Charline von Heyl: Now or Else


Eingabedatum: 16.07.2012

bilder

Now or Else, 2009, Acrylic and oil on linen/Acryl und Öl auf Leinwand, 82 x 78 inches/208 x 198 cm
© Charline von Heyl; Courtesy of Galerie Gisela Capitain, Cologne/Köln & Friedrich Petzel Gallery, New York

Charline von Heyls Gemälde und Papierarbeiten erzeugen durch den Einsatz verschiedenster Mittel und Techniken vibrierende Energien und Spannungen: Große dynamische Formen umfangen feine grafische Strukturen, grelle Farben treffen auf stumpfe Töne, abstrakte Gestik prallt auf die flüchtige Erinnerung an Reales. Figur und Grund stehen in einem ständigen schillernden Austausch. Die Verhältnisse in diesen Bildern sind kompliziert, kühn und rätselhaft, aber so mit Atmosphäre und Emotion aufgeladen, dass sie uns unmittelbar anspringen, obwohl sie sich einer schnellen Einordnung verweigern. Charline von Heyl schafft Bilder, die, wie sie selbst sagt "den ikonischen Wert von Zeichen haben, die jedoch in ihrer Bedeutung rätselhaft bleiben. Etwas, das sich wie Repräsentation anfühlt, es aber nicht ist. Etwas, das aussieht, als ob es einen Inhalt oder eine Geschichte hat, was nicht der Fall ist. Etwas, das vor dem Bild in der Schwebe bleibt anstatt darin zu sein."

Die Ausstellung "Now or Else" in Nürnberg, die in Zusammenarbeit mit der Tate Liverpool konzipiert und organisiert wurde, zeigt mit rund 25 Gemälden und einer Gruppe aktueller Papierarbeiten einen konzentrierten Blick auf das Schaffen der Künstlerin in den letzten 15 Jahren. Während Charline von Heyl in ihren frühen Werken oft mit Fragmenten und Zitaten auf malerische Stilmittel des 20. Jahrhunderts verweist, entstehen die neuen Arbeiten, die einen Schwerpunkt in unserer Ausstellung bilden, häufig als Serien, in denen Elemente wieder aufgegriffen, transformiert und überraschend neu kombiniert werden. Recycling und Wiederholung, Erfindung und Zerstörung, sich ständig ändernde Bedingungen sind charakteristisch für Charline von Heyls Gemälde, die ganz klassisch gemalt sind, auch wenn sie bisweilen den Eindruck erwecken, als könnten sie am Computer komponiert worden sein.
Die 1960 in Mainz geborene Künstlerin hat ihr Studium in Hamburg und Düsseldorf absolviert und lebt seit 1996 in New York und Marfa (Texas). Als diesjährige Preisträgerin des Wexner Center Artist Residency Awards wird sie im kommenden Jahr mit einer Einzelpräsentation an der Ausstellung Facture and Fidelity: Painting Between Abstraction and Figuration, 1945 - 2010 im Wexner Center for the Arts (Columbus/Ohio) teilnehmen.
Von Heyls Werke sind unter anderem in den Sammlungen des Museum of Contemporary Art in Los Angeles, des MoMA in New York, des San Francisco Museum of Modern Art und des Musée d´Art Moderne de la Ville de Paris zu sehen.
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Kuratorin der Ausstellung: Ellen Seifermann, Leiterin der Kunsthalle Nürnberg

Kunsthalle Nürnberg
im KunstKulturQuartier
Lorenzer Straße 32
90402 Nürnberg
Phone 0049-(0)911-231 31 82
nuernberg.de

Medienmitteilung






Daten zu Charline von Heyl:

- Art Basel 2013
- Art Basel 2016
- art basel miami beach, 2014
- Bonner Kunstverein
- Galerie Gisela Capitain
- Gallery Weekend Berlin 2017
- MoMA Collection
- Sammlung Deutsche Bank, Frankfurt
- Whitney Biennale 2014

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Christina Végh wird neue Direktorin in der kestnergesellschaft


Die in Zürich geborene Kunsthistorikerin Christina Végh (43) wird neue Direktorin der kestnergesellschaft. Sie ist die erste Frau in diesem Amt und folgt Dr. Veit Görner, der nach zwölfjähriger Amtszeit die kestnergesellschaft Ende des Jahres verlässt.

Biografische Angaben:

"Christina Végh leitet seit 2004 als Direktorin den Bonner Kunstverein, der sich unter ihrer Führung zu einem der erfolgreichsten und angesehensten Kunstvereine in Deutschland entwickelt hat. Ihre kuratorische Arbeit zeichnet sich durch generationenübergreifende, experimentelle wie inter-disziplinäre Ansätze aus, die das Entstehen von Kunst sowie das Format der Ausstellung befragen und zugleich aktuelle gesellschaftliche Themen verhandeln. Sie hat u.a. mit Künstlern wie Ed Atkins, Alexandra Bircken, John Baldessari, Ryan Gander, Charline von Heyl, Judith Hopf oder Christopher Williams gearbeitet. Aktuell bereitet sie Projekte mit Nicolas Party, Gabriel Lester, Haegue Yang und Jana Euler vor. Mit dem unter ihrer Leitung etablierten Kunst- und Jugendprogramm („KunstStück“), das mehrfach ausgezeichnet wurde, erreicht der Bonner Kunstverein auch Menschen aus bildungsfernen Kreisen. Von 2008 – 2014 war sie im Vorstand der Arbeitsgemeinschaft der deutschen Kunstvereine (AdKV) kulturpolitisch tätig.

Für die erfolgreiche Programmatik und Neuausrichtung der Institution, verbunden mit Fundraising und baulicher Sanierung, wurde Végh 2010 von der schweizerischen Kunstkommission des Eidgenössischen Bundesamts für Kultur mit dem Preis für Kunst- und Architekturvermittlung ausgezeichnet. Sie ist verheiratet und Mutter zweier Kinder.
Véghs kuratorische Laufbahn begann 2000 an der Kunsthalle Basel, wo sie mit Peter Pakesch und Adam Szymczyk arbeitete. 2003 erhielt sie ein Kuratorenstipendium bei ISCP (International Studio & Curatorial Program, New York)." (PK)

kestnergesellschaft.de


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