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Sammlung Scharpff in der Staatsgalerie Stuttgart (20.3. - 13.6.04)


Eingabedatum: 15.03.2004

bilder

Unter dem Titel "Heißkalt" zeigt die Staatsgalerie Stuttgart zeitgenössische Malerei aus der Sammlung Scharpff, u.a. mit Arbeiten von Jeff Koons, Michel Majerus, Franz Ackermann und Albert Oehlen. "Mit Werken aus der Stuttgarter Sammlung Rudolf und Ute Scharpff zeigt die Staatsgalerie einen umfangreichen Überblick über aktuelle Tendenzen der internationalen Malerei. Vereinzelte Skulpturen und Videoarbeiten runden diese hochrangige, als eine der wenigen in Deutschland konsequent dem Schaffen junger Künstlerinnen und Künstler gewidmete Privatsammlung ab, aus der die Staatsgalerie Stuttgart einen markanten Ausschnitt präsentiert.

Lange im Schatten von Fotografie und Video, reagiert die aktuelle Malerei auf diese Konfrontationen mit sinnlicher Lust an Farbe und Format, an Geste und Erzählung. Zur Auseinandersetzung mit den neuen Medien treten nun die digitalen Medien, die unsere visuellen Erfahrungen zunehmend bestimmen. Transformiert in neue Bildwelten, finden diese Eingang in die gegenwärtige Malerei. Expressive Traditionen werden von der jüngeren Generation selbstbewusst zitiert und mit einer eigenen, reflexiven und oftmals konträren »coolen« Haltung gekoppelt.

Die Ausstellung präsentiert im Wechselausstellungssaal Werkgruppen von Jeff Koons, Michel Majerus, Franz Ackermann und Albert Oehlen. Albert Oehlen (geb. 1954), dessen Werke bereits in den 1980er Jahren die Sammelleidenschaft der Scharpffs weckten, war und ist im permanenten Wechsel von Figuration und Abstraktion und seiner Auseinandersetzung mit computergenerierten bildnerischen Verfahren vorbildhaft für die Generation jüngerer Maler.
Zu jenen zählte der Luxemburger Michel Majerus (1967-2002), der in einem am musikalischen Sampling orientierten visuellen Verfahren alle verfügbaren Sprachen der Malerei zitierte. Franz Ackermann (geb. 1963) schafft im Zusammenhang mit ausgedehnten Reisen sog. »Mental Maps«, kleine Papierarbeiten, die als subjektive Verortung in einer fremden Welt gedeutet werden können. Für die Ausstellung entwirft Ackermann eine großformatige Wandmalerei, innerhalb derer diese »Mental Maps« sowie zwei Ölgemälde eine eigene zusammenhangstiftende Präsentation erhalten.
Der noch immer kontrovers diskutierte Amerikaner Jeff Koons (geb. 1955), der bereits 1993 in der Staatsgalerie einen fulminanten Auftritt hatte, ist mit einem größeren Werkensemble in der Sammlung Scharpff präsent, aus dem diesmal eine Auswahl jüngster Arbeiten gezeigt wird.
Mit Werken der Brasilianerin Beatriz Milhazes (geb. 1960), die 2003 ihr Land auf der Biennale von Venedig vertrat, sowie der Briten Sarah Morris (geb. 1967) und Glenn Brown (geb. 1966) sind weitere internationale, durchaus gegensätzliche Positionen der gegenwärtigen Malerei vertreten.

Im Obergeschoss der Staatsgalerie sind in den Sammlungsräumen weitere Werkgruppen der Maler André Butzer (geb. 1973) und Daniel Richter (geb. 1962), Christopher Wool (geb. 1955) und Neo Rauch (geb. 1960) zu sehen, die zugleich die jüngsten Entwicklungen im Schaffen dieser Künstler dokumentieren. Ergänzt werden sie von Gemälden des jungen Dresdener Malers Eberhard Havekost (geb. 1967) sowie einer Skulptur von Manfred Pernice (geb. 1963). Videoarbeiten des Briten Darren Almond (geb. 1971) sind in separaten Räumen des Obergeschosses zu sehen. . . ." (Quelle: Staatsgalerie / Presse)

Foto: Staatsgalerie Stuttgart / Aktuelle Malerei aus der Sammlung Scharpff: Franz Ackermann, Untitled (Waterfall no. 2), 2002, Öl auf Leinwand, 280 x 350 cm

Öffnungszeiten: Di, Mi, Fr - So 10.00 - 18.00 Uhr, Do 10.00 - 21.00 Uhr, Mo geschlossen

Staatsgalerie Stuttgart | Konrad-Adenauer-Str. 30-32 | 70173 Stuttgart | Tel. 0711 - 470 40 250 / 0711 - 470 40 228

Tel. 0711 . 470 40 25
staatsgalerie.de




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