Teilnehmerliste der documenta(13)


Eingabedatum: 17.05.2012


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documenta13
Kunsthalle Fridericianum

Lida Abdul, Bani Abidi, Etel Adnan, Korbinian Aigner, Vyacheslav Akhunov, Barmak Akram, Khadim Ali, Allora & Calzadilla Maria Thereza Alves, Francis Alÿs, Ayreen Anastas, Anastas & Gabri Ida Applebroog, Mohammad Yusuf Asefi, Doug Ashford, Tarek Atoui, Kader Attia, Julie Ault, Alexandra Bachzetsis, Nanni Balestrini, Amy Balkin, Judith Barry, Massimo Bartolini, Gianfranco Baruchello, Ahmed Basiony, Thomas Bayrle, Gordon Bennett, Rossella Biscotti, Alighiero Boetti, Anna Boghiguian, Carol Bove, Kristina Buch, Andrea Büttner, Gerard Byrne, CAMP (founded 2007 by Shaina Anand, Sanjay Bhangar, and Ashok Sukumaran) Emily Carr, Mariana Castillo Deball, Paul Chan, Kudzanai Chiurai, Critical Art Ensemble Abraham Cruzvillegas, István Csákány, Attila Csörgo, Antoni Cumella, Salvador Dalí, Manon de Boer, Tacita Dean, Mark Dion, Thea Djordjadze, Willie Doherty, Trisha Donnelly, Sam Durant, Jimmie Durham, Buetti Alighiero Boetti, Haris Epaminonda, and Daniel Gustav Cramer, Cevdet Erek, Matias Faldbakken, Geoffrey Farmer, Omer Fast, Lara Favaretto, Ceal Floyer, Llyn Foulkes, Abul Qasem Foushanji, Chiara Fumai, Rene Gabri, Ryan Gander, Dora García, Mario Garcia Torres, Fernando García-Dory, Theaster Gates, Jeanno Gaussi, Mariam Ghani, Simryn Gill, Julio González, Tue Greenfort, Zainab Haidary, Fiona Hall, Florian Hecker, Tamara Henderson, Susan Hiller, Horst Hoheisel, Judith Hopf, Pierre Huyghe, Sanja Ivekovic, Emily Jacir, Toril Johannessen, Joan Jonas, Brian Jungen, Rudolf Kaesbach, Robin Kahn, & La Cooperativa Unidad Nacional Mujeres Saharauis (The National Union of Women from Western Sahara) Masood Kamandy, Amar Kanwar, William Kentridge, Hassan Khan, Erkki Kurenniemi, Adriana Lara, Gabriel Lester, David Link, Maria Loboda, Mark Lombardi, Aníbal López, Renata Lucas, Marcos Lutyens, and Raimundas Malašauskas, featuring Sissel Tolaas Goshka Macuga, Anna Maria Maiolino, Nalini Malani, Raimundas Malasauskas, Man Ray Maria Martins, Francesco Matarrese, Fabio Mauri, Julie Mehretu, John Menick, Gustav Metzger, Aman Mojadidi, Gareth Moore, Giorgio Morandi, Rabih Mroué, Zanele Muholi, Christian Philipp Müller, Shinro Ohtake, Rahraw Omarzad, Roman Ondák, Füsun Onur, Christodoulos Panayiotou, Giuseppe Penone, Claire Pentecost, Susan Philipsz, Pratchaya Phinthong, Sopheap Pich, Lea Porsager, Michael Portnoy, Margaret Preston, Seth Price, Ana Prvacki, Walid Raad, Michael Rakowitz, Araya Rasdjarmrearnsook, Doreen Reid Nakamarra, Pedro Reyes, Gunnar Richter, Stuart Ringholt, Paul Ryan, Hannah Ryggen, documenta Lester Gabriel Anri Sala, Charlotte Salomon, Issa Samb, Ines Schaber, Tino Sehgal, Albert Serra, Tejal Shah, Wael Shawky, Nedko Solakov, Dong Song Alexandra Sukhareva, Mika Taanila, Mohsen Taasha, Javier Téllez, Aase Texmon Rygh, Warlimpirrnga Tjapaltjarri, Jalal Toufic, Rosemarie Trockel, Rattana Vandy, Nath Vann Adrián Villar Rojas, Clemens von Wedemeyer, Jeronimo Voss, Giang Huong Vu, Ian Wallace, Jessica Warboys, Lawrence Weiner, Lei Yan , Haegue Yang, Akram Zaatari, Zalmaiï Konrad Zuse,

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Lea Porsager


Der Kunstverein Göttingen veranstaltet die erste große institutionelle Einzelausstellung von Lea Porsager in Deutschland in den historischen Räumen des Alten Rathauses. Die von Kordula Fritze-Srbic kuratierte Ausstellung „Ring-Pass-Not“ schlägt einen Bogen zwischen Wissenschaft, Politik, Feminismus und Esoterik und verbindet erstmals existierende Arbeiten mit neuen Werken. Dabei lenkt Porsager den Blick auf mystische und spiritistische Untersuchungsgegenstände und begleitet den Besucher in periphere und poetische Realitäten.

Der Begriff „Ring-Pass-Not“ wird in okkulter Literatur für die Bezeichnung der peripheren Einflusssphäre der zentralen Lebenskraft verwendet und bezieht sich auf alle Dinge, die in der heutigen Wissenschaft nicht erklärbar sind oder verstanden werden können. In der gleichnamigen Ausstellung bildet eine Endlosschleife sowohl Anfang als auch Endpunkt des räumlichen und konzeptuellen Gefüges. Die schwebende Arbeit ist Metapher für den Gedanken, das Wiederkehrende, sich Drehende und nicht Ausbrechbare. Hieraus spannt sich ein Netz von Arbeiten, deren Ursprung hybride und spekulative Gedankenexperimente sind und in unterschiedlichen Materialien eine Form finden: “Thought Forms” basieren auf dem gleichnamigen Buch von Annie Besants und C.W Leadbaters aus dem Jahr 1901, in dem die Gedankenformen sowohl als immateriell als auch lebendig und sich frei durch Raum und Zeit bewegend beschrieben werden. Die Bronzeobjekte “Kundabuffers” beziehen sich auf Organe des Science-Fiction Romans
“An Objective Criticism of the Life of Man” des Mystikers G.I. Gurdjieff, während 81 gebogene Metallobjekte der „Golden Insider“ sich auf die Kundalini-Technologie beziehen, die dem Geist 81 Facetten zuteilt - positive ("+"), negative ("-") und neutrale ("="). Mit den wurmartig gewundenen Skulpturen verbindet Porsager die Idee des Biegens durch Gedanken mit den Gesetzen der Quantenmechanik und ihren noch zu erforschenden Theorien.

In „Cut-Spleiß-Supercluster“, schneidet Porsager im wörtlichen Sinne verschiedene Konzepte von esoterischen Doktrinen auseinander und fügt sie wieder neu zusammen. Mit der skulpturalen Installation „SPIN “ bezieht sich die Künstlerin auf die Rotation der Schleife ohne Ende. Die Konstruktion basiert auf dem magischen Symbol des „Siegels“, das über Jahrtausende als Katalysator für die Manifestation von Gedanken diente. „SPIN “ halluziniert und spekuliert zwischen den Bereichen der Wissenschaft, Politik, Wolle, Eisen, Styropor, Esoterik und Skepsis.

Begleitet werden die Werke von bestehenden Film- und Textarbeiten, sowie einem neuen Text, der auf unterschiedliche Aspekte und Fragestellungen von „Ring-Pass- Not“ Bezug nimmt. Die auf Schrift und Bild basierten Werke stellen eine weitere Form des selben Gedankens dar und thematisieren gleichzeitig die Auflösung der Grenze zwischen „Gedanken“ and „Formen“.

Lea Porsager (geb. 1981, DK) studierte Bildende Kunst an der Königlich Dänischen Kunstakademie, Kopenhagen sowie an der Städelschule, Frankfurt am Main. In ihrer künstlerischen Praxis beschäftigt sie sich mit der Entwicklung von Denksystemen, deren Ursprung im Okkultismus und in alternativen Bewegungen liegt. Die Documenta13 Künstlerin entwickelt mit dem Erforschen von Sub-Kulturen Strategien, die zur Erweiterung des Wahrnehmungssystems, des Körpers aber auch des Bewusstseins führen. Ihre Arbeiten basieren auf intensiver Forschungsarbeit alternativer Denker wie Rudolf Steiner, Helena Blavatsky, G. I. Gurdjieff oder Annie Besant, deren verlorene Arbeiten Porsager als Medium wieder kreierte und die derzeit bei der Istanbul Biennale 2015 zu sehen sind. Ihre Werke wurden international in Einzel- und Gruppenausstellungen gezeigt: Henie Onstad Kunstsenter, Høvikodden, The Emily Harvey Foundation, New York; Modernes Museum Malmö; Kunsthalle Lund; Open Studio, ISCP, New York; NGBK - Neue Gesellschaft
für Bildende Kunst, Berlin; Contemporary Art Centre (CAC), Vilnius; Museum für Bildende Kunst, Arnheim; Kunsthalle Aarhus; dOCUMENTA (13), Kassel; Fotografisches Zentrum, Kopenhagen; KUMU, Tallinn; Henningsen Gallery, Kopenhagen. Porsager ist Preisträgerin des Carl Nielsen and Anne Marie Carl-Nielsen Stipendiums sowie des Montana Enter Prize und war Artist in Residence im Künstlerhaus Bethanien Berlin 2015.


Kunstverein Göttingen

IM ALTEN RATHAUS
Markt 9
37073 Göttingen

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