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"Born to be wild" - Kunstmuseum St. Gallen (29.5.-6.9.09)


Eingabedatum: 16.05.2009

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Die Ausstellung "Born to be wild - Hommage an Steven Parrino" versucht dem Lebensgefühl der 68-er Bewegung und ihrer Suche nach grenzenloser Freiheit und Unabhängigkeit nachzuspüren. Der Songtitel steht als Metapher für das Abenteuer Kunst, das der amerikanische Künstler Steven Parrino (geb. 1958, gest. 2005) in besonderer Weise zu verkörpern scheint.

Als inhaltliches Scharnier der Ausstellung dient der in New York geborene Parrino, der Ende der 1980er Jahre mit seinen monochromen Malereien bekannt wurde. Ihren Ausgangspunkt finden seine Gemälde in der Farbfeldmalerei. Nach dem Malprozess spannt Parrino seine Leinwände jedoch ab und montiert diese in heftig zerknüllter Form wieder neu. Die Resultate sind wesentlich mit einem radikalen Akt der Zerstörung verbunden.
"Als ich zu malen anfing, wurde der Tod der Malerei festgehalten. Ich betrachtete das als spannenden Ort für Malerei. Tod kann erfrischen, also habe ich begonnen, mich mit Nekrophilie zu beschäftigen. Sich der Malereigeschichte zu nähern wie Dr. Frankenstein sich Körperteile von Leichen vornahm." (Steven Parrino)

Der bei einem Motorradunfall gestorbene Künstler scheint das Thema Tod und Abenteuer auf tragische Weise auch in seiner Biografie wiederzuspiegeln. Biografische Referenzen werden in der Ausstellung mit formalästhetischen sowie motivischen Anknüpfungspunkten verbunden. Mit Verweis auf Musik und Film thematisiert das Projekt einerseits die Sehnsucht nach Freiheit als grundlegendes existentielles Bedürfnis der Zeit und skizziert andererseits ein persönliches Netzwerk, das verwandte künstlerische Haltungen sichtbar werden lässt.

Künstlerliste:
John Armleder (geb. 1948), Sylvie Fleury (geb. 1961), Amy Granat (geb. 1976) / Drew Heitzler (geb. 1972), Jutta Koether(geb. 1958), Thom Merrick (geb. 1963), Olivier Mosset (geb. 1944), Cady Noland (geb. 1956), Mai-Thu Perret (geb. 1976), Bettina Pousttchi (geb. 1971), Roman Signer (geb. 1938), Blair Thurman geb. 1966) und John Tremblay (geb. 1966)

Abbildung: copyright Kunstmuseum St. Gallen

Öffnungszeiten:
Di-So 10-17 Uhr
Mi 10-18 Uhr

Kunstmuseum St. Gallen
Museumstraße 32
CH-9000 St.Gallen

kunstmuseumsg.ch

Verena Straub



Steven Parrino:


- Frieze London 2016

- Gagosian Gallery

- Massimo De Carlo

- MoMA Collection

- Sammlung MMK, Frankfurt

- Sammlung, Kunstmuseum Liechtenstein

- Whitney Biennale 2006


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