Lundahl & Seitl New Originals

9.3. - 28.5.2017 | Kunstmuseum Bonn
Eingabedatum: 11.03.2017

bilder

Ab März 2017 erwartet die Besucher des Kunstmuseum Bonn ein außergewöhnliches Erlebnis: Sie werden der begreifbaren Welt durch Kopfhörer und undurchsichtige Brillen teilweise enthoben und begeben sich zunächst anhand von Audioanweisungen in die Ausstellungsräume. Ein unbekannter Sender, der sich „Sammler“ nennt, kommuniziert über zuvor bereitgestellte Mobiltelefone mit dem „Besucher“. Über ihn nähern sich die Teilnehmer des Rundganges den Kunstwerken in der Ausstellung auf eine völlig neue Weise – beginnend bei Gemälden von Max Ernst, einem Pionier virtueller Welten, bis hin zu der zeitgenössischen Serie von Landkarten eines Stephan Huber.

Die Ausstellung New Originals des schwedischen Künstlerduos Lundahl & Seitl versteht sich als komplexe Installation, basierend auf einem interaktiven und multisensorischen Audiowalk.
Christer Lundahl (*1978) und Martina Seitl (*1979) verfolgen dabei klassische Fragen der konstruktivistischen Erkenntnistheorie: Wie entstehen Bilder in unserem Gehirn und wie erinnern wir uns an sie? Wie „real“ sind unsere konstruierten Erinnerungen und wie einfach kann unsere Wahrnehmung dahingehend kontrolliert und manipuliert werden?

Mit der Durchquerung eines versteckten Korridors betreten die Besucher die zweite Phase der Ausstellung: einen leeren Raum, der keine physikalischen Objekte beinhaltet. Geleitet von
weiteren Anweisungen des „Sammlers“ und externen Reizen wie synchronisierte Lichteffekte und dreidimensionale Geräusche, werden die Besucher ermutigt, die zuvor gesehenen Kunstwerke gedanklich zu rekonstruieren.

In diesem virtuellen Raum der Möglichkeiten müssen alle Sinne eingesetzt werden und vor allem müssen die Besucher lernen, nicht nur ihren Augen zu vertrauen. Denn sie werden durch die gedankliche Auseinandersetzung mit Werken der ständigen Sammlung eingeladen, eigene, neue Originale in ihrer Imagination hervorgerufen. Als interagierender Bestandteil des Ausstellungskonzeptes wird der Besucher gleichzeitig zum Neuschöpfer der vorgestellten Werke und reflektiert dabei grundsätzliche Bedingungen der Entstehung von Kunst und der Konstruktion von Erinnerungen. Welche Rolle spielen dabei eingespielte Begriffe wie “Original” und “Kopie”?

Mit New Originals beschreitet das Kunstmuseum Bonn zugleich neue Wege innerhalb seiner bisherigen Ausstellungspraxis. Die Ausstellung hinterfragt nicht nur den Begriff des Originals,
indem es ausgewählte Werke der Sammlung mit ihren weiterentwickelten Kopien in einen teilweise paradoxen Dialog bringt. Sie interpretiert auch das Medium der Ausstellung und die Rolle, die dem Besucher dabei zukommt, jenseits der festgelegten Museumsrituale neu.

Zur Ausstellung erscheint der erste retrospektiv angelegte, reich illustrierte Katalog zu Lundahl & Seitls Arbeiten mit Textbeiträgen von Ronald Jones, Sally Müller und Johan Pousette.

Die Kurzgeschichte The Jellyfish Trap wurde von Alex Backstrom eigens für die Ausstellung New Originals geschrieben. Sie ist online auf kunstmuseum-bonn.de sowie in gedruckter Form
an der Museumskasse kostenlos erhältlich. Es wird empfohlen, die Kurzgeschichte vor einem Besuch der Ausstellung zu lesen.

KUNSTMUSEUM BONN
Museumsmeile
Friedrich-Ebert-Allee 2
53113 Bonn

kunstmuseum-bonn.de

Presse






Daten zu Lundahl & Seitl:

- Kochi-Muziris Biennale 2016
- MOMENTUM 8



Auf der Karte finden Sie folgende Standorte:




    Anzeige
    berlin


    Anzeige
    Burg Halle


    Anzeige
    Atelier


    Anzeige
    Ausstellung


    Anzeige
    rundgang




    BEWEGUNG IM BILD – DIE INFORMELLE MALEREI TRIFFT AUF DIE GESTE IN DER FOTOGRAFIE

    In der Präsentation „BEWEGUNG IM BILD“ steht künstlerische Fotografie aus der DZ BANK Kunstsammlung drei informellen Gemälden von Bernard Schultze, Emil Schumacher und Hann Trier aus der Kunstsammlung der ehemaligen WGZ BANK gegenüber. weiter


    Niele Toroni. 13. Rubenspreis der Stadt Siegen

    Am 2. Juli 2017 wird der Konzeptmaler Niele Toroni (*1937 im Tessin, Schweiz; in Paris lebend und arbeitend) mit dem 13. Rubenspreis der Stadt Siegen ausgezeichnet. weiter


    gezeichnet

    Nach längerer Zeit wird nun erstmals wieder die Sammlung Sächsische Kunst nach '45 der Neuen Sächsischen Galerie gezeigt weiter

    Alien-Nation: Momentum 9 in Moss sieht im Fremden eine Chance

    Von einem Besuch auf der Biennale Momentum 9 ... (von Inge Pett) weiter


    Natalie Czech ›you see // but / you say‹

    Im Werk der Fotokünstlerin Natalie Czech geht es auf charakteristische Weise um das Verhältnis von Bild, Bildgegenstand und Text. weiter


    Kunst ins Leben!

    In den 1960er-Jahren bildete das Rheinland ein wichtiges Zentrum für ein revolutionäres Kunstgeschehen: Eine neue, international vernetzte Generation von KünstlerInnen widersetzte sich der traditionellen Kunst weiter


    Castell Art Weekend 2017: Between Circles and Time

    Neues über Kunst erfahren, spannende Künstler persönlich kennen lernen, anregende Gespräche führen und ein im Bau befindliches Museum besuchen... Dieses Jahr mit dabei sind Judith Albert (CH), Simon Starling (UK), Dr. Katharina Ammann und Fritz Hauser (CH)
    Sponsored Content weiter


    OH WOW

    Kunst, die sich auf der Höhe internationaler Debatten bewegt, entsteht in einem Geflecht aus Bezugnahmen und Weiterentwicklungen, bedeutet kritische Entgegnung und Verwerfung. weiter

    Stiftung Insel Hombroich erstellt Werkverzeichnis zu Erwin Heerich

    Wer besitzt Arbeiten von Erwin Heerich? Das Archiv Erwin Heerich der Stiftung Insel Hombroich, das unter Mitwirkung von Martin Heerich den künstlerischen Nachlass seines Vaters betreut, bittet private und institutionelle Besitzer ... weiter



    Koki Tanaka. Provisorische Studien (Arbeitstitel) + Haegue Yang. The VIP’s Union

    Das Kunsthaus Graz präsentiert ab 23. Juni 2017 zwei neue, von Barbara Steiner kuratierte Ausstellungen der international renommierten Kunstschaffenden Koki Tanaka und Haegue Yang. weiter


    Frank Bowling: Mappa Mundi

    Mit „Frank Bowling: Mappa Mundi" widmet das Haus der Kunst dem 1934 in Bartica in Britisch-Guayana geborenen Künstler seine bisher umfassendste Überblicksausstellung, mit teils monumentalen Gemälden aus fünfzig Jahren künstlerischen Schaffens weiter


    Ruinen der Gegenwart

    Unsere globalisierte Gegenwart kann als Zeitalter der Ruinen charakterisiert werden. Weltweite politische Instabilität und medial omnipräsente Bilder der Zerstörung liefern uns Ruinen quasi frei Haus weiter


    Graphzines aus der Bibliothek des Zentralinstituts für Kunstgeschichte

    Zum ersten Mal überhaupt werden französische Graphzines in einem Museum in Deutschland zu sehen sein weiter


    Work it, feel it!

    Work it, feel it!, der Beitrag der Kunsthalle Wien zur Vienna Biennale 2017, umkreist die Themen Arbeit und Körper in Gegenwart und Zukunft weiter

    Meisterschüler 2017

    Sprungbrett in den Ausstellungsbetrieb: Die Ausstellung „Meisterschüler 2017“ der HBK Braunschweig findet erstmals in der Städtischen Galerie Wolfsburg statt. weiter