Roland Goeschl. Farbraum total

Museum der Moderne Salzburg

7. April 2017 – 16. Juli 2017 | Rupertinum & Generali Foundation Studienzentrum, Salzburg
Eingabedatum: 07.04.2017

bilder

In Gedenken an den im Dezember 2016 verstorbenen Bildhauer Roland Goeschl zeigt das Museum der Moderne Salzburg eine Werkauswahl des 1932 in Salzburg geborenen Künstlers aus den Beständen der Generali Foundation und des Museums. Die Ausstellung richtet den Blick auf Goeschls Auffassung von Skulptur und zeigt seinen künstlerischen Werdegang von frühen Plastiken bis zu monumentalen Arbeiten im öffentlichen Raum. Ebenso präsentiert werden von Goeschl mitgestaltete Humanic-Fernsehwerbespots, die unter Horst Gerhard Haberl als künstlerischem Leiter in den 1960er- und 1970er-Jahren entstanden sind. Goeschl veröffentlichte auch in der experimentellen Kunstzeitschrift pfirsich (Graz, 1970–1976), von der rare Ausgaben in der Ausstellung zu sehen sind. Die Zeitschrift wurde ebenfalls von Haberl, gemeinsam mit Richard Kriesche, herausgegeben und von Karl Neubacher gestaltet.

Roland Goeschl war Meisterschüler und Assistent von Fritz Wotruba und erhielt in den 1960er-Jahren während seiner Auslandsaufenthalte in London und Paris wesentliche Impulse für sein Werk. Durch die Auseinandersetzung mit Konkreter Kunst und Pop Art erweiterte und radikalisierte sich sein Kunstbegriff. Die Primärfarben Blau, Rot und Gelb in Verbindung mit zunächst runden, anthropomorphen und schließlich kubisch-abstrakten Gebilden wurden zu Goeschls Markenzeichen.

In sogenannten Schüttskulpturen nutzte er auch das Zufallsprinzip für seine Gestaltung. Schließlich entwickelte er seine Plastiken zu architektonischen Raumgebilden, wobei er gezielt die Allianz mit Industrie und Handel suchte, für die er großflächige Fassaden gestaltete. Roland Goeschl gilt als Verfechter von Kunst im öffentlichen Raum – einer Kunst für alle, barrierefrei zugänglich. Bekannt sind seine große Säule und die Fassadengestaltung an der Technischen Universität in Wien, wo er ab 1972 als ordentlicher Professor am Institut für Künstlerische Gestaltung der Fakultät für Architektur und Raumplanung unterrichtete und den Fachbereich Zeichnerische und Malerische Darstellung leitete. Von 1989 bis 1991 war er Institutsvorstand und bis zu seiner Emeritierung im Jahr 2000 Stellvertreter. Goeschl war somit ein einflussreicher Lehrer und zählt zu den prägendsten Bildhauerpersönlichkeiten in Österreich. Einem breiten Publikum ist er auch bekannt geworden durch die Humanic-Fernsehwerbung, für die er eine Reihe von Spots gestaltet hat, die in den Wohnzimmern für Kontroversen über Kunst gesorgt haben. Der österreichische Schuhhersteller Humanic begann ab 1969 zeitgenössische österreichische Künstler_innen aus bildender Kunst und Literatur einzuladen, experimentelle Fernsehclips zu gestalten. In der Ausstellung sind 26 Humanic-Spots zu sehen, davon sieben von Goeschl mitkonzipiert.

Museum der Moderne Salzburg
museumdermoderne.at


Presse






Daten zu Roland Goeschl:

- daad Stipendiat



Auf der Karte finden Sie folgende Standorte:




    Anzeige
    berlin


    Anzeige
    karma


    Anzeige
    rundgang


    Anzeige
    Atelier



    Talia Chetrit Showcaller

    Das fotografische Werk von Talia Chetrit, die 1982 in Washington D.C. geboren wurde, zeichnet sich durch eine bemerkenswerte kompositorische Raffinesse und visuelle Kraft aus, die mit einer stringenten Programmatik einhergeht. weiter

    "Art-Law-Clinic" in Deutschland gegründet

    Institut für Medienrecht der WWU und Kunstakademie Münster starten Kooperationsprojekt.

    weiter

    Habima Fuchs (Schaufenster am Hofgarten)

    Nach der einjährigen rotierenden Gruppenausstellung Theatre of Measurement im Schaufenster am Hofgarten fahren wir in diesem Jahr wieder mit kontextbezogenen, wechselnden Einzelpositionen fort. weiter

    Lua Cão

    Der Kunstverein München präsentiert vom 17. Februar bis 15. April 2018 die Ausstellung Lua Cão mit Filmen und Videos von Alexandre Estrela + João Maria Gusmão & Pedro Paiva. Die Eröffnung findet am 16. Februar 2018, ab 19 Uhr in der Galeriestraße 4, 80539 München statt. weiter

    Hanna-Nagel-Preis 2018 an NINA LAAF

    Nina Laaf studierte von 2011 bis 2016 bei Prof. John Bock und Prof. Harald Klingelhöller Bildhauerei ... weiter


    PROOF: FRANCISCO GOYA, SERGEI EISENSTEIN, ROBERT LONGO

    Mit Werken von Francisco Goya (1746–1828), Sergei Eisenstein (1898–1948) und Robert Longo (1953) stellt die Ausstellung PROOF drei wesensverwandte Künstler vor, die die sozialen, kulturellen und politischen Komplexitäten ihrer jeweiligen Zeit in bildgewaltige Werke überführen. weiter


    Abraham Cruzvillegas

    Kunsthaus Zürich zeigt erste Einzelausstellung von Abraham Cruzvillegas Kunst als Ausdruck und Spiegel der Gesellschaft – das ist das Thema von «Autorreconstrucción: Social Tissue», einem Projekt des mexikanischen Künstlers weiter


    Susan Philipsz. Separated Strings

    Das Albertinum der Staatlichen
    Kunstsammlungen Dresden (SKD) hat die Turnerpreisträgerin erstmals nach Dresden eingeladen, eines ihrer Hauptwerke, „Study for Strings“ (2012), in einer neuen Ausführung sowie fotografische Arbeiten in der Kunsthalle im Lipsiusbau zu präsentieren.
    weiter

    Der Begriff "digital" in Texten zur zeitgenössischen Kunst

    weiter


    Der Begriff "oder", die Alternative in Texten zur zeitgenössischen Kunst

    weiter


    Der Begriff "oder "2., die Alternative in Texten zur zeitgenössischen Kunst

    weiter


    Der Begriff "oder " die 3., die Alternative in Texten zur zeitgenössischen Kunst

    weiter



    Takako Saito. You and me

    Nur noch wenige Tage: „You and me“: der Gedanke des Spiels mit dem Publikum prägt fast alle Werke von Takako Saito. weiter


    BASQUIAT. BOOM FOR REAL

    Mehr als 30 Jahre nach seiner letz­ten Einzel­prä­sen­ta­tion in einer öffent­li­chen Samm­lung in Deutsch­land widmet die Schirn Kunst­halle Frank­furt dem Werk des US-ameri­ka­ni­schen Künst­lers eine große Ausstel­lung. weiter

    I am here to learn: Zur maschinellen Interpretation der Welt

    Die thematische Gruppenausstellung I am here to learn befasst sich mit lernenden Algorithmen und künstlicher Intelligenz (KI). Der Fokus der Ausstellung liegt auf Wahrnehmung und Interpretation als menschliche Qualitäten, die mittels Lernverfahren auf Maschinen übertragen werden. weiter


    Bouncing in the Corner. Die Vermessung des Raums

    HONEY, I REARRANGED THE COLLECTION – ursprünglich der Titel einer Werkgruppe des amerikanischen Künstlers Allen Ruppersberg – ist eine freundliche Einladung, die Sammlung für Gegenwartskunst an der Hamburger Kunsthalle (neu) zu entdecken. weiter

    EIKON Award (45+)

    Anlässlich der 100. Heftausgabe von EIKON – Internationale Zeitschrift für Photographie und Medienkunst wurde der EIKON Award (45+) unter dem Ehrenschutz von VALIE EXPORT für europäische Fotografie- und Medienkünstlerinnen ab 45 Jahren ins Leben gerufen. weiter

    There Will Come Soft Rains

    Für den modernen Menschen erweist sich das Erleben bestimmter Szenarien oftmals als ein wirksames Medium zur Eröffnung neuer Perspektiven auf sich und seine Gegenwart. weiter

    Der Begriff "Installation+und" in Texten zur zeitgenössischen Kunst

    weiter



    Antonio Calderara - Lichträume. Malerei aus fünfzig Jahren

    Die kleinformatigen Bilder des norditalienischen Künstlers Antonio Calderara (1903–1978) zählen zu den Höhepunkten subtiler Malkunst des 20. Jahrhunderts. weiter