The Fevered Specters of Art - Die fiebrigen Gespenster der Kunst

11.11.16 - 15.01.17 | Edith-Russ-Haus für Medienkunst, Oldenburg
Eingabedatum: 11.11.2016

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Die fiebrigen Gespenster der Kunst ist eine Ausstellung über das Verhältnis von Politik und Ästhetik. In der heutigen Zeit anhaltender Krisen, die ebenso politische wie wirtschaftliche Folgen haben, manifestiert sich eine extreme Unzufriedenheit oft in verschiedenen Formen von (nicht) gewaltsamen Protestbewegungen und Aufständen, die Regierungen zu Fall bringen. Dennoch gelingt mit es solchen Aktionen meistens nicht einmal, auch nur kurzfristige strukturelle Veränderungen zu bewirken. Dieses ist der Kontext, um auf den Radikalismus und die antikoloniale Revolution in der Epoche des Kalten Krieges zurückzublicken, in der sich die Ideen und der Glaube an die Möglichkeit eines grundlegenden gesellschaftlichen Wandels rund um den Globus verbreiteten.

Die fiebrigen Gespenster der Kunst präsentiert ein breites Spektrum von Herangehensweisen, die anhand spezifischer Ereignisse und historischer Kontexte einen Überblick über Theorien und Praktiken radikaler Politik der 1960er- und 1970er-Jahre bieten.

Darüber hinaus untersucht das Projekt, wie Künstler die Möglichkeiten neuer politischer Subjekte überdenken und wie komplexe sozialhistorische Bezüge im Bereich der Kunst angemessen hinterfragt und wieder aufgegriffen werden können. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf künstlerischen Strategien, die sich vielfältiger narrativer Strukturen und filmischer Erzählweisen bedienen und dabei auch auf Dokumente und Archive zurückgreifen.

Im Zentrum der Ausstellung stehen aktuelle Kunstwerke, die ein neues Interesse an den revolutionären Ideen der 1960er- und 1970er-Jahre erkennen lassen. Sie konzentrieren sich vor allem auf Aktionen, die politische Vorstellungen gewaltsam zum Ausdruck brachten, um so einen weitreichenden gesellschaftlichen Wandel durchzusetzen. Diese Arbeiten beruhen nicht auf einer nostalgischen Faszination, sondern auf einem analytischen Interesse an radikal fortschrittlichen Ideen sowie auf einem ausgeprägten Bedürfnis, die Gründe zu erforschen, warum viele dieser Bewegungen in der Erreichung ihrer Ziele versagten.

Die Ausstellung Die fiebrigen Gespenster der Kunst wird erweitert durch einen zusätzlichen Raum, den wir das Cabinet nennen, mit einer Auswahl an Werken von Künstlern und Filmemachern, um die umfassende Herangehensweise des Projekts zu verdeutlichen.

Ausstellung: Ho Tzu Nyen, Rajkamal Kahlon, Naeem Mohaiemen, Wendelien van Oldenborgh, Catarina Simão, Suzanne Treister


Edith-Russ-Haus für Medienkunst
Stadt Oldenburg. D-26105 Oldenburg
edith-russ-haus.de



Presse






Daten zu Naeem Mohaiemen:

- Art Basel 2013
- Biennale Venedig 2015
- documenta14
- EVA International 2016
- Hartware MedienKunstVerein (HMKV)
- Marrakech Biennale, 2016
- SHARJAH BIENNIAL 10, 2011

Weiteres zum Thema: Naeem Mohaiemen



Biennale Venedig 2015 Künstlerliste der Ausstellung


Im Zusammenhang mit der Aufbereitung der aktuellen Künstlerliste zur Ausstellung auf der 56. Venedig Biennale (Kurator Okwui Enwezor) ist uns aufgefallen, dass doch immer wieder Namen und Gruppen auftauchen, die noch nicht in unserer 26.000 Künstlernamen umfassenden Datenbank auftauchen.
Von den insgesamt 136 Teilnehmern sind in diesem Jahr folgende 35 neu in unserer Datenbank.

Keith Calhoun & Chandra McCormick; Dachun Ji; Boris Achour; Massinissa Selmani; GULF LABOR; Lavar Munroe; Inji Efflatoun; Madhusudhanan; Nidhal Chamekh; Samson Kambalu; Karo Akpokiere; Fatou Kandé Senghor; Nancy Holt & Robert Smithson; Hwayeon Nam; Antje Ehmann & Harun Farocki; Ibrahim MAHAMA; COOPERATIVA CRÁTER INVERTIDO; Ayoung Kim; Ernesto Ballesteros; Prasad Shetty & Rupali Gupte; Heung Soon Im; Lemi Ponifasio; Emily Floyd; Abu Bakarr MANSARAY; CREATIVE TIME SUMMIT; Emily Kame Kngwarreye; Petra Bauer; the TOMORROW; INVISIBLE BORDERS; ABOUNADDARA; Mykola Ridnyi; GLUKLYA; Ivana Müller; E-FLUX JOURNAL; Goncalo Mabunda;

Zum Teil handelt es sich nur um neue Konstellationen in denen Künstler auftauchen, wie zum Beispiel Antje Ehmann & Harun Farocki oder Nancy Holt & Robert Smithson. Andererseits taucht in diesem Jahr das E-FLUX JOURNAL erstmals auf. Alle Teilnehmer haben wir im Folgenden mit ihren Datenblättern verlinkt.

Betrachten wir alle Einträge zu den Venedig Biennalen von 2007 bis jetzt, so sind von den insgesamt 821 Künstlernennungen nur 240 mehr als einmal vertreten, was wiederum viel Spielraum zum Nachdenken offen läßt.

    Biennale Venezia 56th Exhibition 2015


  1. Jumana Emil Abboud


  2. Adel Abdessemed


  3. Mathieu Kleyebe Abonnenc


  4. ABOUNADDARA


  5. Boris Achour


  6. Terry Adkins


  7. Saadane Afif


  8. Chantal Akerman


  9. John Akomfrah


  10. Karo Akpokiere


  11. Mounira Al Solh


  12. Meric Algün Ringborg


  13. Jennifer Allora & Guillermo Calzadilla


  14. Kutlug Ataman


  15. Maja Bajevic


  16. Ernesto Ballesteros


  17. Sammy Baloji


  18. Rosa Barba


  19. Georg Baselitz


  20. Eduardo Basualdo


  21. Petra Bauer


  22. Walead Beshty


  23. Huma Bhabha


  24. Christian Boltanski


  25. Monica Bonvicini


  26. Sonia Boyce


  27. Daniel BOYD


  28. Ricardo BREY


  29. Marcel BROODTHAERS


  30. Tania BRUGUERA


  31. Teresa Burga


  32. Keith Calhoun & Chandra McCormick


  33. Fei Cao


  34. Nidhal Chamekh


  35. Olga Chernysheva


  36. Tiffany Chung


  37. COOPERATIVA CRÁTER INVERTIDO


  38. CREATIVE TIME SUMMIT


  39. Elena Damiani


  40. Jeremy Deller


  41. Thea Djordjadze


  42. Marlene Dumas


  43. E-FLUX JOURNAL


  44. Melvin Edwards


  45. Inji Efflatoun


  46. Antje Ehmann & Harun Farocki


  47. Maria Eichhorn


  48. Walker Evans


  49. Harun Farocki


  50. Emily Floyd


  51. Peter Friedl


  52. Coco Fusco


  53. Marco Fusinato


  54. Charles Gaines


  55. Ellen Gallagher


  56. Ana Gallardo


  57. Dora GARCIA


  58. Theaster GATES


  59. Isa GENZKEN


  60. GLUKLYA


  61. Sônia Gomes


  62. Katharina Grosse


  63. GULF LABOR


  64. Andreas Gursky


  65. Hans Haacke


  66. Joana Hadjithomas & Khalil Joreige


  67. Newell Harry


  68. Kay Hassan


  69. Thomas Hirschhorn


  70. Carsten Höller


  71. Nancy Holt & Robert Smithson


  72. Heung Soon Im


  73. INVISIBLE BORDERS


  74. Tetsuya Ishida


  75. Dachun Ji


  76. Isaac Julien


  77. Hiwa K.


  78. Samson Kambalu


  79. Ayoung Kim


  80. Alexander Kluge


  81. Emily Kame Kngwarreye


  82. Runo Lagomarsino


  83. Sonia Leber & David Chesworth


  84. Glenn Ligon


  85. Goncalo Mabunda


  86. Madhusudhanan


  87. Ibrahim MAHAMA


  88. David MALJKOVIC


  89. Victor MAN


  90. Abu Bakarr MANSARAY


  91. Chris Marker


  92. Kerry James Marshall


  93. Helen Marten


  94. Fabio Mauri


  95. Steve McQueen


  96. Naeem Mohaiemen


  97. Jason Moran


  98. Ivana Müller


  99. Lavar Munroe


  100. Oscar Murillo


  101. Wangechi Mutu


  102. Hwayeon Nam


  103. Bruce Nauman


  104. Cheikh Ndiaye


  105. Olaf Nicolai


  106. Chris Ofili


  107. Emeka Ogboh


  108. Philippe Parreno


  109. Pino Pascali


  110. Adrian Piper


  111. Lemi Ponifasio


  112. Zhijie Qiu


  113. Raha Raissnia


  114. RAQS MEDIA COLLECTIVE


  115. Lili Reynaud-Dewar


  116. Mykola Ridnyi


  117. Liisa Roberts


  118. Mika Rottenberg


  119. Joachim Schönfeldt


  120. Massinissa Selmani


  121. Fatou Kandé Senghor


  122. Prasad Shetty & Rupali Gupte


  123. Gedi Sibony


  124. Gary Simmons


  125. Taryn Simon


  126. Lorna Simpson


  127. Robert Smithson


  128. Mikhael Subotzky


  129. Mariam Suhail


  130. Sarah Sze


  131. THE PROPELLER GROUP


  132. the TOMORROW


  133. Rirkrit Tiravanija


  134. Barthélémy Toguo


  135. Bing Xu


  136. Ala Younis





Auf der Karte finden Sie folgende Standorte:




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    Atelier



    Alexander Kluge. Gärten der Kooperation

    Die beiden zentralen inhaltlichen Bezugspunkte der Ausstellung kreisen um die Metapher des Gartens und die Idee des Gemeinsamen. weiter


    Saâdane Afif. Ici. / Là-bas.

    In Düren und Montpellier wird die Arbeit „Ici. / Là-bas.“ von dem französischen Künstler Saâdane Afif zeitgleich gezeigt. weiter


    Denn hinter diesem Horizont liegt ein weiterer Horizont

    Die Ausstellung spiegelt den Blick der zeitgenössischen Kunst auf alternative Zukunftsentwürfe – mögliche Horizonte hinter dem jetzt sichtbaren Horizont. weiter


    MORE than ROME. Christoph Brech

    Ungewöhnlich, manchmal irritierend, oft verblüffend sind die Arbeiten des Münchner Bild- und Videokünstlers Christoph Brech. Seine Werke konzentrieren sich auf Phänomene der Zeit, der Übergänge, der Erinnerung. weiter

    graduiert ≈ präsentiert

    Vom 11. Oktober bis 12. November 2017 zeigt die Burg Galerie im Volkspark unter Arbeiten von Stipendiatinnen und Stipendiaten der Graduiertenförderung des Landes Sachsen-Anhalt aus den Jahren 2016 und 2017. weiter

    Ausstellung der Meisterschülerinnen/Meisterschüler der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig

    Die Ausstellung versammelt traditionell zum Beginn des Akademischen Jahrs Arbeiten der Meisterschüler*innen, die im Winter- und Sommersemester ihre Prüfung erfolgreich abgelegt haben weiter


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    In seinen Arbeiten zeigt Martin Parr die gesellschaftliche Realität: Phänomene wie Konsum, Tourismus oder nationale Identitäten beleuchtet er aus einer unterhaltsamen Perspektive, die das Banale, Extreme und manchmal auch Abgründige im Alltäglichen sichtbar macht. weiter

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