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Fotografie denken


Eingabedatum: 30.11.-0001

bilder

Das Buch "Fotografie denken" beinhaltet Beiträge aus dem 7. Internationalen Vilém-Flusser-Symposium, das 1998 in Bielefeld stattfand und Flussers Philosophie der Fotografie zum Themenschwerpunkt hatte.
Den Beiträgen vorangestellt ist ein Text von Flusser, der erstmals 1985 erschien ("Das Foto als nachindustrielles Objekt: Zum ontologischen Status von Fotografien"). Danach folgen zwei Aufsätze, die sich mit Walter Benjamin bzw. Benjamin und Flusser beschäftigen (Rolf H. Krauss bzw. Mark C. Rump). Ein gelungener Auftakt, denn somit glückt eine kleine Einführung auch für den Leser, der sich bisher noch nicht mit Flussers Texten befaßt hat. Zwei weitere Texte untersuchen erstmals Verbindungen und Unterschiede von Flussers Denkmodellen mit denen anderer Theoretiker (Frieder Nake: "Vilém Flusser und Max Bense des Pixels angesichtig werdend. Eine Überlegung am Rande der Computergraphik" und Martin Roman Deppner: "Die magischen Kanäle als Parameter jüdischen Denkens bei Vilém Flusser und Aby Warburg"). Weitere Texte greifen Flussers Theorien auf und fragen nach der Verwendungsweise von Bildern in den letzten Jahren, wobei vor allem der Beitrag von Lambert Wiesing "Verstärker der Imagination" interessante Denkanstöße bietet. Damit wird das Buch dem Anliegen gerecht, die Bedeutung des durchaus umstrittenen Theoretikers Flusser für die Fotografie aufzuzeigen.
Der Verständlichkeit zugute kommt die Tatsache, dass die Texte im Vortragsstil des Symposiums verblieben sind, d. h. kürzere Sätze, kleinere Wiederholungen und Zusammenfassungen, die (auch) das Lesen erleichtern. Die Verfasser der neun Beiträge sind alle zum größten Teil Kunsthistoriker oder Medientheoretiker, auffällig ist jedoch, dass man bis auf eine Ausnahme (Miklós Péternák aus Ungarn) nur deutsche Autoren gewinnen konnte.
Das Buch ist ansprechend gestaltet, Anmerkungen sind leserfreundlich neben dem Text eingearbeitet. Soweit es die Beiträge erfordern, sind sie mit schwarzweiß Abbildungen illustriert. Schade ist nur, dass es fast drei Jahre bis zur Veröffentlichung der Beiträge gedauert hat.

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