cap

Das Raqs Media Collective aus Delhi

November 2020 | Akademie der bildenden Künste Wien